Krypto- und traditionelle Märkte KW7 – Performance von Bitcoin holt auf

Dr. Philipp Giese

von Dr. Philipp Giese

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Dr. Philipp Giese

Dr. Philipp Giese arbeitet als Chief Analyst für BTC-ECHO und ist auf die Bereiche Chartanalyse und Technologie spezialisiert. Der promovierte Physiker kann dabei auf jahrelange Berufserfahrung als technologischer Berater zurückgreifen. Zudem ist er zentraler Ansprechpartner im Discord-Channel von BTC-ECHO und pflegt als Speaker und Interviewer den Austausch mit Startups, Entwicklern und Visionären.

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Quelle: Shutterstock

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Die Kopplung zwischen dem Bitcoin-Kurs und den klassischen Märkten ist weiterhin minimal. Ebenso ist die Volatilität auf Werte gesunken, die wir seit Anfang Oktober nicht mehr gesehen haben. Dank des Kurssprungs vor einer Woche ist die Performance fast wieder auf die Höhe der Vergleichsassets gestiegen.

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Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 26. Mai 2019 05:05 Uhr von Tanja Giese

Seit einigen Monaten verfolgen wir, wie sich Bitcoin im Vergleich zu traditionellen Märkten schlägt. Dabei geht es nicht einfach um einen Vergleich der Performance. Institutionelle Investoren sind an Bitcoins Anspruch, ein nicht korreliertes, stabiles Asset zu sein, äußerst interessiert. Vor einiger Zeit habe ich mich im Rahmen eines Gastbeitrags auf €uro Fundresearch der Fragestellung gewidmet, ob Bitcoin und der stark korrelierte Krypto-Markt eine gute Ergänzung für klassische Portfolios darstellen würden. Diese Fragestellung ist es, die institutionelle Investoren am Krypto-Markt interessiert, weniger eine Hoffnung auf einen neuen Bull Run wie Ende 2017.

Um die Eignung für klassische Portfolios zu klären, kann ein Investor verschiedene Größen betrachten. Zum einen wäre es interessant zu sehen, ob und wie stark gekoppelt Bitcoin zu traditionellen Märkten ist. Zum anderen ist ein stabiles Asset für ein langfristiges Investment attraktiv. Die Volatilität des Assets muss zwar nicht extrem gering sein, sollte aber wenigstens über einen längeren Zeitraum eine gewisse Konstanz aufweisen.

Wie entwickelt sich das Verhältnis zwischen Bitcoin und den klassischen Märkten?

Seit Anfang November verfolgen wir deshalb, wie sich Bitcoin im Vergleich zu traditionellen Märkten schlägt. Wir achten daher auf die Korrelation im letzten Monat, auf eine gleitende Korrelation, eine gleitende Volatilität und eine gleitende Performance. Die drei letzten Werte werden für jeden Tag auf der Basis der letzten 30 Tage ausgerechnet. Da sich die Korrelationen innerhalb des Krypto-Markts sehr ähnlich verhalten und BTC für institutionelle Investoren aktuell am interessantesten ist, fokussieren wir uns größtenteils auf den Bitcoin-Kurs. Als Vergleichsassets aus den traditionellen Märkten betrachten wir die Indizes S&P 500, Dax und Nikkei, auf Öl und auf Gold.

XRP ist weiterhin von den Top 3 das am meisten entkoppelte Asset. Das werden wir natürlich weiter verfolgen. Doch wir müssen hier ehrlich sein: Die Korrelationen der Top-3-Kryptowährungen untereinander sind weiterhin sehr hoch:

Da Bitcoin die Leitwährung innerhalb des Krypto-Ökosystems ist und institutionelle Investoren als erstes auf diese schauen, reicht es aus, wenn wir uns beim Vergleich mit dem klassischen Markt auf Bitcoin fokussieren.

Korrelation: Kryptowährungen vs. traditioneller Markt

„Durchwachsen“ möchte man die Kopplung Bitcoins zu den klassischen Märkten bezeichnen: Während sich der S&P 500 und Bitcoin fast vollkommen unkorreliert zueinander verhalten, sind aktuell die Kurse von Bitcoin und dem Nikkei-Index zueinander stark gegenläufig. Ähnliches lässt sich über die Korrelation zwischen dem DAX und dem Bitcoin-Kurs sagen. Insgesamt ist die Kopplung Bitcoins zu den klassischen Märkten weiterhin recht gering. Absolut betrachtet bewegt sich der Goldkurs jedoch am unabhängigsten von den Vergleichsassets:

Inzwischen sind die Korrelationen zu Gold, Öl und dem S&P 500 ins Positive gestiegen, lediglich der DAX und der Nikkei-Index sind noch zu Bitcoin antikorreliert:

Insgesamt beträgt die absolute mittlere Korrelation Bitcoins mit den übrigen Märkten ungefähr 31 Prozent. Gold wies innerhalb des letzten Monats eine etwas höhere Entkopplung mit 28 Prozent auf. Berücksichtigen wir Kompensationseffekte durch etwaige Antikorrelationen, ist Bitcoin nur zu neun Prozent zum übrigen Markt korreliert.

Performance von Bitcoin fast wieder auf Höhe der anderen Assets

Dank der bisher verfolgten Seitwärtsphase ist die Volatilität Bitcoins noch weiter gesunken und strebt aktuell die zwei Prozent an. Der Einfluss des Kurssprungs der letzten Woche ist inzwischen nur noch ein temporärer Spike:

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Zwar liegt damit die Volatilität immer noch höher als die der Vergleichsassets, ist aber inzwischen unter Level gestiegen, die man bei Öl jüngst beobachten konnte. Die Volatilität nähert sich also den klassischen Assets an.

Der jüngste Kurssprung konnte zwar Bitcoin keine bessere mittlere Performance als den übrigen Assets bescheinigen. Der Abstand zu diesen ist jedoch inzwischen sehr knapp:

Insgesamt stellt sich Bitcoin damit als ein interessantes Investment für institutionelle Investoren dar. Die Korrelation zum klassischen Markt ist weiterhin sehr gering, die Volatilität ist auf Level gesunken, die ein Analyst einkalkulieren kann und auch die Performance ist inzwischen wieder besser geworden. Mal sehen, ob die jüngsten Äußerungen JP Morgans über eine „eigene Kryptowährungen“ wieder zu einem erstarkenden Interesse an Bitcoin im klassischen Sektor führen.

Daten auf Basis von cryptocompare.comfinance.yahoo.com und fred.stlouisfed.org

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