Meilenstein: R3 veröffentlicht Corda v1.0

Nach zwei Jahren intensiver Arbeit und einem Investment von mehr als 100 Millionen US-Dollar, konnte der R3-Chefentwickler Richard Gendal Brown jetzt den Release von Corda v1.0 bekannt geben. Mehr als die Hälfte der 100 an dem Projekt beteiligten Unternehmen haben über die vergangenen Jahre hinweg intensiv an Corda geforscht und das Projekt weiterentwickelt.



Corda wurde erstmals im Jahr 2016 als Lösungsansatz für den globalen Transaktionsmarkt internationaler Unternehmen vorgestellt. Über die Zeit hinweg entwickelte sich das Projekt jedoch auch zu einem nützlichen Tool für den Vertragsabschluss zwischen Unternehmen. Mit dem Release der Version 1.0 sind R3 Mitglieder, Partner und Open-Source-Entwickler jetzt erstmals in der Lage, eigene Anwendungen in der Coda Umgebung zu testen und zu entwickeln, ohne dabei von zukünftigen Versions-Updates beeinflusst zu werden.

Brown sagte in einem Interview mit CoinDesk:

“Es ist jetzt viel einfacher Corda zu updaten. Das gibt den Entwicklern mehr Sicherheit und sie können darauf vertrauen, dass ihre Anwendungen auch nach einem Update weiterhin einwandfrei funktionieren.”

Brown sagte zudem, dass R3 jetzt drei Kern-APIs zur Verfügung stellt, die auch mit älteren Versionen von Corda kompatibel sind. Dieses Feature dient insbesondere der Weiterentwicklung dezentraler Apps.

Auch wenn die Kernplattform weiterhin unverändert bleibt, werden die Entwickler des R3-Blockchain-Konsortiums weiter experimentieren und den Code weiterentwickeln.

“Es ist ein wichtiger Meilenstein in Richtung einer rasant wachsenden Community von Entwicklern, die ihre Anwendungen mittels Corda veröffentlichen wollen,” so Brown.

Der Anwender entscheidet welche Informationen ersichtlich sind

Auf der Corda-Plattform können Unternehmen, anders als bei den meisten Blockchain-Projekten, selbst entscheiden, welche Informationen sie mit anderen Nutzern teilen wollen. Gerade dieses Feature lockt viele Banken, Regulatoren und Tech-Unternehmen.

Erst kürzlich haben ein großer britischer Finanzregulator – eine Bankengruppe bestehend aus 11 Banken inklusive BNP Paribas, HSBC, ING und Mizuho – und der Tech-Gigant Hewlett Packard damit begonnen, ihre Anwendungen auf der Corda-Plattform zu entwickeln.

 

BTC-ECHO

Über Mark Preuss

Mark Preuss ist Gründer und Geschäftsführer von BTC-ECHO.
Nach seinem Wirtschaftsstudium in den Niederlanden und in China führten ihn verschiedene berufliche Stationen im Finanzwesen zunächst in die Schweiz und schließlich nach Düsseldorf. Schon früh begeisterte er sich für digitale Währungen und die Blockchain-Technologie. In Ermangelung einer Anlaufstelle im deutschsprachigen Raum entschied sich Mark schließlich Ende 2013 dazu, mit BTC-ECHO eine eigene Medienplattform zu digitalen Währungen und Blockchain ins Leben zu rufen. Seither hat er BTC-ECHO zur reichweitenstärksten deutschsprachigen Plattform für Kryptowährungen entwickelt.

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