Nano-Diebstahl: BitGrail will Opfer “freiwillig” entschädigen

Roman Maas

von Roman Maas

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Roman Maas

Roman Maas hat in Düsseldorf seinen Magister in Anglistik und Geschichte gemacht und danach in verschiedenen Redaktionen, Verlagen und Agenturen gearbeitet. Seit 2015 ist er als freier Autor beruflich und lokal unabhängig. Kryptowährungen und Blockchain bedeuten für ihn in erster Linie eine aufregende Entwicklung mit gewaltigen Möglichkeiten für eine dezentralisierte Zukunft.

Quelle: Woman holding pile of euros and asking for silence while practicing corruption via Shutterstock

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Einen Monat nach dem millionenschweren Hack will die italienische Exchange BitGrail ihren Nutzern das verlorene Geld zurückzahlen. Vor allem Nano-Käufer waren von dem Diebstahl betroffen. Die versprochene Entschädigung hat allerdings mehr als einen Haken.

Als am 10. Februar bekannt wurde, dass auf BitGrail 17 Millionen Einheiten der Kryptowährung Nano (XRB) gestohlen wurden, fragten sich viele, ob dies das Ende für den italienischen Handelsplatz bedeuten würde. Zu hoch war der Marktwert von 17 Millionen Euro, zu klein die Börse, dass sie diesen Verlust verkraften könne. Jetzt ist bekannt geworden, dass BitGrail die Nutzer, die von dem Hack betroffen waren, entschädigen möchte. Hierfür hat das Team unter Leitung von Francesco „The Bomber” Firano einen eigenen Token erstellt.


Auf den entsprechenden Konten sollen umgehend 20 % der Verluste in Nano überwiesen werden, die restlichen 80 % sollen in naher Zukunft durch den neuen Token BitGrail Shares (BGS) ersetzt werden. Zum Ende jeden Monats will BitGrail 50 % seiner Profite nutzen, um die BGS zu einem Festpreis von 10,50 US-Dollar zurückzukaufen. Alternativ können die User den Token auch auf der eigenen Exchange zum Marktpreis handeln.

BitGrail: Nicht unser Fehler

Gleichzeitig weist BitGrail jede Verantwortung für den Hack von sich. Ihrer Ansicht nach war die Sicherheitslücke die alleinige Schuld von Nano. Durch deren Fehler sei eine Node in der Exchange ausgefallen, wodurch Double Payments möglich geworden sind. Die Rückzahlungen basieren auf freiwilliger Basis, ausschließlich um den Betroffenen zu helfen.

Auf der anderen Seite will das Unternehmen hinter Nano (vormals Raiblocks) nichts von einem eigenen Fehler wissen. Sie werfen BitGrail vor, sie weder über einen bereits im Oktober 2017 entdeckten kritischen Softwarefehler noch über die Insolvenz ihrer Börse rechtzeitig informiert zu haben. Seit dem 9. Februar habe BitGrail jegliche Kommunikation zu Nano abgebrochen. Die genauen Details des Hacks sind Nano immer noch unbekannt, da sie keine Einsicht in das System der Börse haben.

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Nutzer müssen Verzichterklärung unterzeichnen

Wer nun seine Entschädigung in Form von BGS einlösen möchte, muss vorher eine Erklärung unterschreiben, in der man auf jegliche rechtlichen Schritte gegen BitGrail verzichtet. Ob dies dem Vertrauensgewinn hilft, ist fraglich, besonders da der angeschlagene Handelsplatz seine Rückzahlung aus zukünftigen Profiten finanzieren will.

Die Stellungnahmen zur Entschädigung hat BitGrail in Form eines italienischsprachigen Memos an eine Telegram-Gruppe von Betroffenen gesendet. „The Bomber” Firano hat der Veröffentlichung nicht zugestimmt, nur einer zusammengefassten Übersetzung, die nun als Google-Dokument online steht. Das gesamte Vorgehen von Firano könnte sich am Ende als selbstschädigend herausstellen. Wie der Konflikt zwischen BitGrail, Nano und den Betroffenen weitergeht, wird sich in den nächsten Wochen zeigen.

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