Mexikanische Börse führt Auszahlungsgebühr ein – Trader weichen aus

mexikanische Flagge auf Schiefertafel

Die mexikanische Börse Bitso hat eine feste Pflichtgebühr für die Auszahlung von Bitcoins auf 0.0005 BTC gesetzt.



In einem Blog vom 12 Mai kündigte Bitso Operations and Customer Support Manager Paco Martinez die neue Entscheidung an. Der Grund seien die „derzeitig großen Änderungen und dem großen Wachstum, dass Bitcoin innerhalb der letzten Monate durchlaufen hat, welches wiederum zu bedeutend teureren Transaktionsgebühren weltweit führte.“

„Eine solche Handhabung ist relativ normal in der Industrie und viele andere Portfolios und Börsen fordern eine dynamische Gebühr, meist höher als die Kommission die wir bei Bitso einsetzen“, fuhr er fort.

Der Anstieg der Transaktionsgebühr im Bitcoin-Netzwerk im Jahr 2017 brachte mehrere Unternehmen dazu ihre Gebühren neu anzupassen, um sich gegen finanzielle Unsicherheiten aufzustellen.

Eine große Änderung machte unlängst BitPay. Der Zahlungsabwickler setzte seine Mindestzahlungsmenge von 4 Cent auf 1 US-Dollar. Händler können so keine kleineren Zahlungen – oder größere Mikrozahlungen – mehr mit dem Dienst abwickeln.

Bitsos festgelegte Gebühr rechnet sich circa zu 85 US-Cent oder 76 Eurocent um. Die durchschnittliche Transaktionsgebühr im Netzwerk beläuft sich derzeit auf das doppelte mit rund 1,71 US-Dollar oder 1,51 Euro. Das Chart zeigt die durchschnittliche Transaktionsgebühr im Verlauf des letzten Jahres.

Mexikos LocalBitcoins Handelsvolumen scheint währenddessen ein neues Hoch in der letzten Woche erreicht zu haben. Es zeigt, dass die Gebühren der Plattformen eifrige Trader nicht von ihrer Arbeit abgehalten haben.

Daten von CoinDance zeigen, dass sich mehrere Rekordhöhen seit der Woche vom 13. Mai ereignet haben. LocalBitcoins erfährt das größte allgemeine Volumen seit jeher.

Bitso erklärte, dass sie nicht von der Auszahlungsgebühr profitieren würden.

BTC-ECHO

Englische OriginalfassungOriginalfassung von William Suberg via cointelegraph

Über Danny de Boer

Danny de BoerAls Informatiker schaut Danny de Boer kritisch auf die Blockchain-Entwicklung und Kryptographie. Zwischen Komplexität und Hype erklärt er allgemeinverständlich und anwendungsbezogen. Seit 2014 berichtet er für BTC-ECHO aus der Krypto-Szene.

Bildquellen

  • avg_transactionfee: @BitInfoCharts
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