Bitcoin, Krypto- und traditionelle Märkte – Volatilität von Bitcoin testet Jahresminimum von 2018
Bitcoin, Krypto- und traditionelle Märkte – Volatilität von Bitcoin testet Jahresminimum von 2018

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Krypto- und traditionelle Märkte – Volatilität von Bitcoin testet Jahresminimum von 2018

Die Performance von Bitcoin stieg wieder an und ist gemeinsam mit der von Öl die beste im Vergleich. Die Kopplung von Bitcoin mit dem übrigen Markt ist ebenso eine der geringsten. Schließlich ist die Volatilität Bitcoins fast so gering wie Anfang November 2018. 

Seit Anfang November verfolgen wir, wie sich Bitcoin im Vergleich zu traditionellen Märkten schlägt. Dabei geht es nicht um einen trivialen Vergleich der Performance. Institutionelle Investoren sind an Bitcoins Anspruch, ein nicht korreliertes, stabiles Asset zu sein, äußerst interessiert. Im Rahmen eines Gastbeitrags auf €uro Fundresearch hat BTC-ECHO sich der Fragestellung gewidmet, ob Bitcoin und der stark korrelierte Krypto-Markt eine gute Ergänzung für klassische Portfolios darstellen würden. Diese Fragestellung ist es, die institutionelle Investoren am Krypto-Markt interessiert, weniger eine Hoffnung auf einen neuen Bull Run wie Ende 2017.

Um die Eignung für klassische Portfolios zu klären, kann ein Investor verschiedene Größen betrachten. Zum einen wäre es interessant, zu sehen, ob und wie stark Bitcoin zu traditionellen Märkten gekoppelt ist. Zum anderen ist ein stabiles Asset für ein langfristiges Investment attraktiv. Die Volatilität des Assets muss zwar nicht extrem gering sein. Sie sollte aber wenigstens über einen längeren Zeitraum eine gewisse Konstanz aufweisen.

Wir achten in dieser Artikelreihe deshalb auf die Korrelation im letzten Monat, auf eine gleitende Korrelation, eine gleitende Volatilität und eine gleitende Performance. Die drei letzten Werte werden für jeden Tag auf der Basis der letzten 30 Tage ausgerechnet. Als Vergleichsassets aus den traditionellen Märkten betrachten wir die Indizes S&P 500, Dax und Nikkei, auf Öl und auf Gold.

Wie entwickelt sich das Verhältnis zwischen Bitcoin und den klassischen Märkten?


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Zwischenzeitlich sank die Korrelation von Bitcoin beziehungsweise Ethereum zu XRP auf ein neues Minimum, konnte aber am nächsten Tag wieder in gewohnte Höhen ansteigen:  

Da Bitcoin die Leitwährung innerhalb des Krypto-Ökosystems ist und institutionelle Investoren als erstes auf diese schauen, reicht es aus, wenn wir uns beim Vergleich mit dem klassischen Markt auf die größte aller Kryptowährungen fokussieren.

Korrelation: Kryptowährungen vs. traditioneller Markt

Die negative Korrelation zu Öl blieb bestehen. Die Kopplung zwischen Gold und Bitcoin fiel weiter ins Negative, jedoch ist die Kopplung zwischen dem S&P-500-Index und dem Bitcoin-Kurs aktuell kaum vorhanden. Außerdem fällt auf, dass der Nikkei-Index weiterhin eine starke Antikorrelation zu Gold vorweisen kann:

Die Trends der letzten Woche bestätigten sich. Weiterhin sind Gold und Öl zu Bitcoin antikorreliert, während die drei Indizes eine positive Kopplung zu Bitcoin vorweisen:

Insgesamt ist die absolute mittlere Korrelation Bitcoins mit den übrigen Märkten mit 26 Prozent weiterhin am geringsten. Auch bei Berücksichtigung von Kompensationseffekten durch etwaige Antikorrelationen sieht das Bild ähnlich aus. Bitcoins Kopplung zu den übrigen Märkten ist mit 17 Prozent die zweitgrößte. Lediglich Gold kann mit einer Kopplung von 16 Prozent eine geringere Korrelation zum übrigen Markt vorweisen.

Performance von Bitcoin wieder auf die von Öl gestiegen

Der aktuellen Seitwärtslage geschuldet ist die mittlere Volatilität der letzten 30 Tage signifikant gefallen. Deutlich unter zwei Prozent gestürzt, unterscheidet sie sich kaum von der der Vergleichsassets:

Die Performance fiel am 25. März unter die der Vergleichsassets, konnte jedoch stark ansteigen. Sie steht deshalb inzwischen wieder fast auf der Höhe der Performance von Öl, welche der Top-Performer am Markt ist:

Das Gesamtbild stellt sich besser dar als in der letzten Woche: Die Performance ist eine der besten am Markt und die Korrelation ist eine der geringsten am Markt. Zwar könnte man über die niedrige Volatilität jubeln, jedoch sollte man vorsichtig sein: Die geringe Volatilität kennen wir von der Seitwärtsphase zwischen September und Mitte November – sprich vor dem dramatischen Kurssturz, der den Bitcoin-Kurs unter 4.000 US-Dollar trieb. Hoffen wir, dass es nicht soweit kommt.

Daten am 29. März von cryptocompare.comfinance.yahoo.com und fred.stlouisfed.org verwendet.

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