Krypto und traditionelle Märkte KW46 – Volatilität von Bitcoin kommt zurück

Dr. Philipp Giese

von Dr. Philipp Giese

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Dr. Philipp Giese

Dr. Philipp Giese arbeitet als Chief Analyst für BTC-ECHO und ist auf die Bereiche Chartanalyse und Technologie spezialisiert. Der promovierte Physiker kann dabei auf jahrelange Berufserfahrung als technologischer Berater zurückgreifen. Zudem ist er zentraler Ansprechpartner im Discord-Channel von BTC-ECHO und pflegt als Speaker und Interviewer den Austausch mit Startups, Entwicklern und Visionären.

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Auch wenn die Korrelation mit Gold aktuell steigt, bleiben die klassischen Märkte und Bitcoin entkoppelt. Mit dem Kurssturz vor wenigen Tagen kam auch wieder etwas Volatilität ins Spiel. 

Was taugt Bitcoin – und der stark korrelierte Krypto-Markt – als unkorreliertes Asset? Sind die klassischen Märkte weiterhin vom Krypto-Markt entkoppelt? Und wie stark ist die Volatilität Bitcoins?

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Die Größen-Korrelation und Volatilität sind für institutionelle Investoren interessant: Eine niedrige Korrelation mit traditionellen Märkten wie dem S&P500, dem DAX oder dem Dow Jones würde bestätigen, dass der Krypto-Markt für institutionelle Investoren interessant sein könnte. Er würde für eine größere Diversifizierung des Portfolios hilfreich sein. Ein anderer Monitor ist die Volatilität: Eine hohe Volatilität, und das damit zusammenhängende Risiko, schreckt institutionelle Investoren ab.

Seit Anfang November verfolgen wir, wie sich Bitcoin im Vergleich zu traditionellen Märkten schlägt. Wir schauen deshalb auf die Korrelation im letzten Monat, auf eine gleitende Korrelation und eine gleitende Volatilität. Die beiden letzten Werte werden für jeden Tag auf der Basis der letzten 30 Tage ausgerechnet. Da sich die Korrelationen innerhalb des Krypto-Marktes sehr ähnlich verhalten und aktuell BTC für institutionelle Investoren am interessantesten ist, fokussieren wir uns auf die erste aller Kryptowährungen.

Am 14. November riss ein gigantischer Abverkauf den gesamten Krypto-Markt in die Tiefe. Die Volatilität war damit auch wieder da – in eine für viele Kryptowährungen ungewünschte Richtung.

Korrelation: Kryptowährungen vs. traditioneller Markt

Der generelle Eindruck der Korrelationsmatrix bleibt erhalten: Bitcoin ist mit klassischen Märkten kaum korreliert. Aktuell ist nur Öl noch unkorrelierter, während Gold eine vergleichsweise starke Antikorrelation aufweist:

Ein Blick auf die laufenden monatlichen Korrelationen zwischen Bitcoin und den traditionellen Märkten zeigt den Kurssturz dieser Woche sehr deutlich. Kurzfristig änderten sich die Korrelationen signifikant. Während sich die Korrelation zwischen Bitcoin und den Indizes S&P 500, DAX und Dow Jones bei knapp unter 0,2 einpendelte, fiel die von Öl ins Negative. Aktuell sind Öl und Bitcoin am stärksten entkoppelt, während eine Korrelation zwischen Bitcoin und Gold der Korrelation zwischen Bitcoin und den klassischen Indizes entgegensteht: 

Da kam die Volatilität wieder… bei Bitcoin und Öl!

Der Kurssturz vom 14. November stellte nicht nur ein Ende des Seitwärtstrends dar, sondern auch ein Ende der sinkenden Volatilität. Seit dem Kurssturz steigt diese wieder. Selbiges lässt sich auch über Öl sagen, während sich die Volatilität der übrigen betrachteten Assets kaum änderte :

Wir wissen jetzt: Die fallende Volatilität war nicht der Vorbote eines starken Interesses der institutionellen Investoren. Bisher war es ein Seitwärtstrend, der mit einem signifikanten Dump endete. Es bleibt jedoch dabei: Der Krypto-Markt ist vom restlichen Markt weiterhin stark entkoppelt, sodass das Interesse der institutionellen Investoren anhält.

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