Malta: Blockchain-Zertifikate für alle akademischen Einrichtungen

Tanja Giese

von Tanja Giese

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Tanja Giese

Tanja Giese hat Germanistik, Literaturwissenschaft und Philosophie in Potsdam studiert. Mit Leidenschaft lektoriert sie die BTC-ECHO-Artikel und konzentriert sich in ihren eigenen Artikeln vor allem auf die gesellschaftlichen Auswirkungen und den Umgang der Politik mit den Veränderungen, die der Vormarsch der Kryptowährungen fordert.

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Malta drängt im Blockchain-Sektor immer weiter an die Spitze. Nun wird die Insel als erstes Land die akademischen Zertifikate aller maltesischen Studierenden und Absolventen auf einer Blockchain speichern. Auch weitere Bereiche sollen von dem Einsatz der Blockchain-Technologie profitieren.

Bereits im Oktober 2017 hatte Premierminister Joseph Muscat angekündigt, akademische Zertifikate mithilfe der Blockchain-Technologie unfälschbar speichern zu wollen. In diesem Kontext war bereits von dem Open-Source-Standard Blockcerts die Rede. Nun ist das maltesische Ministerium für Bildung und Beschäftigung (MEDE) einen Zweijahresvertrag mit dem Blockchain-Unternehmen Learning Machine eingegangen. Diese Kooperation hat es möglich gemacht, ebenjene Blockcerts flächendeckend nutzen zu können.

Pilotprojekt: erfolgreich

Am 21. Februar gab Muscat in einer Pressemitteilung bekannt, dass Malta nun das erste Land sei, das den Einsatz von Blockcerts in allen akademischen Einrichtungen standardisiert. Somit werden Zertifikate in einem digitalen und tragbaren Format bereitgestellt. Dadurch können maltesische Absolventen nicht nur sicher sein, dass ihre Daten sicher vor Manipulationen gespeichert sind. Sie können sie zudem jederzeit vorzeigen, was auch einen großen Vorteil für die Arbeitgeber bedeutet. Dass Blockcerts nun landesweit zum Einsatz kommen können, ist dem Pilotprojekt von 2017 zu verdanken. Vor zwei Jahren hatten bereits Absolventen des Malta College of Arts (MCAST) und des Instituts für Tourismusstudien (ITS) bei den Abschlussfeiern ihre akademischen Nachweise auf Blockchainbasis erhalten. Dieser Erfolg stimmt Premierminister Muscat euphorisch:

2017 wurde gesagt, dass Malta „die Blockchain-Insel“ werden sollte. Und das ist sie nun. Malta ist führend in Sachen aufstrebender Technologien und digitaler Innovation.

„Blockchain erleichtert das Leben“

Zudem betonte Muscat, dass Malta die Blockchain-Technologie nutzen wolle, um „sie zur Verbesserung aller zu nutzen und die Lebensqualität zu verbessern“. Durch die Zusammenarbeit mit Learning Machine haben die Menschen nun die Möglichkeit, die Auswirkungen der Technologie unmittelbar zu spüren und zu erkennen „wie Blockchain das Leben erleichtert“.


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Auch weitere Bereiche wie der Gesundheitssektor könnten laut Muscat von der Technologie profitieren. So sollen Blockcerts bereits im Bewerbungsprozess eine besondere Rolle spielen. Als erstes Land weltweit sei es auf Malta nun möglich, dass Arbeitgeber die Fähigkeiten und Zeugnisse eines Arbeitnehmers digital überprüfen können. Davon erhoffe sich der Premierminister zudem eine rasche Identifizierung und Schließung von Qualifikationslücken. Auch die Abwanderung hochqualifizierter Fachkräfte wolle er so verhindern.

Der Minister für Bildung und Beschäftigung, Evarist Bartolo, erklärte außerdem, dass die Einführung von Blockcerts insbesondere für junge Menschen wichtig sei. Sie sollen schon möglichst früh ein Verständnis dafür entwickeln, wie Blockchain-Technologien funktionieren. Der zunehmende Einsatz dieser Technologien sei allerdings nur aufgrund des starken Wirtschaftswachstums möglich gewesen. Wie BTC-ECHO bereits berichtete, legt Maltas Wirtschaft derzeit ein Tempo an den Tag, bei dem große Wirtschaftsnationen nicht mithalten können. Es ist nicht unrealistisch, dass diese rasante Entwicklung mit dem Fortschrittswillen der maltesischen Regierung zusammenhängt, der in Bartolos Worten mitschwingt:

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