Lufthansa und SAP schreiben ‚Aviation Blockchain Challenge‘ aus

David Barkhausen

von David Barkhausen

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David Barkhausen

David Barkhausen hat als freier Journalist bereits für mehrere Tageszeitungen, Funk, Fernsehen und nebenbei seinen eigenen Blog geschrieben. Seit 2017 widmet sich der Master-Student der Politikwissenschaften der Universität Heidelberg dem Themenkomplex Blockchain. In diesem Zusammenhang fokussiert er sich vor allem auf die Bereiche Regulierung, Gesellschaft und Wirtschaftspolitik.

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Gemeinsam mit dem Software-Riesen SAP hat die Lufthansa in der vergangenen Woche ihre ‚Aviation Blockchain Challenge‘ ausgeschrieben.  Ziel der partnerschaftlichen Ausschreibung soll es sein, Optimierungspotentiale der Distributed-Ledger-Technologie für den Airline-Betrieb offenzulegen. Somit wolle man das gesamte Reiseerlebnis „neu erfinden“, heißt es in der dazugehörigen Presseerklärung. Bis zum September sind Entwickler und Start-ups nun aufgerufen, ihre Vorschläge für die Bereiche Reise, Airline-Betrieb und Zulieferer-Management einzureichen.

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 26. Mai 2019 05:05 Uhr von Tanja Giese

Sowohl SAP als auch die Lufthansa nehmen seit Längerem die Blockchain-Technologie für ihr Geschäft in den Blick – eine gemeinsame Partnerschaft soll die Vorstöße nun bündeln und Innovation fördern.

Möge die beste Idee gewinnen

Arbeitsabläufe, Lieferketten und das Reiseerlebnis vernetzen und optimieren – das sind die Ziele, die sich der Walldorfer Software-Gigant und die führende deutsche Airline für ihre Partnerschaft gesetzt haben. Mit ihrer gemeinsam ausgeschriebenen Aviation Blockchain Challenge fordern sie Entwickler und Start-ups nun auf, bis September Vorschläge für die Vernetzung des Airline-Betriebs einzureichen.


Die besten Ideen werden eingeladen, ihre Datenlösungen dem Lufthansa Innovation Forum im Oktober in Berlin zu präsentieren. Für die Jungunternehmen locken Mentoring-Programme und Zugang zu den Blockchain-Entwicklungen von SAP. Die ausgewählten Gewinner sollen dann die Möglichkeit bekommen, ihre Ideen in einem Pilotprojekt mit Lufthansa zu verwirklichen.

„Wir sind auf der Suche nach einer großen Vielfalt an inspirierenden bahnbrechenden Blockchain-Ideen für die gesamte Wertschöpfungskette der Flugindustrie. Dabei ist es ausschlaggebend, dass wir die Störgeräusche ausblenden und einen Startpunkt finden, ab dem Blockchain einen echten Mehrwert schaffen kann“,

beschreibt Gleb Tritus, Leiter der Lufthansa-Entwicklungsabteilung Innovation Hub, die Motivation hinter der partnerschaftlichen Ausschreibung. Bei dem aktuellen Vorstoß gehe es darum, Software mit „unmittelbaren Einfluss“ für den gesamten Airline-Betrieb zu kreieren.

Dabei hoffe man, ein „innovatives Ökosystem zu schaffen, dass die gesamte Reiseindustrie transformieren könnte“, so SAP-Chefstratege Deepak Krishnamurthy.

Entwickler haben nun bis zum 31. August Zeit, ihre Vorschläge in den drei Teilbereichen Traveller, Airline und Supplier Challenge einzureichen.

Wie es in der dazugehörigen Presseerklärung heißt, sollen dabei etwa neue Identifikationssysteme für Flughäfen, Lösungen für die Datenübertragung zwischen unterschiedlichen Unternehmen und Ländern oder Verifizierungs- und Trackingsoftware für Dokumente und Flugzeuge herauskommen.

Lufthansa und SAP – Blockchain fest im Blick

Jedoch auch abseits der aktuellen Ausschreibung nehmen sowohl SAP als auch die Lufthansa Distributed-Ledger-Lösungen für ihre Geschäftsbereiche bereits seit Längerem in den Blick. Während SAP als der weltweit viertgrößte Softwarehersteller eigene Geschäftsbereiche in seinem Innovation Center in Potsdam den Potentialen dezentraler Daten widmet, hat die Airline in diesem Jahr die Initiative Blockchain for Aviation (BC4A) ins Leben gerufen. Diese soll Blockchain-Lösungen etwa für erhöhte Transparenz in der Flugzeugwartung entwickeln.

Zudem kooperiert die Lufthansa seit vergangenem Jahr mit dem Schweizer Blockchain-Unternehmen Winding Tree. Die Partnerschaft zielt speziell darauf ab, eine Reiseplattform für Kunden aufzubauen. Diese soll es einerseits Reisenden einfacher machen, ihre Reise als Gesamtpaket zu buchen. Andererseits soll sie Anbietern entgegenkommen und deren Geschäfte profitabler machen.

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