Kryptowährungen in Neuseeland als Wertpapiere eingestuft

Die Finanzmarktregulierung von Neuseeland hat sich zu der zukünftigen Handhabung von Kryptowährungen und ICOs geäußert. Demnach werden alle Kryptowährungen im Land als Wertpapiere angesehen und rechtlich auch so behandelt.

Wie die Financial Markets Authority (FMA), die Finanzmarktaufsicht Neuseelands, bereits in der letzten Woche in einer Stellungnahme bekannt gab, wurde sich in dem Land darauf verständigt, wie mit Initial Coin Offerings (ICOs) und daraus hervorgehenden sowie bereits existierenden Kryptowährungen umzugehen sei. Damit soll auch in Zukunft verantwortungsbewusste Innovation auf der Grundlage einer beweglichen Regulierung gewährleistet sein.



Laut dem Papier bestimmen die ökonomischen Eigenschaften eines ICO demnach, ob dieser als Finanzprodukt zu behandeln sei, und falls ja, auf welche Art und Weise. Laut FMA ist dabei eine Einordnung in vier verschiedene Kategorien möglich: Schuldurkunden, Dividendenpapiere, Managed-Investment-Produkte und Derivate. Zudem empfiehlt die FMA dringlichst, sich bei einer beabsichtigten Durchführung eines ICO mit der Behörde abzustimmen.

Des Weiteren heißt es, dass alle Token oder Kryptowährungen unter dem FMC Act (Financial Markets Conduct Act 2013) als Wertpapiere gelten – unabhängig davon, ob diese Finanzprodukte sind oder nicht. Grund dafür sei, dass ein Wertpapier laut Definition eine Vereinbarung darstellt, die eine Person dazu veranlasst, ein Investment zu tätigen oder ein finanzielles Risiko zu bewältigen.

Token- oder Kryptowährungs-Dienstleister, die von Neuseeland aus agieren, etwa Krypto-Börsen, Wallet-Anbieter oder sonstige Broker, werden dazu aufgefordert, sich gewissen Regularien zu unterwerfen. So müssen diese Mitglieder eines Streitschlichtungsprogrammes sein, im Financial Services Providers Register registriert sein und den Vorschriften des Financial Markets Conduct Act zustimmen.

Möglichen Investoren wird geraten, sich ausreichend mit dem Risiko auseinanderzusetzen, welches sie mit einem Investment in ICOs oder Kryptowährungen eingehen. Die meisten Online-Krypro-Börsen seien noch immer weitestgehend unreguliert und seien darüber hinaus auch schwer greifbar, da sie keine Verbindung zu Neuseeland hätten. Daher verweist die FMA auf eine generelle Investmentempfehlung von ihrer Seite.

BTC-ECHO

Über Tobias Schmidt

Tobias SchmidtTobias Schmidt ist seit August 2017 als Redakteur im Team von BTC-ECHO tätig. Sein Studium hat er im Fach Politik und Wirtschaft an der Universität Münster mit dem Bachelor abgeschlossen und war während seines Studiums zudem am Lehrstuhl als studentische Hilfskraft tätig. Darüber hinaus sammelte er berufliche Erfahrungen in der parlamentarischen Arbeit und in der strategischen Kommunikation, bevor er in das journalistische Fach wechselte. Seit 2017 widmet er sich der Blockchain-Technologie, wobei er sich insbesondere auf die vielen verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft fokussiert.

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