Bitcoin, Meinungs-ECHO: Die Bitcoin Community im Bann der Rallye

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Meinungs-ECHO: Die Bitcoin Community im Bann der Rallye

Natürlich ließen die jüngsten Kursrallyes auch die stoischsten Hodler nicht kalt. Wie so häufig nach Kursanstiegen der Fall, kursierten auch vergangene Woche die wildesten Theorien und Kursziele im Netz. 

Glücklicherweise gibt es auch im überhitzten Krypto-Markt noch rationale Akteure. Wir haben die interessantesten Verlautbarungen der Szene zusammengefasst. Herzlich willkommen zum Meinungs-ECHO.

Tone Vays: Zentralbanken werden Bitcoin halten

Tone Vays, Ex-Wallstreet-Trader bei J.P. Morgan und Bear Stearns, gehört zu den einflussreichsten Stimmen im Bitcoin-Kosmos. Das Medienportal Cryptoglobe hat den Early Adopter zum Interview getroffen.

Die Frage, ob er sich vorstellen könnte, dass Zentralbanken jemals Bitcoin halten oder Nationalstaaten BTC gar als gesetzliche Währung einführen könnten, bejahte der YouTuber:

Ja, ich glaube, dass zu meinen Lebzeiten beide Ereignisse eine Wahrscheinlichkeit von mehr als 50 Prozent haben. Einer der Gründe, warum ich meine Bitcoin auch im Bärenmarkt weiterhin hodl.

Tone Vays

Ende 2019 erwartet Vays übrigens einen Bitcoin-Kurs von 5.000 US-Dollar.

Erik Voorhees erklärt, wie Märkte funktionieren


Bitcoin, Meinungs-ECHO: Die Bitcoin Community im Bann der Rallye
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Shapeshift-CEO Erik Voorhees spielt indes den Rallye-Erklärbär. Wieso Bitcoin dazu tendiert, extreme Kursänderungen in kurzer Zeit hinzulegen, liegt demnach an der Rationalität der Marktteilnehmer:

Ein Asset wie Bitcoin kann nicht über Jahre hinweg stetig steigen, wenn die Akzeptanz wächst. Denn wenn die Vermögenswerte in XX Monaten um beispielsweise 5 Prozent pro Monat steigen, werden rationale Akteure diesem Wachstum vorgreifen und unvermeidliche Blasen verursachen. Es gibt keinen anderen Weg.

Erik Voorhees

Brian Kelly: „Kursziel 6.000 US-Dollar“

Ein wenig Glaskugel gehört in jedes gut sortierte Meinungs-ECHO. Heute darf Brian Kelly in die Zukunft blicken. Gegenüber dem Nachrichtenportal CNBC sagte der Gründer und CEO von BKCM:

Alle Indikatoren, die uns vorliegen – ob Fundamentaldaten, technische Daten oder die quantitative Analyse, die wir durchführen – deuten darauf hin, dass wir wahrscheinlich einen Boden gefunden haben. […] Ein vernünftiges Kursziel liegt wohl bei 6.000 US-Dollar.

Brian Kelly

CZ streut FOMO

„Reichlich Geld ist bereit, in den Markt zu springen und das im FOMO-Modus“, twittert der Binance-Chef unterdessen.

Jeder wird in Krypto [investiert sein]. Bleibt nicht zurück!

Dass Aussagen wie diese allerdings die Pferde eher scheu machen und Changpeng Zhao als CEO der größten Bitcoin-Börse der Welt nicht ganz unabhängig in seinen Ratschlägen ist, weiß er aber sicher selbst.

Breaking: Kryptowährungen für Terrorismusfinanzierung ungeeignet

Wer das noch nicht gewusst hat, kann sich eigenständig bei der Lektüre des neuesten Berichts der RAND Corporation davon überzeugen. Die Kernaussage: Derzeit gibt es keine konkreten Anhaltspunkte, dass terroristische Vereinigungen auf Bitcoin & Co. zurückgreifen, um ihre Machenschaften zu finanzieren.

Zukünftige Regularien dürften dafür sorgen, dass das vorerst auch so bleibt. Den vollständigen Bericht mit dem Titel: „Terrorist Use of Cryptocurrencies: Technical and Organizational Barriers and Future Threats“ findet ihr hier.

Tuur Demeester: Bitcoin wird erwachsen

In der neuesten Ausgabe des Stephan-Livera-Podcast war Adamant-Capital-CEO Tuur Demeester zu Gast. Thema war natürlich Bitcoin und wie Anleger mit der Kryptowährung Nr. 1 umgehen sollten.

Bitcoin wird „langsam erwachsen […].“ Man könne den Wandel zu einem „legitimen Reserve Asset, einem vollwertigen digitalen Gold und einem regelrechten Geldmittel“ beobachten.

Wenn das mal keine bullishen Frühlingstöne sind.

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