Krypto- und traditionelle Märkte – Bitcoin schlägt weiter die klassischen Assets

Krypto- und traditionelle Märkte – Bitcoin schlägt weiter die klassischen Assets

Der Bitcoin-Kurs verhält sich weiterhin unabhängig von allen Vergleichsassets. Die monatliche Performance von Bitcoin schlägt weiterhin die der Vergleichsassets. Die Volatilität ist zwar höher, aber noch überschaubar. 

Seit Anfang November verfolgen wir, wie sich Bitcoin im Vergleich zu traditionellen Märkten schlägt. Dabei geht es nicht um einen trivialen Vergleich der Performance. Institutionelle Investoren sind an Bitcoins Anspruch, ein nicht korreliertes, stabiles Asset zu sein, äußerst interessiert. Im Rahmen eines Gastbeitrags auf €uro Fundresearch hat BTC-ECHO sich der Fragestellung gewidmet, ob Bitcoin und der stark korrelierte Krypto-Markt eine gute Ergänzung für klassische Portfolios darstellen würden. Diese Fragestellung ist es, die institutionelle Investoren am Krypto-Markt interessiert, weniger eine Hoffnung auf einen neuen Bull Run wie Ende 2017.

Um die Eignung für klassische Portfolios zu klären, kann ein Investor verschiedene Größen betrachten. Zum einen wäre es interessant zu sehen, ob und wie stark gekoppelt Bitcoin zu traditionellen Märkten ist. Zum anderen ist ein stabiles Asset für ein langfristiges Investment attraktiv. Die Volatilität des Assets muss zwar nicht extrem gering sein. Sie sollte aber wenigstens über einen längeren Zeitraum eine gewisse Konstanz aufweisen.

Wir achten in dieser Artikelreihe deshalb auf die Korrelation im letzten Monat, auf eine gleitende Korrelation, eine gleitende Volatilität und eine gleitende Performance. Die drei letzten Werte werden für jeden Tag auf der Basis der letzten 30 Tage ausgerechnet. Als Vergleichsassets aus den traditionellen Märkten betrachten wir die Indizes S&P 500, Dax und Nikkei, auf Öl und auf Gold.

Wie entwickelt sich das Verhältnis zwischen Bitcoin und den klassischen Märkten?

Das Bild ist bekannt: Wie auch in den vergangenen Wochen ist XRP weiterhin das entkoppeltste Asset der Top 3. Seit Mitte Februar ist die Korrelation zwischen XRP und den zwei weiteren betrachteten Kryptowährungen jedoch angestiegen. Seit Anfang März bewegen sich beide Korrelationen bei ungefähr 85 Prozent:


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Da Bitcoin die Leitwährung innerhalb des Krypto-Ökosystems ist und institutionelle Investoren als erstes auf diese schauen, reicht es aus, wenn wir uns beim Vergleich mit dem klassischen Markt auf die größte aller Kryptowährungen fokussieren.

Korrelation: Kryptowährungen vs. traditioneller Markt

Ähnlich durchwachsen wie in den letzten Wochen sind die Korrelationen zwischen Bitcoin und den klassischen Märkten. Gold und der S&P 500 besitzen eine positive Korrelation mit der Kryptowährung, bezüglich DAX, Öl und dem Nikkei-Index ist diese negativ. Das führt jedoch dazu, dass die Kopplung zwischen klassischem und Krypto-Markt minimal ist. Der Nikkei-Index weist eine ähnlich geringe Korrelation zum übrigen Markt auf, was daran liegt, dass die Korrelationen vom Nikkei-Index zu Gold und zum DAX sich gegenseitig beinahe kompensieren:

 

Die Korrelationen von Bitcoin zu den weiteren Assets blieben also positiv für Gold und den S&P 500, negativ für den Öl, Nikkei und den DAX – wobei die Korrelationen zwischen dem Bitcoin-Kurs und dem Nikkei-Index steigen, während sie für die Kopplung zu Öl weiter fällt:

Insgesamt ist die absolute mittlere Korrelation Bitcoins mit den übrigen Märkten mit 26 Prozent am geringsten. Berücksichtigen wir Kompensationseffekte durch etwaige Antikorrelationen, ist Bitcoin nur zu 13 Prozent zum übrigen Markt korreliert und damit ebenfalls das entkoppelste aller Assets.

Performance von Bitcoin trotz geringer Volatilität über andere Assets gestiegen

Der aktuellen Seitwärtslage geschuldet bewegt sich die mittlere Volatilität der letzten 30 Tage weiterhin bei knapp drei Prozent:

Selbst der Kurssturz vom 4.März änderte nichts daran, dass die Performance Bitcoins weiter den übrigen Markt schlug. Sie nahm sogar zu während die monatliche Performance der Vergleichsassets eher gesunken ist:

Da schlägt doch das Herz des Bitcoin-Enthusiasten und des institutionellen Investoren höher. Weiterhin präsentiert sich Bitcoin als eine interessante Investment-Möglichkeit. Die Korrelation zu den klassischen Märkten, eine noch immer überschaubare Volatilität und die im Vergleich beste Performance sorgen für anhaltendes Interesse seitens der institutionellen Investoren. Das jüngste Lebenszeichen von Bakkt wird seinen Teil zu diesem Interesse sicherlich beitragen.

Daten auf Basis von cryptocompare.comfinance.yahoo.com und fred.stlouisfed.org

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