Mehr als nur Bitcoin: 5 Fragen zur Blockchain-Technologie

Mehr als nur Bitcoin: 5 Fragen zur Blockchain-Technologie

Ist die Blockchain-Blase geplatzt? Ist es zu früh, sich mit eigenen Projekten zu beschäftigen? Wie funktionieren überhaupt Smart Contracts? Wie wird eine App zur dApp? Welche Anwendungsfälle sind für welche Arten von Chains geeignet? Das Wichtigste zur Technologie hinter Bitcoin: fünf Fragen, fünf Antworten.

Dass hinter Bitcoin eine bisweilen mysteriös anmutende Technologie namens Blockchain steckt, dürfte inzwischen zu einigen durchgedrungen sein. Doch was verbirgt sich hinter der Technologie, die Satoshi Nakamotos Bitcoin ermöglicht hat? Was muss man unbedingt wissen? Fünf Fragen über die Blockchain.

Ist die Blockchain-Blase schon geplatzt?

Kerem Ergün

Gegenfrage: Welche Blockchain-Blase? Richtig, Bitcoin ist im Jahr 2018 gecrasht und mit ihm das perfide Versprechen, dass jeder binnen Monaten mühelos Millionär werden kann. Aber das hat mit der Blockchain ungefähr so viel zu tun wie Angry Birds mit Ornithologie. Werfen wir einen Blick auf den Hype Cycle von Gartner, können wir sagen: Die Blockchain verhält sich geradezu prototypisch und wir stürzen nun vom „Gipfel der überzogenen Erwartungen“ ins „Tal der Enttäuschungen“. Die berechtigte Hoffnung: Mit dem Platzen der Krypto-Blase trennt sich die Spreu vom Weizen und wir reden endlich nicht mehr über HODL und FOMO, sondern über das, was die Blockchain tatsächlich leisten kann.

Ist es zu früh, sich mit eigenen Blockchain-Anwendungen zu beschäftigen?

Pavel Romanenko

Wir befinden uns immer noch in sehr frühen Tagen der Blockchain-Technologie. Für die meisten Anwendungen ist es noch sehr früh, weil heutige Blockchain-Anwendungen skalierbarer und zuverlässiger werden müssen. Die Entwicklung der zugrundeliegenden Technologie ist heute sehr breit gefächert. Es ist beinahe unmöglich, zu raten, welche technische Lösung sich in fünf Jahren durchsetzen wird. Und doch ist es gerade in dieser Zeit am wichtigsten, die Technologie in der Praxis zu durchdringen. So kann man nämlich die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle und Organisationsstrukturen verstehen und mitgestalten und nicht erst darauf reagieren, wenn es der Wettbewerb diktiert.

Wie funktionieren Smart Contracts?

Till von Ahnen

Smart Contracts sind Programme, die auf der Blockchain gespeichert werden. Sie bekommen wie jede Transaktion eine einzigartige Adresse, unter welcher man mit dem Smart Contract interagieren kann. Abhängig von der programmierten Logik führt der Smart Contract Aktionen aus wie z. B. Werte speichern, Token speichern oder Rechte gewähren. Vereinfacht kann man sich das wie Macros in einer Excel-Tabelle vorstellen, die nach simplen Wenn-Dann-Regeln funktionieren.

Was macht eine App zu einer dApp?

Till von Ahnen

Eine App wird zur dApp, wenn ihre Business Logic dezentral auf einer Blockchain gespeichert und der Code open-source ist. Im Gegensatz zu einer App gibt es keine zentralen Server oder Unternehmen die Einfluss auf die Funktion der dApp haben. Dies geschieht, indem der klassische Backend Server durch Smart Contracts ersetzt wird.


Welche Anwendungsfälle sind besser für Public Chains geeignet, welche für Private Chains?

Faisal Khan und Blazej Kolad

Public Chains sind nützlich für Anwendungsfälle, die bereits öffentliche Daten enthalten. Zum Beispiel für Grundbucheinträge, die typischerweise in öffentlichen Aufzeichnungen verfügbar sind. Private Chains sind nützlich für Anwendungsfälle in Unternehmen, die sich mit sensiblen Daten befassen. Dies kann digitale Assets beinhalten, die typischerweise anonym sind, wie z. B. Aktien oder Informationen in Supply Chains. Darüber hinaus wird es in der Zukunft kombinierte Anwendungsfälle geben. Enterprise Ethereum ist eine Private Chain mit der Architektur einer Public Chain und damit besonders gut für die Übertragung der Einträge zwischen den beiden Blockchain-Arten geeignet.

Workshop am 11. Januar

Interessiert ihr euch für die Blockchain-Technologie und ihre Anwendungen? Dann kommt zum nächsten Workshop des Blockchain Circle am 11. Januar nach Berlin.

BTC-ECHO

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