Mauritius: Die tropische Insel möchte zum Blockchain-Hub aufsteigen

Alina Ley

von Alina Ley

Am · Lesezeit: 5 Minuten

Alina Ley

Alina Ley ist seit März 2017 als Autorin bei BTC-ECHO tätig. Nach ihrem BWL-Studium (Bachelor) an der Universität Trier konnte sie berufliche Erfahrungen im Controlling und Business Development sammeln. Anschließend absolvierte sie ihr Masterstudium (Business Administration) in Köln. Im Rahmen ihrer Masterthesis („Erfolgsfaktoren von Kryptowährungen“) erlangte sie umfangreiche Kenntnisse auf dem Gebiet der Krytowährungen und Blockchain-Technologie. Von besonderem Interesse sind die zahlreichen Anwendungsmöglichkeiten sowie der gesellschaftliche Nutzen.

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Mauritius signpost with beach background

Quelle: © gustavofrazao - Fotolia.com

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Bekannt als die Heimat von üppigen tropischen Stränden, der zweitältesten Pferderennbahn der Welt und dem jetzt ausgestorbenen Dodo-Vogel möchte sich die ostafrikanische Inselnation von Mauritius als Ort für Blockchain-Innovationen etablieren.

Seit ihrer Unabhängigkeit im Jahre 1968 ist die ehemalige niederländische, französische und britische Kolonie zu einer der erfolgreichsten Volkswirtschaften der Region geworden, indem sie sich zu einem Technologie- und Finanzdienstleistungszentrum entwickelt hat. Nun betrachtet Mauritius die Blockchain-Technologie als Katalysator, um seinen Wettbewerbsvorteil zu stärken und die Innovationen auf der Insel voranzutreiben.

„Wir arbeiten daran, unsere Wirtschaft auf ein höheres Niveau zu bringen, und diese Art von Technologien sind für unsere Strategie sehr wichtig“, sagt Atma Narasiah, Head of Technology, Innovation and Services im Board of Investment Mauritius, der nationalen Investitionsförderungsagentur der Insel.

„Blockchain ist ein Bereich, auf den wir uns konzentrieren, Kompetenzen aufbauen und dafür sorgen müssen, dass es andere Sektoren der Wirtschaft und der Regierung durchdringt.“


Die Inselnation verfügt über etablierte Finanzdienstleistungen sowie Informations- und Kommunikationstechnologie-Industrien, so dass Anleger und Unternehmer aus dem Bereich Blockchain und Finanztechnologie angezogen werden könnten.

„Blockchain ist eine dieser Technologien, die wir nutzen wollen. Wir sehen hier ein Fenster von Möglichkeiten, um andere zu überholen“, sagt Narasiah.

Regulatory Sandbox License

Auf der Suche nach dem Blockchain-Hub des Indischen Ozeans hat Mauritius einen offenen Aufruf für Innovatoren herausgegeben, um die neue Regulatory Sandbox License (RSL) des Landes zu nutzen.

Die Sandbox ermöglicht es Unternehmen, die in Bereichen wie Finanz-, Medizin- und Kommunikationstechnologien tätig sind, trotz des Fehlens eines formalen Gesetzgebungs- oder Lizenzierungsrahmens zu beginnen.

„Wir haben im Laufe der Jahre innovative Projekte (Vorschläge) erhalten, konnten sie aber wegen der Lücke im Regulierungsrahmen nicht ausführen. Wir haben ein sehr gutes Rechtssystem, aber in dem Tempo, in dem sich die Technologie verändert, sind wir nicht in der Lage gewesen, an der Regulierungsfront Schritt zu halten“, sagte Narasiah und fügt hinzu:

„Um die Ausführung dieser Projekte katalysieren zu können, entstand die Regulatory Sandbox License.“

Nach ähnlichen Ansätzen, wie sie in Australien, Singapur und Großbritannien eingesetzt werden, ist die RSL für alle Innovatoren offen, allerdings liegt der Schwerpunkt auf der Anziehung von Blockchain-Innovatoren aus allen Bereichen.

