Laut Goldman-Sachs-Experte Jeffrey Currie ist der Bitcoin keine Bedrohung für Gold

Phillip Horch

von Phillip Horch

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Phillip Horch

Phillip Horch ist Chef vom Dienst von BTC-ECHO und für die Strukturierung und Planung der redaktionellen Inhalte verantwortlich. Er ist Diplom-Journalist und hat einen Master-Abschluss in Literatur-Kunst-Medien.

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Quelle: Stack of Bitcoins and Ethereum coins around gold ingot (bullion bar). Cryptocurrencies as a future gold (most precious commodity in the world). 3D rendering via shutterstock

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Laut Jeffrey Currie, dem globalen Leiter der Rohstoff-Forschung bei Goldman Sachs, hatte der Preisanstieg von Bitcoin keinen größeren Effekt auf den Bedarf von Gold. Seine Aussagen in einem Interview mit Financial Times widersprechen darin jedoch einer Analyse von anderen Finanzexperten.

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 26. Mai 2019 05:05 Uhr von Tobias Schmidt

Im Interview hat Currie seine Aussage damit begründet, dass das digitale und das analoge Gold unterschiedliche Pools an Investoren hätten.

Ferner begab er zu bedenken, dass die fehlende Regulierung der Kryptowährung traditionelle Investoren daran hindere, auf den Hype-Zug aufzuspringen. Außerdem würden sich die Charakteristika deutlich unterscheiden. Vor allem sei es der höhere Spekulationscharakter von Bitcoin, durch das sich die Kryptowährung vom Edelmetall absetzt.

Der Goldkurs ist gesunken, während der Bitcoin in die Höhe schoss


Entgegen der Aussage des Bankenguru ist der Goldkurs nach dem Start der Futures tatsächlich – relativ gesehen – eingesackt. Am 12. Dezember hatte er seinen Tiefstand seit Mitte Juli erreicht. Ob es sich hierbei um Korrelation oder Zufall handelt, lässt sich freilich nicht mit endgültiger Sicherheit sagen. Wie wir bereits berichteten, hat jedoch auch die größte Onlinebörse für das Edelmetall damit begonnen, Bitcoin zu akzeptieren. Man kann das durchaus als Anzeichen dafür deuten, dass der Bitcoin dabei ist, das Gold zurück in die Minen zu schicken.

Currie sieht das allerdings anders. Er betonte ferner, dass die gehandelten Funds von Gold auf einem Höchstlevel seit vier Jahren liegen. Ein Problem des Bitcoin sei dessen Volatilität, was sogenannte Daytrader vielleicht anlocken könnte, viele alteingesessene Anleger aber eher abschrecke. Sein Kollege Lloyd Blankfein, CEO bei Goldman Sachs, gab sich Anfang November in einem Interview mit Bloomberg etwas offener, gerade in Bezug auf intrinsische Werte:

„Ich informiere mich viel über Geschichte. Ich weiß, dass es eine Zeit gab, in der eine Münze 5 Dollar wert war, wenn sie einen Gegenwert von 5 Dollar Gold enthielt. Jetzt haben wir Papiergeld, das nur von den Fiatwährungen getragen wird. Vielleicht haben wir in der neuen Welt ja etwas, das von Konsens getragen wird.“

Momentan sieht jedenfalls alles danach aus.

BTC-ECHO


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