Bitcoin-Mining-Fabrik KryptoVault: Auf Bombendrohung folgt Schließung?

Lars Sobiraj

von Lars Sobiraj

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Lars Sobiraj

Lars Sobiraj fing im Jahr 2000 an, als Quereinsteiger für verschiedene Computerzeitschriften tätig zu sein. 2006 kamen neben gulli.com noch zahlreiche andere Online-Magazine dazu. Außerdem bringt Lars Sobiraj seit 2014 an der Kölner Hochschule Fresenius Studenten für Sustainable Marketing & Leadership (M.A.) den Umgang mit dem Internet und sozialen Netzwerken bei.

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Quelle: shutterstock

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Das Mining-Unternehmen KryptoVault nördlich von Oslo könnte von der Stadtverwaltung dazu gezwungen werden, zu schließen, bis alle erforderlichen Genehmigungen vorliegen. Wahrscheinlich hat einer der Nachbarn aufgrund der anhaltenden Lärmbelästigung durch die Lüfter eine Bombendrohung an die Betreiber geschickt. Dadurch wurden die Beamten auf den Anbieter aufmerksam.

KryptoVault bietet seinen Kunden sowohl in der Provinz Hordaland als auch in der Kleinstadt Hønefoss im Süden Norwegens verschiedene Dienstleistungen an. Die Fabrikhallen dienen beispielsweise als Datencenter für Webhosting. Darin werden außerdem Kryptowährungen geschürft, was nach Medienangaben mit bis zu 40 Megawatt zu Buche schlagen soll. Alleine in Hønefoss verlangen zirka 9.500 Mining-Einheiten nach Frischluft.

Lüfter von KryptoVault ruinieren Anwohnern den Sommer

Wie die norwegische Ausgabe des News-Portals „The Local“ berichtet, fühlen sich die Nachbarn von der ehemaligen Papierfabrik gestört. Seit April nutzt man das Fabrikgebäude in Hønefoss wieder. Schon nach vier Monaten erhielt die Betreibergesellschaft eine Bombendrohung. Ein Nachbar sagte der Wirtschaftszeitung „Dagens Næringsliv“, dass die Lüfter pausenlos im Einsatz seien. Das habe seinen Sommer regelrecht „ruiniert“. Trotz der extremen Temperaturen sahen sich die Anwohner aufgrund der Lärmbelästigung dazu gezwungen, ihre Fenster zu schließen. Andere Nachbarn verlegten ihre Schlafzimmer, um dem „unerbittlichen Lärm“ zu entkommen.

Die Bombendrohung könnte aber noch eine andere Folge haben. Nach Medienangaben könnte es dazu kommen, dass die Stadtverwaltung der Provinzstadt die Fabrik schließt, bis alle notwendigen Genehmigungen vorliegen. Angeblich sei die Gemeinde bereits zu dem Urteil gelangt, dass das Unternehmen momentan illegal operiert. KryptoVault-CEO Stig R. Myrseth gab gegenüber „The Local“ bekannt, dass ihm zum Zeitpunkt der Übernahme des Geländes alle erforderlichen Genehmigungen vorgelegen haben. Er habe nun alle fehlenden Papiere beantragt. Das Unternehmen habe außerdem laut Myrseth in Lärmschutzanlagen investiert, um das Rauschen der Lüfter von 60 auf unter 45 Dezibel zu drücken.

Mining so laut wie eine Nähmaschine

Der Geräuschpegel von 60 Dezibel (dB) ist in etwa vergleichbar mit einer Nähmaschine oder dem Gespräch einer Gruppe Menschen. Bereits bei dieser Lautstärke wird der menschliche Körper während des Schlafs zu Stressreaktionen angeregt. In Deutschland sind in reinen Wohngebieten nachts maximal 35 dB erlaubt. In Mischgebieten sind es zwischen 22 Uhr Abends und 6 Uhr morgens 10 dB mehr.

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