Meinungs-ECHO KW29: Die Theorie des größeren Narren

Christopher Klee

von Christopher Klee

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Christopher Klee

Christopher Klee hat Literatur- und Medienwissenschaften sowie Informatik an der Universität Konstanz studiert. Seit 2017 beschäftigt sich Christopher mit den technischen und politischen Auswirkungen der Krypto-Ökonomie.

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Quelle: Midsection of businessman covering crystal ball at wooden table via shutterstock

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Der plötzliche Kursanstieg des BTC hat diese Woche die Diskussionslandschaft im Kryptospace dominiert. Wo die einen eindeutige Indizien für einen Bärenmarkt sehen, mahnen andere zur Vorsicht. Das BTC-ECHO Meinungs-Echo in der KW 28.
Die Theorie des größeren Narren

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 30. Juni 2019 05:06 Uhr von Christopher Klee

Die Theorie des größeren Narren

Den Auftakt des dieswöchigen Meinungsrückblicks macht mit Howard Marks ein ausgemachter Kryptogegner. Der milliardenschwere Investor prophezeit Bitcoin eine düstere Zukunft:

„Auf lange Sicht wird sich zeigen, dass er keine Substanz hat“,

orakelte er auf dem US-amerikanischen Fernsehsender CNBC (Spoilerwarnung: Der Sender wird heute noch häufiger vorkommen). Die Leute kauften Bitcoin nicht wegen „irgendwelcher intrinsischen Vorzüge“, so Marks weiter. Der einzige Grund, warum Bitcoin gekauft würde, sei die Hoffnung auf einen Verkauf mit Gewinn. Marks hat auch einen Namen für dieses Gebaren:

„Als ich noch ein Kind war, nannten wir sowas ‚die Theorie des größeren Narren‘.“

Howard Marks scheint sich also schon früh mit Investmentthemen auseinander gesetzt zu haben.


Krypto-Investor Barry Silbert sah die Sache mit dem Kursanstieg naturgemäß anders:

„Wenn der Vorsitzende der Fed negative Dinge über Bitcoin sagt, und Howard Marks [der Co-Vorsitzende von Oaktree Capital] negative Dinge über Bitcoin sagt, und Ken Griffin [der Gründer und CEO von Citadel] negative Dinge über Bitcoin sagt, und Bitcoin bewegt sich nicht, denke ich, das ist ein bullishes Zeichen“,

sagte der Gründer der Digital Currency Group gestern auf CNBC.

McAfee: Not impressed… yet

Etwas vorsichtiger äußerte sich – tatsächlich – John McAfee zu dem BTC-Kursanstieg. Von diesem zeigte sich das Enfant terrible der Kryptoszene auf Twitter wenig beeindruckt. McAfee forderte zehn solcher Kursanstiege, bis man von einem Bullenmarkt reden könne. Dieser sei aber unweigerlich im Anmarsch.

Arthur Hayes indes traut dem Braten erst, wenn die 5.000-US-Dollar-Marke noch einmal getestet würde. In der Zwischenzeit hält der BitMEX-CEO Kursanstiege bis knapp an die 10.000-US-Dollar-Grenze für möglich.

„Wir waren schon einmal an diesem Punkt, als der Kurs von 5.800 US-Dollar bis in die hohe 9.000 Us-Dollar-Region gestiegen ist, aber die 10.000er-Marke nicht ganz geknackt hat. Ich glaube, so etwas ähnliches wird diesmal wieder passieren. Ich würde gerne sehen, dass die 5.000-US-Dollar-Marke getestet wird. Dann können wir sehen, ob sich dort wirklich ein Boden gebildet hat“,

sagte Hayes in der Sendung „Fast Money“ auf CNBC.

Auch Jeremy Allaire blickte diese Woche in die Zukunft und er sah – Ethereum. Die Schöpfung des Wunderknaben Vitalik Buterin könnte dafür sorgen, dass Blockchain und Kryptowährungen eines Tages „so verbreitet sein [werden,] wie das Internet heute“, sagte Allaire gegenüber CNBC. Sein Optimismus ist auch beruflich bedingt: Allaire leitet mit Circle nämlich selbst ein Unternehmen, das von der Blockchain-Technologie Gebrauch macht und Zahlungsdienstleistungen für Besitzer von Kryptowährungen anbietet.

Was die Glaskugel zeigt, hängt eben auch von dem Zimmer ab, in dem sie steht.

BTC-ECHO


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