Nach Kritik an Handelsvolumen: Coinmarketcap überarbeitet Ranking-Bedingungen

David Scheider

von David Scheider

Am · Lesezeit: 2 Minuten

David Scheider

Kryptowährungen sind Davids Leidenschaft. Deshalb studiert er jetzt Digital Currency an der Universität Nicosia – und schreibt nebenher für BTC-ECHO. Von Bitcoin hält David einiges, vom allgemeine Hype um die Blockchain-Technologie eher weniger.

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Coinmarketcap kündigt verbesserte Listing-Kriterien an. Damit reagiert der wichtigste Kursindex für Kryptowährungen wie Bitcoin auf kritische Stimmen, die Coinmarketcap eine Verzerrung des Rankings vorgeworfen hatten.

Die Kritik, die Beobachter jüngst an Coinmarketcap geäußert hatten, findet einen Widerhall. Denn wie das Unternehmen am 30. August in einer Mitteilung bekannt gab, überarbeitet Coinmarketcap seine Ranking-Metriken. Damit reagiert die Kurs-Website auf Probleme, die im Zuge der Umstellung auf neue Listing-Methodologien entstanden sind. Schließlich sind einzelne Krypto-Werte um bis zu 1.000 Stellen innerhalb des Rankings gefallen, nachdem das Unternehmen die Kriterien angepasst hatte.

Aufgrund der Segmentierungslogik dieser Änderung sanken einige Krypto-Assets, die die Kriterien nicht erfüllten, stärker als beabsichtigt. Im Extremfall fiel ein Krypto-Asset um 1.000 Ränge,

heißt es in der Pressemitteilung vom 30. August.

Ab dem heutigen Montag will Coinmarketcap eine abermals überarbeitete Methodologie implementieren, um so eine faire Darstellung aller Krypto-Assets zu gewährleisten.

Der Teufel steckt im Detail

Bereits im Juni dieses Jahres hatte das Unternehmen angekündigt, in Sachen Marktkapitalisierung und Volumen nur noch reinen Wein einschenken zu wollen. Schließlich war im Vorfeld kritisiert worden, dass sich Coinmarketcap bei der Wiedergabe von Handelsvolumen und Marktkapitalisierung auf fälschlich dargestellte Zahlen berufe. Die Diskrepanzen waren mitunter gewaltig. Verglichen mit dem Konkurrenzdienst Openmarketcap, der eigenen Angaben zufolge das tatsächliche Handelsvolumen spiegelt, offenbaren sich mithin Unterschiede von bis zu 90 Prozent. Anders gesagt: Coinmarketcap galt nicht als verlässliches Medium, das im Hinblick auf Volumina ein genaues Bild vom Status quo zeichnen konnte.

In Sachen Volumen konnte Coinmarketcap indes auch im Zuge der Umstellung noch nicht liefern. Und so kündigt man in der jüngsten Meldung an, während des bald stattfindenden sogenannten „DATA roundtable“ um Lösungen des Problems ringen zu wollen.

Wie bereits während unseres ersten DATA roundtables vorgestellt, werden wir neue, auf Liquidität basierende Kennzahlen veröffentlichen, um den aktuellen Bedenken hinsichtlich überhöhter Volumina Rechnung zu tragen. […] Wir erkennen die Grenzen der Verwendung von Volumen als Kennzahl an. Wir werden aktiv daran arbeiten, die Wettbewerbsbedingungen mit liquiditätsbasierten Kennzahlen zu verbessern.

Diese „liquiditätsbasierten Kennzahlen“, wie Coinmarketcap den neuen Ansatz getauft hat, sollen am 12. November dieses Jahres an den Start gehen. Unter anderem will das Unternehmen das Volumen dadurch fair, objektiv und nicht anfechtbar wiedergeben.


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