Die Erwartung ist, dass abgeschlossene Projekte dazu beitragen, inländischen und grenzüberschreitenden Handel anzutreiben und möglicherweise in einem Smart City Concept mit Anknüpfung an andere Hubs zu resultiert.

Seit dem Start im November 2016 hat die RSL elf Projektvorschläge pilotiert, wobei die meisten unter dem Fintech-Schirm stehen.

Um für die Genehmigung in Betracht gezogen zu werden, müssen die Antragsteller nachweisen, dass ihr Projekt innovativ, für die mauritische Wirtschaft von Vorteil ist und es aufgrund der rechtlichen oder regulatorischen Lücken nicht in die Heimatgerichtsbarkeit des Investors aufgenommen werden kann. Qualifizierte Bewerber können eine Zulassung in nur 30 Tagen erhalten, sofern alle relevanten Informationen eingegangen sind und die Risiken ordnungsgemäß adressiert werden.

Regionale Antriebskraft

Welche Gründe sprechen dafür, dass sich Blockchain-Investoren für Mauritius entscheiden?

Narasiah weist auf das starke Business- und Governance-Umfeld der Nation hin, das international als das stärkste in Afrika südlich der Sahara anerkannt wurde.

Nach der jährlichen ‘Doing Business’ -Umfrage der Weltbank hat Mauritius das beste Geschäftsklima unter den Ländern in der Region und liegt auf Platz 49 von 190 Ländern weltweit. Die Rangliste der Weltbank wiegt Faktoren, wie die Vereinfachung der Gründung eines Unternehmens, die Durchsetzung von Verträgen, die Beschaffung von Krediten, die Beschaffung von Investoren und die Zahlung der Steuern, ab.

In seinen jährlichen Wettbewerbsfähigkeitsrankings, besitzt Mauritius die wettbewerbsfähigste Wirtschaft, beste Infrastruktur und hochkarätigste Arbeiterschaft Afrikas, sagte das World Economic Forum.

Narasiah unterstreicht zusätzlich den fortlaufenden Aufbau der Kommunikationsinfrastruktur des Landes – einschließlich der Projekte, die kostenloses Wi-Fi überall auf der Insel ermöglichen und Fiber Optic Connections in jeder Wohnung installieren sollen – als ein zentraler Anreiz für Technologieanleger.

Die Brücke zu den großen Märkten

Eine solche Stabilität und ihre geographische Lage hat Mauritius zu einem beliebten Treffpunkt für Finanzdienstleistungsunternehmen gemacht, die den Sprung in neue Märkte auf dem afrikanischen Kontinent machen wollen.

„Mauritius ist ein Land, dem viele Regierungen afrikanischer Staaten nacheifern möchten. Wenn also ein System existiert, welches in Mauritius richtig getestet wurde, gibt es eine Art Sicherheit und Glaubwürdigkeit für diese Lösung zur Vermarktung in Afrika“, sagt Narasiah.

Mauritius besitzt eine zweisprachige Belegschaft, die sowohl Englisch als auch Französisch spricht sowie Steuerabkommen mit mehr als 20 afrikanischen Nationen einschließlich Südafrika, Sambia, Uganda und Ruanda hat.

Die Inselnation unterhält auch enge kulturelle und wirtschaftliche Beziehungen zu Indien – eine Wirtschaft, der prophezeit wird, China als die bevölkerungsreichste Nation der Welt im nächsten Jahrzehnt zu übertreffen.

Etwa zwei Drittel der Mauritier sind indischer Abstammung, und waren die größte Einzelquelle der ausländischen Direktinvestitionen in Indien in den letzten Jahren. Grund dafür ist u. a. ein günstiger Doppelbesteuerungsvermeidungsvertrag zwischen den beiden Nationen.

BTC-ECHO

Englische Originalversion von Aaron Stanley via CoinDesk

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