Krypto- und traditionelle Märkte KW48 – Volatilität von Bitcoin so hoch wie seit Monaten nicht

Dr. Philipp Giese

von Dr. Philipp Giese

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Dr. Philipp Giese

Dr. Philipp Giese arbeitet als Chief Analyst für BTC-ECHO und ist auf die Bereiche Chartanalyse und Technologie spezialisiert. Der promovierte Physiker kann dabei auf jahrelange Berufserfahrung als technologischer Berater zurückgreifen. Zudem ist er zentraler Ansprechpartner im Discord-Channel von BTC-ECHO und pflegt als Speaker und Interviewer den Austausch mit Startups, Entwicklern und Visionären.

Teilen

Quelle: Shutterstock

BTC10,687.13 $ -0.08%

Die Kurse von XRP und Bitcoin sind wieder stark gekoppelt. Außerdem ist die Volatilität Bitcoins wieder deutlich höher als die der traditionellen Märkte. 

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 26. Mai 2019 05:05 Uhr von Tanja Giese

Was taugen Bitcoin und der stark korrelierte Krypto-Markt als unkorreliertes Asset? Sind die klassischen Märkte weiterhin vom Krypto-Markt entkoppelt? Und wie stark ist die Volatilität Bitcoins?

Die Größen-Korrelation und Volatilität sind gerade für institutionelle Investoren von Bedeutung: Eine niedrige Korrelation mit traditionellen Märkten wie dem S&P500, dem DAX oder dem Dow Jones würde bestätigen, dass der Krypto-Markt für institutionelle Investoren interessant sein könnte. Er würde für eine größere Diversifizierung des Portfolios hilfreich sein. Ein anderer Monitor ist die Volatilität: Eine hohe Volatilität und das damit verbundene Risiko schreckt institutionelle Investoren ab.


Seit Anfang November verfolgen wir, wie sich Bitcoin im Vergleich zu traditionellen Märkten schlägt. Wir schauen deshalb auf die Korrelation im letzten Monat, auf eine gleitende Korrelation und eine gleitende Volatilität. Die beiden letzten Werte werden für jeden Tag auf der Basis der letzten 30 Tage ausgerechnet. Da sich die Korrelationen innerhalb des Krypto-Markts sehr ähnlich verhalten und aktuell BTC für institutionelle Investoren am interessantesten ist, fokussieren wir uns größtenteils auf den Bitcoin-Kurs.

Der am 14. November begonnene Abverkauf am Krypto-Markt geht weiter. Die Volatilität ist damit auch wieder da. In der letzten Woche sprachen wir an, dass zumindest temporär die Kurse von XRP und Bitcoin voneinander unabhängig wurden. Inzwischen ist das nicht mehr zu sagen, die Korrelation zwischen diesen beiden Assets steigt wieder an:

Korrelation: Kryptowährungen vs. traditioneller Markt

Das ist im Augenblick doch recht interessant: Die Korrelation zum Dow Jones sowie zum S&P500 ist aktuell sehr stark. Entsprechend liegt Bitcoin derzeit bezüglich der Korrelation zu anderen Märkten im Mittelfeld. Sowohl Öl als auch Gold weisen eine geringere Korrelation auf:

Dieses Bild bestätigt sich beim Blick auf die laufenden Korrelationen. Während Bitcoin von Öl, Gold und dem DAX noch fast komplett entkoppelt ist, beträgt die Korrelation zu den Indizes Dow Jones und S&P 500 immerhin 0,3:

Bitcoins Volatilität: Und sie steigt weiter!

Der Kurssturz vom 14. November stellte nicht nur ein Ende des Seitwärtstrends dar, sondern auch ein Ende der sinkenden Volatilität. Inzwischen ist die monatliche Volatilität allerdings wieder auf ein Level gestiegen, das man zuletzt Anfang Mai sah. Die Volatilität der Öl-Futures, obschon weit hinter der von Bitcoin, ist auch am Steigen und zwar schon seit August. Die übrigen betrachteten Assets verhalten sich weiterhin stabil:

Aktuell lädt der fallende Krypto-Markt eher wenig zu großen Investments ein. Die Volatilität macht Bitcoin für Trader wieder interessant, jedoch ist die fallende Entkopplung von den amerikanischen Märkten ein negatives Signal, das man im Auge behalten sollte.

BTC-ECHO


Teilen

Die aktuellsten News kostenlos per E-Mail

Ich stimme zu, dass meine E-Mail-Adresse für den Versand des Newsletters gespeichert und verarbeitet wird. Weitere Hinweise
BTC-ACADEMY

Kryptowährungen einfach kaufen und verkaufen

Ein Bankkonto, Krypto-Wallets und Trading vereint

  • Einfach, sicher und zuverlässig
  • Kontoeröffnung in nur 5 Minuten
  • Nur 1% Handelsgebühr
  • Made in Germany