Bitcoin, Krypto- und traditionelle Märkte – Seitwärtsphase wirft Bitcoin ins Mittelfeld
Bitcoin, Krypto- und traditionelle Märkte – Seitwärtsphase wirft Bitcoin ins Mittelfeld

Quelle: Shutterstock

Krypto- und traditionelle Märkte – Seitwärtsphase wirft Bitcoin ins Mittelfeld

Weiterhin ist nicht Bitcoin, sondern Öl das am besten performende Asset. Die absolute Kopplung von Bitcoin mit dem übrigen Markt ist jedoch weiterhin am geringsten. Die Volatilität vom Bitcoin-Kurs ist etwas gesunken. 

Seit Anfang November verfolgen wir, wie sich Bitcoin im Vergleich zu traditionellen Märkten schlägt. Dabei geht es nicht um einen trivialen Vergleich der Performance. Institutionelle Investoren sind an Bitcoins Anspruch, ein nicht korreliertes, stabiles Asset zu sein, äußerst interessiert. Im Rahmen eines Gastbeitrags auf €uro Fundresearch hat BTC-ECHO sich der Fragestellung gewidmet, ob Bitcoin und der stark korrelierte Krypto-Markt eine gute Ergänzung für klassische Portfolios darstellen würden. Diese Fragestellung ist es, die institutionelle Investoren am Krypto-Markt interessiert, weniger eine Hoffnung auf einen neuen Bull Run wie Ende 2017.

Um die Eignung für klassische Portfolios zu klären, kann ein Investor verschiedene Größen betrachten. Zum einen wäre es interessant, zu sehen, ob und wie stark Bitcoin zu traditionellen Märkten gekoppelt ist. Zum anderen ist ein stabiles Asset für ein langfristiges Investment attraktiv. Die Volatilität des Assets muss zwar nicht extrem gering sein. Sie sollte aber wenigstens über einen längeren Zeitraum eine gewisse Konstanz aufweisen.

Wir achten in dieser Artikelreihe deshalb auf die Korrelation im letzten Monat, auf eine gleitende Korrelation, eine gleitende Volatilität und eine gleitende Performance. Die drei letzten Werte werden für jeden Tag auf der Basis der letzten 30 Tage ausgerechnet. Als Vergleichsassets aus den traditionellen Märkten betrachten wir die Indizes S&P 500, Dax und Nikkei, auf Öl und auf Gold.

Wie entwickelt sich das Verhältnis zwischen Bitcoin und den klassischen Märkten?


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Die Seitwärtsphase des Marktes schlägt sich auch in den nahezu konstanten Korrelationen zwischen den Top 3 nieder. Leicht ist die Korrelation zwischen Bitcoin und XRP gesunken und liegt aktuell unter der zwischen Ethereum und XRP:

Da Bitcoin die Leitwährung innerhalb des Krypto-Ökosystems ist und institutionelle Investoren als erstes auf diese schauen, reicht es aus, wenn wir uns beim Vergleich mit dem klassischen Markt auf die größte aller Kryptowährungen fokussieren.

Korrelation: Kryptowährungen vs. traditioneller Markt

Die negative Korrelation zu Öl blieb bestehen, jedoch ist die Kopplung zwischen Gold und dem Bitcoin-Kurs aktuell kaum vorhanden. Außerdem fällt auf, dass Öl zu allen Vergleichsassets bis auf Gold negativ korreliert ist und der Nikkei-Index eine starke Antikorrelation zu Gold vorweisen kann:

Insgesamt haben sich die Kopplungen zwischen Bitcoin und den Vergleichsassets seit der letzten Woche kaum geändert. Die Antikorrelation zu Öl und die Korrelation zu Gold sind etwas geringer geworden, aber noch ist es zu früh, um hier einen Trend zu erkennen:

Insgesamt ist die absolute mittlere Korrelation Bitcoins mit den übrigen Märkten mit 25 Prozent weiterhin am geringsten. Berücksichtigen wir Kompensationseffekte durch etwaige Antikorrelationen, sieht das Bild anders aus. Bitcoins Kopplung zu den übrigen Märkten ist mit 21 Prozent die drittgrößte. Die geringste Kopplung zu den Vergleichsmärkten kann aktuell Öl mit neu Prozent vorweisen, gefolgt von Gold (16 Prozent) und vom Nikkei-Index (19 Prozent).

Performance von Bitcoin unter die von Öl gefallen

Der aktuellen Seitwärtslage geschuldet hat sich die mittlere Volatilität der letzten 30 Tage kaum geändert. Sie ist nun noch etwas näher an die zwei Prozent gerückt:

Die Performance ist seit dem 16. März immer tiefer gefallen und liegt aktuell mehr oder weniger gleichauf mit den Performances der Indizes S&P 500, DAX und Nikkei. Anders als Gold sind diese immerhin nicht negativ. Weiterhin kann Öl als das am besten performende Asset abschließen:

Die 4.000 US-Dollar machen Bitcoin zu schaffen. Nicht nur die Performance ist im Augenblick mittelprächtig, auch die Kopplung zu den übrigen Märkten war schonmal geringer. Dennoch ist die Volatilität weiterhin überschaubar und auch die Kopplung moderat.

Daten am 22. März von cryptocompare.comfinance.yahoo.com und fred.stlouisfed.org verwendet.

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