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Massive Zensur in China: WeChat-Accounts von Krypto-Unternehmen geblockt

Max Kuhlmann

von Max Kuhlmann

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Max Kuhlmann

Max Kuhlmann ist ein Universalist: Als Politikwissenschaftler, Kinderbuchautor, Qi-Gong-Lehrer, Werbesprecher und Erzieher hat er Einblick in viele Welten. Das verbindende Element all dieser Welten ist das Geldsystem, weshalb es aus seiner Sicht so wichtig ist, sich für ein gerechtes Geldwesen einzusetzen. Seit vielen Jahren beschäftigt er sich daher mit diesem Thema, wobei sein derzeitiger Fokus auf den Digitalwährungen rund um Bitcoin liegt.

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Quelle: shutterstock

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China: Die Regierung blockt immer mehr Accounts von Krypto-Unternehmen bei der Messaging-App WeChat. Betroffen sind offenbar vor allem Unternehmenskanäle, die News, Marktanalysen und Informationen über Bitcoin-Miner anbieten. Laut offizieller Stelle von Tencent – dem Mutterkonzern der Messaging-App – würden die gesperrten Kanäle gegen „nationale Interessen“ und „öffentliche Anweisungen“ verstoßen. Das prominenteste Opfer ist der Mining-Riese Bitmain.

WeChat ist die populärste Messaging-App in China und vergleichbar mit „WhatsApp“. Hauptgrund für die Sperrungen sei laut einem offiziellen Vertreter von Tencent der Verdacht, die geblockten Kanäle könnten „Informationen publizieren, die mit ICOs in Verbindung stehen.“ Diese sind seit Ende 2017 in China verboten. Unter den gesperrten Kanälen sind mindestens acht Nachrichtenseiten zu Kryptowährungen und ein Kanal des Mining-Giganten Bitmain. Auf dessen Anfrage, welche Inhalte genau zur Sperrung des Kanals geführt haben, hat Tencent bisher noch nicht geantwortet.

Doch die Zensur beschränkte sich offenbar nicht auf die Online-Welt. So untersagte die chinesische Regierung mindestens 17 Hotels, Einkaufszentren und Bürogebäuden das Veranstalten von Events oder Meetings zum Thema Bitcoin und Blockchain.

Seit September 2017 wird der Umgangston rauer

Der Schritt passt ins Gesamtbild der chinesischen Haltung gegenüber der Bitcoin- und Blockchainwelt. Während China lange Zeit als das Mekka der Kryptowelt galt, Miner aus aller Welt mit günstigen Strompreisen anzog und als absolute Kryptogroßmacht angesehen wurde, beraubt sich das Land nach und nach selbst dieser Stärke und gehört mittlerweile zu den kryptoskeptischsten Ländern der Welt.

Begonnen hat die Trendwende, als die Regierung im September ICOs 2017 verbot und im November den Handel mit Kryptowährungen für illegal erklärte. Im Januar 2018 wurde schließlich das Mining unter starke Regulatorien gestellt, sodass sich immer mehr Mining-Unternehmen in andere Länder orientieren. So ist es kein Zufall, dass Bitmain die Ausweitung des Geschäftsfeldes in die USA vorantreibt.

Insofern war die Zensur der diversen Kanäle für viele ein unglücklicher, aber absehbarer Schritt. Bereits im März dieses Jahres schrieb die parteinahe Zeitung „People’s Daily News“ in Bezug auf Nachrichtenseiten zu Kryptowährungen:

„Diese angeblichen ‚Medien‘ haben viel Geld durch Spekulationen mit Kryptowährungen verdient, aber angesichts ihrer Natur, ist es äußerst fraglich, wie lange ihr barbarischer Siegeszug und ihr Wachstum anhalten kann.“

BTC-ECHO


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