Meinungs-ECHO KW33 – Ein Bitcoin-Kurs macht noch keinen Bitcoin

Christopher Klee

von Christopher Klee

Am · Lesezeit: 4 Minuten

Christopher Klee

Christopher Klee hat Literatur- und Medienwissenschaften sowie Informatik an der Universität Konstanz studiert. Seit 2017 beschäftigt sich Christopher mit den technischen und politischen Auswirkungen der Krypto-Ökonomie.

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Der Bitcoin-Kurs kann sich Tage nach einem Dip unter die 6.000-US-Dollar-Marke wieder stabil über derselben halten. Viele der Kommentatoren erkennen nun die Gelegenheit zum Bitcoin-Kauf. Andere sehen die Talfahrt von seinem Allzeithoch im Dezember 2017 noch nicht beendet. Das Meinungs-ECHO für die Kalenderwoche 33.
Anwendung sticht Bitcoin-Kurs


Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 26. Mai 2019 05:05 Uhr von Phillip Horch

Anwendung sticht Bitcoin-Kurs

Melten Demirors findet es problematisch, Bitcoin nur anhand seines Kursverlaufs zu beurteilen. Die Chefstrategin bei Coinshare, einem Vermögensverwalter für digitale Assets, schlägt auf CNBC einen alternativen Maßstab zur Bewertung der Kryptowährung vor: den Grad der Adaption. Sowohl institutionelle als auch private Investoren sollten ihr Augenmerk weniger auf den aktuellen Kurs, als vielmehr  auf das Ausmaß der Nutzung der digitalen Währung richten. Zwar sei noch nicht sicher, ob oder wann der Bitcoin-Kurs wieder an Wert gewinne. Doch stehe er wohl kurz davor, eine „echte Zugkraft“ („real traction“) zu entwickeln.

Vergleiche zwischen Kryptowährungen und der Internetblase der 90er-Jahre haben schon viele gezogen, vor allem wenn es um das Platzen dieser Blase geht. Auch Demirors bemüht diesen Vergleich, betont dabei jedoch einen anderen Aspekt: die technische Innovationskraft. Technologien, die einen Paradigmenwechsel einläuten, bräuchten immer etwas Zeit, um Fahrt aufzunehmen. So sei es auch Intel, Microsoft & Co. zu Zeiten der Dotcom-Blase ergangen. So habe Amazon neun Jahre gebraucht, um sich vom Platzen der Dotcom-Blase zu erholen. Bei Microsoft hätte es fast doppelt so lange gedauert.

„Permabulle“ prophezeit Postkapitalismus

Die massive Kursrallye von Bitcoin und anderen Kryptowährungen im Dezember 2017 schreibt Demirors der altbekannten Angst davor, etwas verpassen zu können, (Fear of Missing Out, FOMO), zu. Nun würden echte Geschäftsmodelle mit relevanten Anwendungsfällen entwickelt, so Demirors weiter. Jetzt, da das institutionelle Interesse am bzw. im Kryptospace wachse, könne die Zeit des Bitcoins gekommen sein. Wenn da nur nicht das missglückte Narrativ von seiner Untauglichkeit als Wertaufbewahrungsmittel wäre.

Auch Dan Morehead, CEO von Kryptofinanzdienstleister Pantera Capital, sieht den Bitcoin-Kurs noch lange nicht am Ende:

„Es ist sehr wahrscheinlich, dass es der Tiefpunkt für die Industrie ist. Meine übliche Ansicht ist, dass er wieder zu seinem Trend zurückkehren wird“,

sagte Morehead laut CCN auf einer Konferenz für ICOs und digitale Assets am 14. August. Dort schwärme er auch von der Blockchain als „aymmetrischstem Risiko-Nutzen-Handel“, den er je gesehen habe. Man könne nicht alles verlieren und der Bitcoin habe das Potenzial einer 25-fachen Kurssteigerung. So etwas hätten andere Investmentgelegenheiten nicht zu bieten.

Obwohl Morehead hier durch die eiskalte Investorenbrille auf Kryptowährungen blickt, sieht er keinen Widerspruch darin, gleichzeitig über das bevorstehende „postkapitalistische Zeitalter“ zu philosophieren. Auch die Altcoins könnten von einem Short Squeeze des Bitcoin profitieren.

„In den letzten 60 Tagen war Bitcoin wirklich führend – viel davon hatte mit der Spekulation über einen ETF zu tun. Aber heute konnte man beobachten, dass Ethereum […] gefallen ist, während so ein Coin wie Stellar Lumens sich immer noch wacker schlägt. Ein durch einen Short Squeeze verursachten 10-, 15-prozentiger Bitcoin-Kursanstieg sollte auch die anderen wieder nach oben hieven.“

„B. K.“ trägt eben nicht umsonst den Titel eines „Permabullen“.

Altcoindämmerung

Ted Rogers sieht für die meisten Altcoins keine Zukunft.

„Wir könnten uns inmitten des Aussterbens von „Kryptoassets“ befinden, das viele Maximalisten vorausgesagt haben. Über 90 Prozent der CoinMarketCap-Liste wird irgendwann verschwinden – könnte auch jetzt passieren“,

twitterte der Präsident des Wallet-Anbieters Xapo am 14. August.

Der niedrige Bitcoin-Kurs sei indes eine ideale Gelegenheit, um zu investieren.

Nicht alle sind so optimisisch, wenn es um die Zukunft der Mutter aller Kryptowährungen geht. Im Gegensatz zu seinem TV-Kollegen Brian Kelly sieht CNBC-Moderator Jim Cramer die Sonne für Bitcoin untergehen.

„Ich glaube, das Blatt hat sich gegen ihn gewendet. […] Ich sage nicht, dass seine Zeit abgelaufen ist, aber ich habe da eine Ahnung, dass die Bitcoin-Sonne untergeht.“

Cramer kann sich gut vorstellen, dass sich der Bitcoin-Kurs zwischen 800 und 1.000 US-Dollar einpendelt.

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