Libra-Chef ist Bitcoin Fan, CBDC kommt: Das Meinungs-ECHO

Christopher Klee

von Christopher Klee

Am · Lesezeit: 4 Minuten

Christopher Klee

Christopher Klee hat Literatur- und Medienwissenschaften sowie Informatik an der Universität Konstanz studiert. Seit 2017 beschäftigt sich Christopher mit den technischen und politischen Auswirkungen der Krypto-Ökonomie.

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Libra-Logo auf Smartphone mit physischen Bitcoin-Münzen
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Der Libra-Chef bregreift Bitcoin als digitales Gold, während der BaFin-Chef verhindern will, dass aus Libra eine Parallelwährung wird, die Regulierungsbehörden vor neue Herausforderungen stellt. Unterdessen unterdessen wirft der selbsternannte Bitcoin-Erfinder Craig Wright die Frage auf, ob im White Paper plagiiert wurde. Das Meinungs-ECHO.

Craig Wright: Satoshi hat bei Bitcoin White Paper abgeschrieben

Craig Wright – der Australier, der behauptet, Bitcoin erfunden zu haben – hat während eines Interviews für einen Moment der Verwirrung gesorgt. Angesprochen auf seine Behauptung, Satoshi Nakamoto zu sein, verwies Wright auf den Vorschlag zu einer Abschlussarbeit, der sich noch in Besitz der Universität befinde.

Die Universität hat noch meine Abschlussarbeit aus dem Jahr 2008, sie hat noch meinen Vorschlag. Allein schon deshalb kannst du eine Entscheidung treffen, wenn sie herauskommt, und sie wird es.

Auf die Frage, wann die Arbeit veröffentlicht werden solle, verwies Wright auf einen laufenden Prozess.

Um welche Universität es sich handelt, erwähnt Wright nicht. Zumindest hat er an der australischen Sturt University in den Jahren 2008 (Statistik) und 2009 (internationales Wirtschaftsrecht, Sicherheit von Informationssystem) insgesamt drei Master-Abschlüsse erworben.

Hat mich Satoshi plagiiert, als das White Paper herauskam? Weil es in einigen meiner Arbeiten Abschnitte im White Paper [von Bitcoin] gibt – ganze Absätze – [die man in meiner Thesis finden kann].


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Der Moderator zeigte sich irritiert davon, dass Wright von Satoshi in der dritten Person gesprochen hat – und unterstellte Wright einen entlarvenden Freudschen Versprecher. Dabei kann man Wright unterstellen, seine Aussage sarkastisch gemeint zu haben. Davon muss sich letztlich aber jeder selbst überzeugen.

BaFin-Chef Hufeld: Gefahr einer Parallelwährung durch Libra

Auch die deutsche Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) richtet weiterhin ihre Argusaugen auf die vermeintliche Bedrohung aus dem Silicon Valley. BaFin-Chef Hufeld betont im Interview mit der Wirtschaftswoche, dass Libra nicht zu einer „Parallelwährung“ werden dürfe.

Die größte Baustelle ist, ob wir diese Sorge vor einer Parallelwährung und deren Auswirkungen auf die Finanzstabilität vom unbestreitbaren Nutzen abkoppeln können, den ein elektronisches Zahlungsmittel mit sich bringt.

Auch den Währungskorb sieht Hufeld unter regulatorischen Gesichtspunkten kritisch:

Damit dürfte einer der größten Fonds weltweit entstehen. Da müssen wir als Aufseher natürlich ganz genau hinschauen, wer haftet und in was investiert werden soll,

so Hufeld gegenüber der Wirtschaftswoche.

Libra-Chef David Marcus: Bitcoin ist digitales Gold

Libra-Vorstand David Marcus hat indessen nicht nur eine Lanze für den geplanten Facebook Coin gebrochen, sondern auch für Bitcoin. Gegenüber dem US-Wirtschaftsnachrichtensender CNBC outet sich Marcus als langjähriger Bitcoin Fan.

Ich begann 2012, mich mit Bitcoin zu beschäftigen und bin ein großer Fan von Bitcoin und dem, was ich als digitales Gold sehe.

Allerdings sieht er ein Problem in der hohen Volatilität von Bitcoin.

Wenn es eine wenig volatile, stabile Version von Bitcoin gäbe, wäre mein Leben so viel einfacher. Wir könnten es einfach zu Calibra hinzufügen,

sagte Marcus in der CNBC-Sendung The Squawk Box.

ING Bank: CBDC in fünf Jahren denkbar

Die Vorteile einer digitalen Währung, die auch BaFin-Chef Hufeld angesprochen hat, finden auch in Aussagen von führenden Mitarbeitern bei der ING Bank Wiederhall. In einem Video über digitales Zentralbankgeld verweist Teunis Brosens, zuständig für den Bereich Digitales und Regulierung, auf die Schwächen der bestehenden Finanzinfrastruktur.

Die Hauptvorteile liegen zum einen im Bereich des Großhandels der Finanzmärkte. Wir sehen, dass die bestehende Finanzinfrastruktur veraltet ist. Es ist teuer, es braucht viel Zeit, die Compliance ist schwierig.

ING-Chef-Ökonom Mark Cliffe hält die Einführung einer CBDC (Central Bank Digital Currency) ebenfalls für unausweichlich:

Es wird sehr viel schneller geschehen, als wir noch vor einigen Monaten dachten,

zeigt sich Cliffe im ING-Video optimistisch.

Ob die Veröffentlichung des White Paper von Libra hier wohl Einfluss auf die Reformfreude genommen hat?

Ex-CFTC Chairman fordert unabhängigen Blockchain Dollar

Eine Art CBDC schwebt auch Christopher Giancarlo, dem ehemaligen Vorsitzenden der US-Regulierungsbehörde CFTC vor. Er fordert in einem Gastbeitrag für das Wall Street Journal einen staatlich kontrollierten Blockchain Dollar:

Wir schlagen ein von der Regierung sanktioniertes Blockchain-Protokoll vor, das von einer unabhängigen nichtstaatlichen Gruppe erstellt und gepflegt wird, aber von Banken und anderen vertrauenswürdigen Zahlungsorganisationen verwaltet wird.

Für die Verwahrung des digitalen Dollars bleibe freilich die Fed zuständig:

Bargeld, das in das System eingebracht wird, wird in digitale US-Dollar auf einer Blockchain umgetauscht, wobei das Bargeld auf speziellen Treuhandkonten der Federal Reserve hinterlegt wird.

Das soll unter anderem die Dominanz des US-Dollars in der Weltwirtschaft sichern, auch angesichts von Bitcoin & Co.:

Am wichtigsten ist, dass dieses System im Vergleich zu einer privaten oder ausländischen digitalen Währung die zentrale Rolle des US-Dollar im globalen Finanzwesen erweitern und ihm ermöglichen würde, im neuen digitalen Zeitalter zuversichtlich zu konkurrieren,

so Giancarlo in seinem Gastbeitrag, der mit dem Appell „Wir haben einen Mann zum Mond geschickt – Wir können den Dollar in den Cyberspace schicken“ überschrieben ist. Gegenvorschlag: Bitcoin zum Mond schicken.



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