Krypto- und traditionelle Märkte KW3 – Bitcoin kaum zum Markt korreliert

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Krypto- und traditionelle Märkte KW3 – Bitcoin kaum zum Markt korreliert

Die Antikorrelation zu allen anderen betrachteten Assets ist wieder zurückgegangen. Aktuell ist Bitcoin kaum mit dem übrigen Markt gekoppelt. Dafür ist die Performance auf die Höhe der anderen Assets zurückgefallen.

Was taugen Bitcoin und der stark korrelierte Krypto-Markt als unkorreliertes Asset? Sind die klassischen Märkte weiterhin vom Krypto-Markt entkoppelt? Und wie stark ist die Volatilität Bitcoins?

Die Größenkorrelation und Volatilität sind gerade für institutionelle Investoren von Bedeutung: Eine niedrige Korrelation mit traditionellen Märkten wie dem S&P500, dem DAX oder dem Dow Jones würde bestätigen, dass der Krypto-Markt für institutionelle Investoren interessant sein könnte. Er wäre für eine größere Diversifizierung des Portfolios hilfreich. Ein anderer Monitor ist die Volatilität: Eine hohe Volatilität und das damit verbundene Risiko schrecken institutionelle Investoren ab.

Seit Anfang November verfolgen wir, wie sich Bitcoin im Vergleich zu traditionellen Märkten schlägt. Wir achten daher auf die Korrelation im letzten Monat, auf eine gleitende Korrelation, eine gleitende Volatilität und eine gleitende Performance. Die drei letzten Werte werden für jeden Tag auf der Basis der letzten 30 Tage ausgerechnet. Da sich die Korrelationen innerhalb des Krypto-Markts sehr ähnlich verhalten und BTC für institutionelle Investoren aktuell am interessantesten ist, fokussieren wir uns größtenteils auf den Bitcoin-Kurs.

Nach dem Kurssturz des 10. Januar bewegen sich die Kryptowährungen seitwärts. Für die Korrelationen der Top-3-Kryptowährungen bedeutet das, dass die Kopplung weiterhin stark ist, wenn auch die Kopplung zwischen Ethereum und Bitcoin im letzten Monat fiel:

Man sollte diese Entwicklung nicht überbewerten. Die momentane Entkopplung ist durch den Höhenflug Ethereums Ende Dezember zu begründen. Für eine wirklich langfristige Entkopplung spricht aktuell nichts.

Korrelation: Kryptowährungen vs. traditioneller Markt

Bitcoins Korrelation zu den klassischen Werten hat sich seit der letzten Woche kaum geändert. Die Kopplung zu Öl ist stark negativ. Ähnliches lässt sich über die Kopplung zu den amerikanischen Indizes S&P 500 und Dow Jones sagen, während Bitcoin zum DAX und zu Gold fast vollständig entkoppelt ist. Insgesamt ist die Korrelation zu allen Assets aktuell negativ:

Durch diese negativen Kopplungen ist die mittlere Korrelation unter allen betrachteten Märkten für Bitcoin mit Abstand am geringsten.

Wie man obiger Tabelle entnehmen kann, ist Bitcoin zu allen Vergleichsassets negativ korreliert. Die Kopplungen zu Gold und dem DAX sind dabei am schwächsten:

Bitcoins Performance fällt auf normales Marktlevel

Trotz des Abverkaufs vom 10. Januar konnte die monatliche Volatilität bei etwas über 0,04 Prozent bleiben und hält sich seit Anfang 2019 recht stabil auf diesem Level:

Damit ist die Volatilität freilich deutlich höher als von den Vergleichsassets, was nicht überrascht. Sie ist aber gefallen und hält sich auf diesem Level. Damit stellt sie zumindest ein Unsicherheitsmaß dar, mit welchem ein Investor rechnen kann.

Leider musste Bitcoin seine Top-Position hinsichtlich der Performance wieder aufgeben. Aktuell können Öl-Futures mit einer durchschnittlichen täglichen Performance von 0,4 Prozent diese für sich beanspruchen. Bitcoin hingegen ist fast auf null zurückgefallen:

 

Zwar ist damit Bitcoin nicht mehr so attraktiv wie in der letzten Woche, kann aber weiterhin eine geringe Korrelation zum Markt sowie eine stabile Volatilität vorweisen. Damit stellt Bitcoin auch in dieser Woche noch eine attraktive Investition für institutionelle Anleger dar.

Daten auf Basis von cryptocompare.comfinance.yahoo.com und fred.stlouisfed.org

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