Kunstauktion auf der Blockchain: Warhols elektrische Stühle

Roman Maas

von Roman Maas

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Roman Maas

Roman Maas hat in Düsseldorf seinen Magister in Anglistik und Geschichte gemacht und danach in verschiedenen Redaktionen, Verlagen und Agenturen gearbeitet. Seit 2015 ist er als freier Autor beruflich und lokal unabhängig. Kryptowährungen und Blockchain bedeuten für ihn in erster Linie eine aufregende Entwicklung mit gewaltigen Möglichkeiten für eine dezentralisierte Zukunft.

Quelle: VIENNA, AUSTRIA - AUGUST 20, 2015: Andy Warhol Electric Chair Paintings At Albertina Museum. Andy Warhol was an American artist who was a leading figure in visual art movement known as pop art. via shutterstock

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Die dezentralisierte Kunstgalerie Maecenas hat angekündigt, am 20. Juni das Kunstwerk „14 Small Electric Chairs“ von Andy Warhol bei der weltweit ersten Krypto-Kunstauktion zu versteigern. Interessierte Investoren werden die Gelegenheit haben, bis zu 49 Prozent an Anteilen des Bildes zu ersteigern. Das neue Verfahren soll den Kunstmarkt revolutionieren.

Kunstwerke waren schon immer hochgeschätzte Objekte der Begierde. Leidenschaftliche Sammler geben ganze Vermögen für ein Ölgemälde oder eine Skulptur aus, wenn der Erschaffer als bedeutend genug gilt. Für wohlhabende Familien sind solche Stücke zuverlässige und sichere Wertanlagen, die sie über Generationen hinweg vererben können. Der Kunstmarkt war allerdings immer eine Welt für sich. Hier geben Kunsthändler und Galeristen im Vorbeigehen Millionenbeträge für einzelne Werke aus, was für außenstehende Beobachter oft nicht nachvollziehbar ist.

Wie funktioniert die Kunstauktion auf der Blockchain?


Die Londoner Galeristen von Maecenas sehen in der Blockchain-Technologie die Möglichkeit, den Kunstmarkt wiederzubeleben, indem sie ihn „demokratisieren“. Auf ihrer Plattform teilen sie die einzelnen Kunstwerke in tausende digitale Zertifikate auf, ähnlich wie ein Unternehmen, das sich selbst in Form von Aktien käuflich macht. Diese Zertifikate sind dank der kryptografischen Eigenschaften der Blockchain fälschungssicher, die Investoren können mit ihnen problemlos und ohne Mittelsmänner digital handeln.

Sobald ein Kunstwerk auf Maecenas gelistet ist, beginnt ein Bieterverfahren. Bei diesem geben die Investoren vertrauliche Gebote ab, wie viele Zertifikate sie für welchen Preis erwerben möchten. Bieter müssen im Vorfeld einen KYC- (Know Your Customer) und AML-Check (Anti Money Laundering) durchlaufen. Durch die Krypto-Technologie ist dieser Prozess laut Maecenas sicherer, fairer und schwerer zu manipulieren als bisherige Kunstauktionen. Die Preise sind in Fiat- und Kryptowährungen angegeben, wobei die Käufer entscheiden können, in welcher Form sie zahlen. Ein eigener Token namens ART soll Konvertierungsrisiken vermeiden.

14 elektrische Stühle

Für die erste Kunstaktion auf der Blockchain haben sich die Händler ein hoch geschätztes Werk der Pop-Art-Legende Andy Warhol ausgesucht. Warhol hat zu seiner Zeit mit seinen Reproduktionstechniken die Kunstwelt revolutioniert. Es gab nicht mehr ein einziges Werk des Künstlers, sondern ganze Serien. Seine neonfarbenen Marilyn Monroes und Campbell’s Suppendosen hängen in verschiedenen Ausführungen auf der ganzen Welt.

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So ist es auch mit den „14 Small Electric Chairs“, die das Objekt der ersten Krypto-Auktion werden. 1960 hat er erstmals ein Bild eines elektrischen Stuhls im Rahmen seiner „Death and Disaster Series“ verfremdet, vervielfältigt und als abstraktes Muster auf Leinwand gebannt. Seine elektrischen Stühle hängen heute in zahlreichen Museen, darunter im Tate in London und im Guggenheim in New York.

Das jetzt versteigerte Werk ist 1980 entstanden, als Warhol seine alten Motive für seine „Reversals“-Serie neu bearbeitete. Das Bild wird auf 5,6 Millionen US-Dollar geschätzt, Maecenas hat einen Reservepreis von 4 Millionen festgelegt. Die Blockchain Kunstauktion startet am 20. Juni in der Dadiani Fine Art Galerie in London.

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