LedgerX zieht an Bakkt vorbei – Physische Bitcoin Futures lanciert

David Scheider

von David Scheider

Am · Lesezeit: 2 Minuten

David Scheider

Kryptowährungen sind Davids Leidenschaft. Deshalb studiert er jetzt Digital Currency an der Universität Nicosia – und schreibt nebenher für BTC-ECHO. Von Bitcoin hält David einiges, vom allgemeine Hype um die Blockchain-Technologie eher weniger.

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Quelle: Shutterstock

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LedgerX kommt Bakkt zuvor. Der Anbieter für BTC-Derivate erlaubt seit dem 31. Juli den Handel von physisch abgewickelten Bitcoin Futures sowohl für institutionelle als auch private Anleger.

Während Bakkt seine physischen Bitcoin-Derivate zunächst in die Testphase geschickt hat, dürften LedgerX-Kunden seit Mittwoch, dem 31. Juli, den Handel mit BTC Futures aufnehmen. Sowohl institutionelle als auch private Investoren können sich ab sofort auf der Trading-Umgebung Omni registrieren – müssen dazu aber zunächst mindestens 10.000 US-Dollar oder einen BTC hinterlegen.

Zwar handelt es sich bei LedgerX nicht um den ersten US-Anbieter von Bitcoin Futures generell; die Chicagoer Optionsbörse Cboe etwa bietet Terminkontrakte auf BTC seit geraumer Zeit an. Allerdings können Anleger auf LedgerX zum ersten Mal physisch abgewickelte Bitcoin Futures handeln. Das heißt, die Abwicklung der Derivate geschieht mit physisch transferierten Bitcoins anstatt mit US-Dollar.

Das hat einige Vorteile. Zum einen senkt es die Transaktionskosten für die Anleger. Schließlich können Investoren beim Handel mit physischen Futures zu jedem Zeitpunkt des Trades im Bitcoin-Ökosystem bleiben. Langwierige Fiat-Banktransfers auf das eigene Omni-Kundenkonto etwa fallen weg. Die damit verbundene Zeitersparnis ist ein weiterer Bonus der BTC Futures.

Wir haben wirklich eine Menge Kunden, die US-Dollar überhaupt nicht berühren müssen. Cash-settled [Futures] haben mit unserem Produkt überhaupt nichts zu tun,


stellt LedgerX-CEO Paul Chou den Reiz einer physischen Abwicklung gegenüber Coindesk heraus.

Bereits im April wollte LedgerX an den Start gehen, die nötige Lizenz der Aufsichtsbehörde CFTC kam aber erst im Juli.

Professionalisierung des Bitcoin-Markts in Sicht

Bitcoin-Derivate wie die von LedgerX passen gut ins derzeit dominierende Narrativ einer Professionalisierung des Krypto-Markts. Marktbeobachter verknüpfen derlei News gerne mit der Hoffnung, dass alsbald „Big Money“, also große Vermögensverwaltungsgesellschaften und Hedgefonds ins Marktgeschehen eingreifen. Schließlich greifen professionelle Anleger nur allzu ungern auf unregulierte Bitcoin-Börsen zurück.

Für den Gesamtmarkt bedeuten physisch abgewickelte Bitcoin-Derivate vor allem eines: ein höheres Handels- und On-Chain-Volumen. Denn nach Auslaufen der Terminkontrakte bewegen sich tatsächliche BTC „physisch“ auf der Blockchain.

Neben LedgerX gilt vor allem Bakkt als großer Hoffnungsträger, um die Kurse abermals auf Mondreise zu schicken. Seit dem 22. Juli befinden sich die Bakkt Bitcoin Futures noch in der Testphase, der tatsächlich Launch wird noch in diesem Jahr erwartet. Sobald das New York Department for Financial Services das Bakkt Warehouse, eine Art Lagerstätte für hinterlegte Kunden-BTC, genehmigt hat, dürften auch die Bakkt Bitcoin Futures an den Start gehen.


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