Miner nutzen Boeing-747 um Grafikkarten pünktlich einzufliegen

Quelle: Nordroden via Shutterstock

Miner nutzen Boeing-747 um Grafikkarten pünktlich einzufliegen

In der Entwicklung schien AMD innerhalb der Gamer-Szene in den letzten Jahren hinter seinen Konkurrenten Nvidia zu fallen. Doch mit dem neuen “Goldgräber-Rausch” bei Ethereum wuchs die Aktie von AMD Ende Juli nochmal um satte 11% und konnte innerhalb eines Jahres ein Wachstum von 152% verbuchen.
Zeit ist Geld

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Pro Tag können Miner 36.000 neue Ether durch Mining generieren. Bei der Lieferung der Karten auf Containerschiffe zu vertrauen würde zu lange dauern. Bei einem Preis von 200 US-Dollar pro Tag stehen also rund 7,2 Millionen US-Dollar in Ether auf dem Spiel.

Der harte Wettbewerb ist kein Wunder: seit letztem Jahr stieg der Preis von rund 10 US-Dollar auf teilweise über 400 US-Dollar im Juni diesen Jahres. Umgerechnet hat sich der Ertrag für Miner zeitweise vervierzigfacht.

Genesis Mining soll jetzt Boeing-747 Flugzeuge angemietet haben, um die Grafikkarten zu den Rechenzentren fliegen zu lassen. Zwar vervielfachte sich der Preis für Ether, doch in der Zwischenzeit blieb der Hardware-Preis relativ stabil – bis Händler Lieferschwierigkeiten bekamen.

Nvidias Teil vom Kuchen

Nach Lieferengpässen bei AMD profitierte dann auch Nvidia von Krypto-Minern – zu ungunsten der Gamer. So kostet eine Nvidia GeForce GTX 1070 nun 470 Euro! Die GeForce 1060 gibt es jedoch auch erst für einen stolzen Preis von 360 Euro. Wer sich also nun einen neuen PC zusammenstellen möchte, der dürfte nun tief in die Taschen greifen.

Wann dieser Ansturm auf die Grafikkarten ein Ende hat, weiß man derzeit noch nicht. AMD hat sich bereits dazu geäußert, dass Kryptowährungen nicht auf der Unternehmensagenda stehen – man glaube nicht, dass sie ein langfristiger Wachstumstreiber seien.

BTC-ECHO

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