Mexiko: Western Union verliert an Wert – Bitcoin boomt

Mark Preuss

von Mark Preuss

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Mark Preuss

Mark Preuss ist Gründer und Geschäftsführer von BTC-ECHO. Nach seinem Wirtschaftsstudium in den Niederlanden und in China führten ihn verschiedene berufliche Stationen im Finanzwesen zunächst in die Schweiz und schließlich nach Düsseldorf. Schon früh begeisterte er sich für digitale Währungen und die Blockchain-Technologie. In Ermangelung einer Anlaufstelle im deutschsprachigen Raum entschied sich Mark schließlich Ende 2013 dazu, mit BTC-ECHO eine eigene Medienplattform zu digitalen Währungen und Blockchain ins Leben zu rufen. Seither hat er BTC-ECHO zur reichweitenstärksten deutschsprachigen Plattform für Kryptowährungen entwickelt.

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Quelle: Boxkampf - USA gegen Mexiko

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Nachdem der mexikanische Präsident Enrique Peña Nieto das Treffen mit dem neuen US-Präsidenten Donald Drump abgesagt hatte, fiel der Aktienkurs des Zahlungsanbieters Western Union prompt um einige Prozentpunkte – weniger national anfällige Zahlungssysteme wie Bitcoin hingegen trafen auf wachsende Beliebtheit.

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 30. Juni 2019 05:06 Uhr von Mark Preuss

Nach der Ankündigung Trumps mit dem Bau der Grenzmauer zwischen den USA und Mexiko beginnen zu wollen und diese durch einen Zoll von 20% auf mexikanische Importe zu finanzieren, sagte Peña Nieto das geplante Treffen der beiden Staatsoberhäupter ab. Der Konflikt zwischen den beiden eng verwurzelten Handelspartern löste eine wirtschaftliche Schockwelle aus, die auch nicht den bekannten Überweisungsdienstleister Western Union unverschont zurück ließ.

Bitcoin als Safe Haven für schwächelnden Peso

Nach der Absage des Trump Treffens fiel der ohnehin schon angeschlagene Peso gegenüber dem US-Dollar um mehr als 1 Prozent. Investitionen in digitale Währungen wie Bitcoin können den Investoren dabei helfen, diese negativen Auswirkungen zu lindern.

Marco Montes Neri, Mitgründer des Cross-Border Zahlungsdienstleisters Saldo.mx sagt die Technologie sei noch nicht “ausgereift” für einen massentauglichen Safe Haven, betonte zugleich aber auch den Stellenwert von digitalen Währungen als nicht-staatliche Grundlage:

“Die Realität zeigt, dass die Akzeptanz noch nicht soweit fortgeschritten ist, dass Regierungen eingreifen um Klarheit zu schaffen, oder das Unternehmen die Möglichkeit haben, große Teile ihres Vermögens in digitale Währungen anzulegen. Das zeigt uns wie wichtig es zukünftig sein wird darüber nachzudenken, herkömmliche nationale Volkswirtschaften durch  Cluster-Volkswirtschaften zu ersetzen. Nationale Volkswirtschaften werden zunehmend mehr zu einer Bedrohung für Unternehmen.”


Jose Rodriguez von der mexikanischen Börse für digitale Währungen Bitso sieht Bitcoin als Zufluchtsort für Mexikaner um dem Wertverlust des mexikanischen Pesos zu entkommen: “Sollten die angekündigten Maßnahmen tatsächlich in Kraft treten, werden sich viele Mexikaner nach alternativen Währungen umschauen. Die Vergangenheit hat uns bereits gezeigt, dass beispielsweise Bitcoin zu Zeiten wirtschaftliche Instabilität und politische Probleme einen beliebten Zufluchtsort bietet. Bitcoin gibt den Menschen die Freiheit zurück, ihr Geld frei bewegen zu können.”

Das Interesse an digitalen Währungen steigt in Mexiko

Als Reaktion auf die wirtschaftlichen Probleme, die sich Mexiko jetzt und in Zukunft ausgesetzt sieht, gewinnen alternative Währungen Rodriguez zufolge zunehmend an Beliebtheit:

“Die Leute sehen in Bitcoin eine Möglichkeit den Wert zu bewahren.  Innerhalb der vergangenen zwei Jahre hat der Peso gegenüber dem US-Dollar um 50% an Wert verloren. Jede neuen Ankündigung Trumps kann das Einkommen der Mexikaner verringern und den Peso weiter in den Keller drücken.”

Seit den US-Wahlen steigt das Interesse an Bitcoin. Die Handelsplattform Localbitcoins verbuchte am mexikanischen Markt bereits einen starken Anstieg im Handelsvolumen. Auch die Handelsplattform Bitso profitierte bereits von den Trump Parolen:

“Die Leute erkundigen sich in Foren und Communities über Bitcoin. Sie wollen wissen wie sie internationale Zahlungen über Bitcoin abwickeln oder darin investieren können. Herkömmliche Überweisungsmethoden werden stark besteuert oder gar komplett eingestellt.”

BTC-ECHO

Englische Originalfassung via Cointelegraph


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