Mysteriöse riesige BTC-Transaktionen verlangsamen Bitcoin-Netzwerk

Dr. Philipp Giese

von Dr. Philipp Giese

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Dr. Philipp Giese

Dr. Philipp Giese arbeitet als Chief Analyst für BTC-ECHO und ist auf die Bereiche Chartanalyse und Technologie spezialisiert. Der promovierte Physiker kann dabei auf jahrelange Berufserfahrung als technologischer Berater zurückgreifen. Zudem ist er zentraler Ansprechpartner im Discord-Channel von BTC-ECHO und pflegt als Speaker und Interviewer den Austausch mit Startups, Entwicklern und Visionären.

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Seit 2016 gibt es alle fünf Sekunden große Bitcoin-Transaktionen mit unbekanntem Ursprung.

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 30. Juni 2019 05:06 Uhr von Mark Preuss

Freunde und Kritiker von Bitcoin kennen ein Problem, welches gerne mit dem Begriff “Blocksize Debatte” subsumiert wird. Kurzgefasst: Die Block-Größe von 1MB setzt ein Limit, wie viele BTC-Transaktionen in einen Block zusammengefasst und damit bestätigt werden können – eine solche Bestätigung ist für Verkäufer die Garantie, dass das Geld überwiesen wurde.

Je mehr Leute jedoch Bitcoin nutzen, desto schneller wird dieses Limit erreicht. Es braucht also längere Zeit, bis eine Transaktion bestätigt werden kann. Da Transaktionsgebühren im Bitcoin-Netzwerk frei wählbar sind und an die Miner ausgeschüttet werden hat sich hier ein kleiner Markt gebildet, so dass mit mehr Transaktionen die Transaktionsgebühren, die eine möglichst schnelle Verarbeitung garantieren, steigen.

Das stört anscheinend jemanden nicht besonders, der nun seit Dezember letzten Jahres einen gigantischen Betrag in Bitcoin – mindestens 400 BTC – hin und herschiebt; und das bis heute morgen quasi im fünf-Sekunden-Takt. Man muss sich hier vor Augen halten, dass mehr als 30.000 USD allein an Transaktionsgebühren ausgegeben wurden.


Niemand weiß, wer dahintersteckt, man vermutet einen Angriff auf das Netzwerk: Mit dieser Unmenge an Transaktionen wird für eine Unmenge an Transaktionen gesorgt, die alle in Blöcken zusammengefasst werden müssen – es führt also zu einer weiteren Verlangsamung des Netzwerkes und wahrscheinlich auch zu einem Anstieg der Gebühren.

An sich existiert seitens des Bitcoin Core Client ein Tool, was eine sinnvolle Transaktionsgebühr ermitteln soll – der jedoch bei einem so großen Transaktionsspam nicht hilft.

BTC-Transaktionen als Spam – wer kann dahinter stecken?

Möglicherweise möchte ein Miner die Gebühren anheben. Das eigene Investment an Gebühren würde er durch generell höhere Gebühren mehr als wieder zurückerhalten. Langfristig wird er das jedoch nicht tun können – steigende Gebühren stehen einem weiteren Wachstum und einer weiteren Adoption von Bitcoin im Wege.

Andere wollen Bitcoin Unlimited-Unterstützern oder gar Peter Todd den schwarzen Peter zuschieben – hier handelt es sich ohnehin um Leute, die offen Bitcoin Core hinsichtlich der Blocksize kritisieren. Es wird also unterstellt, dass diese Gruppen so eine Situation schaffen wollen, die Leuten die Schwächen vom aktuellen Blocksize Limit auf schmerzhafte Weise klar macht.

Eine Variante dieser These ist, dass Anhänger anderer Altcoins – DASH wäre hier ein Kandidat – das Bitcoin-System in schlechtes Licht rücken wollen.

Dies wird natürlich umgekehrt als eine Unterstellung gesehen, so dass aktuell nicht gesagt werden kann, wer dahinter steckt. Aktuell scheint der Transaktions-Spammer jedoch immerhin sein Werk unterbrochen zu haben.

BTC-ECHO

Englische Originalversion von JP Butinx via newsbtc


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