Meinungen zum fallenden Bitcoin-Kurs

Phillip Horch

von Phillip Horch

Am · Lesezeit: 5 Minuten

Phillip Horch

Phillip Horch ist Chef vom Dienst von BTC-ECHO und für die Strukturierung und Planung der redaktionellen Inhalte verantwortlich. Er ist Diplom-Journalist und hat einen Master-Abschluss in Literatur-Kunst-Medien.

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Quelle: Newspapers folded and stacked via shutterstock

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Der Bitcoin-Kurs fällt, die Medienwelt berichtet – man kennt das bereits. Wir haben uns im Zuge des aktuellen Kurssturzes ein wenig für euch umgeschaut. 

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 30. Juni 2019 05:06 Uhr von Mark Preuss

Momentan ist der Bitcoin-Kurs und dessen Verfall mal wieder in aller Munde. In der internationalen Rundschau trifft man auf altbekannte Meinungen, Neues ist Mangelware.

Die Meinungen zum fallenden Bitcoin-Kurs im Überblick

Deutschland

ARD

Bitcoin: “Werden wohl noch die 5.000 Dollar sehen”

„Also, ich finde die derzeitige Korrektur dringend notwendig, gesund und auch nicht unerwartet. […] Wir müssen uns jetzt mal wieder an den Grundgedanken der Kryptowährungen zurückerinnern, warum es sie überhaupt gibt und wofür sie gebraucht werden. Gerade die Punkte schnelle und kostengünstige Transaktionen sind ja derzeit nicht so ausgeprägt, wie es ursprünglich mal gedacht war […].“

Oswald Sacher im Interview mit der ARD


Frankfurter Allgemeine Zeitung

Bitcoin fällt unter 6.000 Dollar

„Die Meinungen zu diesen Anlageformen gehen grundsätzlich stark auseinander: Befürworter preisen den technischen Fortschritt und schätzen die Unabhängigkeit von staatlicher Kontrolle. Kritiker monieren, bei Bitcoin und seinen Pendants handele es sich nicht um Währungen im klassischen Sinne, weil zentrale Eigenschaften wie Wertstabilität fehlten. Außerdem wird die hohe Missbrauchsgefahr aufgrund der Anonymität des Zahlungsprozesses moniert.“

Handelsblatt

Bitcoin fällt sechsten Tag in Folge – jetzt nahe 6.000 Dollar

„Auch wenn die Kryptowährungen als Alternative zum bisherigen Zahlungssystem gelten, so zeigt sich, dass sie sich nicht vom Kursrutsch an den Aktienmärkten lösen können. Als „sicherer Hafen“ haben sie in den vergangenen Tagen nicht gegolten.“

Europa

Le Figaro

Bitcoin setzt seinen Fall fort, fällt unter 6.400 Dollar

„Der Rückgang von Bitcoin „ist hauptsächlich (…) dem Willen der chinesischen Behörden zu verdanken, die Regeln für die Kryptowährungen zu verstärken”, bestätigte AFP Daisuke Yasaku vom Forschungsinstitut Daiwa.“

Neue Zürcher Zeitung

Der Bitcoin fällt, wie er aufgestiegen ist

„Die Naivität von Investoren und Plattformen ist auch in der Abwärtsbewegung symptomatisch. Nach wie vor sind verbindliche Daten über Volumen, Kosten und Kursniveau Mangelware.“

El Pais

Die Zentralbanken sehen im Bitcoin eine Mischung aus einer Blase, Betrug, Ponzi und einer Umweltkatastrophe

“Die Bitcoin-Welt wird ihre Strategie überdenken und einen Weg finden müssen, die Währung zu unterstützen. Ich denke, dass nach den geltenden Vorschriften mehr Vertrauen in die Kryptowährung herrscht und der Preis wieder steigen wird. Was diese Welt erlebt, sind Probleme, die typisch für einen Moment des Wachstums sind.”

Michael Collins von GN Compass, E-Mail-Statement

The Guardian

Bitcoin-Preis fällt unter 6.000 US-Dollar, während Banker ein hartes Durchgreifen fordern

„Bitcoin wird von keiner Zentralbank anerkannt und erlaubt es Menschen, Banken und traditionellen Zahlungsmethoden bei Zahlungsvorgängen zu umgehen.“

Übersee

The Korean Times

Der Bitcoin stürzt bei der Kryptowährungs-Kernschmelze

“Die meisten Kryptowährungsinvestoren in Korea sind junge Menschen in ihren 20ern und 30ern, und einige von ihnen sind mit riesigen Verlusten konfrontiert. Ein Student soll nach solchen Verlusten Selbstmord begangen haben.”

South China Morning Post

Bitcoin bombt unter 7.000 US-Dollar während sich die Verkäufe durch Verbote von Banken und Regulierungsbedenken beschleunigen

„Die Kryptowährung [Bitcoin] hat offenbar Probleme, ihrem Vergleich mit Gold als Wertspeicher nachzukommen – ein Argument, das von ihren Unterstützern immer wieder geäußert wird.“

New York Times

Während die Bitcoin-Blase Luft verliert, treten Fehler und Betrug an die Oberfläche

“Eine Regulierung, idealerweise eine umsichtige und informierte Regulierung, kann helfen. Aber wir müssen vielleicht auch eine große Korrektur vornehmen, um die Dinge wirklich zu säubern. “

Zitat von Fred Wilson, Partner bei Union Square Venture

Stimmen aus der Finanzwelt

„Erst am Montag hatte Mario Draghi, Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), eine Warnung ausgesprochen: „Digitalwährungen sollten als sehr riskante Wertanlagen betrachtet werden“, sagte er vor dem EU-Parlament in Straßburg. Die Bankenaufsicht der EZB untersuche die Risiken der Digitalanlagen. Die Banken der Eurozone hielten jedoch keine relevanten Bestände an Bitcoins, versicherte Draghi.“

(zit. Nach Handelsblatt)

„Was vielleicht ursprünglich als alternatives Zahlungssystem ohne staatliche Beteiligung gedacht war, ist inzwischen eine Mischung aus Blase, Schneeballsystem und einem Desaster für die Umwelt geworden. Es hat immer Versuche gegeben, Geld aus dem Nichts zu schöpfen, und das scheint hier der Fall zu sein. Zentralbanken müssen bereit sein, falls nötig zu intervenieren.“

Augustin Carstens, Generaldirektor Der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ)

Zusammenfassung

Abgesehen von den gewohnten Negativstimmen, waren viele Berichte mit konkreten Aussagen sparsam. Denn schaut man sich die einzelnen Berichte im Detail an, fällt vor allem auf, dass immer wieder mit Zitaten gearbeitet wird. Das zeugt nicht nur davon, dass nicht vorhandene Kompetenzen nach außen verlagert werden. Auffälligerweise wurden vor allem die beiden letztgenannten Äußerungen immer wieder zitiert. Dass es sich vor allem bei der Aussage von Herrn Carstens um eine äußerst undifferenzierte Aussage handelt, muss nicht weiter erklärt werden. Im – zugegebenermaßen unwahrscheinlichen Fall – dass sich Herr Carstens dennoch über Finanzblasen, Schneeballsysteme und Umweltkatastrophen informieren möchte, stehen wir gerne zur Verfügung.

BTC-ECHO


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