Krypto-Studie: Briten wollen keine zentralisierten Coins

Quelle: Portrait of man with the flag of England painted on his face. Football or soccer team fan, sport event, faceart and patriotism concept. Studio shot at white background, copy space via Shutterstock

Krypto-Studie: Briten wollen keine zentralisierten Coins

Das britische Marktbefragungsinstitut D-CYFOR hat in einer repräsentativen Krypto-Studie 1002 erwachsene Briten zu Bitcoin und Kryptowährungen befragt.

Der Befragung zufolge haben 93 Prozent zumindest schon einmal von Bitcoin gehört. Das ist eine Steigerung um 13 Prozent im Vergleich zum vergangenen November. Damit ist der Kenntnisstand über Bitcoin auf einem neuen Höchststand angelangt.

Briten wollen keinen Zentralbankcoin

Mehr als die Hälfte der Befragten (56 Prozent) gab an, dass sie trotz einer Regulierung von Kryptowährungen durch die Regierung nicht investieren würden. Ein Drittel dagegen würde „eher“ investieren, wenn der Markt reguliert werden würde.

Außerdem geht aus der Studie hervor, dass die Mehrheit (60 Prozent) einen durch die Bank of England (BoE) ausgegebenen Coin, welcher an Sterling gekoppelt wäre, nicht unterstützen würden. Millenials hingegen sind die einzige Altersgruppe, die eine Kryptowährung, ausgegeben durch die BoE, unterstützen würde.

Briten blicken laut der Krypto-Studie pessimistisch auf die Zukunft von Bitcoin

Am Optimismus gegenüber dem Wert von Bitcoin hat sich im Vergleich zu Januar 2018 nichts getan. Nach wie vor sind 39 Prozent der Befragten optimistisch. Dieser Wert hat jedoch gegenüber November 2018 um 15 Prozent abgenommen.

Sechs von zehn Briten (61 Prozent) blicken skeptisch auf die Bitcoin-Entwicklung für die kommenden sechs Monate: 32 Prozent glauben, dass Bitcoin im nächsten halben Jahr an Wert verlieren wird. Die anderen 29 Prozent sind der Meinung, dass die größte Kryptowährung nach Marktkapitalisierung kollabieren und wertlos werden wird. Auch hier hat sich keine Änderung zur Studie im Januar ergeben. Allerdings muss man betonen, dass sich ein Anstieg der Werte im Vergleich von 47 auf 61 Prozent ergeben hat.

Briten sind mit Bitcoin-Verkäufen noch nicht zufrieden

D-CYFOR hat darüber hinaus nach den Erfahrungen der Bitcoin-Investoren gefragt. Knapp jeder vierte (24 Prozent), der versucht hat, Bitcoin zu verkaufen, empfand die Gebühren als zu hoch. 10 Prozent sagte, dass es lange dauerte Bitcoin zu veräußern und in der Zwischenzeit der Wert stark schwankte. Ein Drittel hielten die Veräußerung für einen einfachen Prozess, während 16 Prozent noch nicht versuchte, Bitcoin zu verkaufen.

Die Hälfte der befragten Bitcoin-Investoren wollen ihr Investment kürzer als ein Jahr halten. Knapp ein Viertel (24 Prozent) wollen für mehr als fünf Jahre investiert bleiben und 28 Prozent der Teilnehmer gaben an, es noch nicht zu wissen.

Weitere Investments

50 Prozent der Bitcoin-Investoren würden nicht in eine andere Kryptowährung investieren. Die anderen 50 Prozent würden ihr Geld in Ethereum (20 Prozent), Bitcoin Cash (14 Prozent), Ripple (6 Prozent) und Litecoin (5 Prozent) anlegen.

Abschließend stellt die Studie heraus, dass eine Mehrheit nach wie vor Immobilien (45 Prozent) als bestes Investment für langfristige Geldanlage ansieht. Darauf folgen 20 Prozent, die ihr Geld bei einer Bank anlegen und 14 Prozent, die in Aktien und Anleihen investieren. Weitere 13 Prozent legen das Geld für die Rente zurück. Sechs Prozent investieren in Gold und nur zwei Prozent investieren in Kryptowährungen wie Bitcoin.

BTC-ECHO

Mehr zum Thema:

Ähnliche Artikel

Bitcoin-Kurs unter 10.000: Fear & Greed Index gibt klares Signal
Bitcoin-Kurs unter 10.000: Fear & Greed Index gibt klares Signal
Bitcoin

Der Bitcoin-Kurs rüttelt stetig an der psychologisch wichtigen 10.000 US-Dollar-Marke. BTC-Trader brauchen ein ruhiges Gemüt. Der Fear & Greed Index zeigt, dass das aktuell nicht einfach ist. Und gibt eine klare Handlungsanweisung

Twitter Account @bitcoin jetzt doch pro BTC – Finte oder Läuterung?
Twitter Account @bitcoin jetzt doch pro BTC – Finte oder Läuterung?
Bitcoin

Der Twitter Account @bitcoin scheint die Lager gewechselt zu haben. Nachdem das Konto vormals der Bitcoin Fork Bitcoin Cash (BCH) die Stange gehalten hatte, sollen die Betreiber nun auf Seiten BTCs zu finden sein. Doch die Community ist skeptisch.

Newsletter

Die aktuellsten News kostenlos per E-Mail

Aktuell

Überhitzte Amazon Server verursachen absurd niedrige Bitcoin-Kurse
Überhitzte Amazon Server verursachen absurd niedrige Bitcoin-Kurse
Märkte

Den Betreibern einiger asiatischer Bitcoin-Börsen dürfte heute Morgen das Herz in die Hose gerutscht sein: Ausgefallene Server von Amazon Web Services (AWS), dem Cloud-Dienst von Amazon, sorgten zeitweise für hahnebüchene Krypto-Kurse. Durch die Störung gelang es einigen Tradern, BTC für weniger als einen US-Dollar zu kaufen. 

Blockchain-Kurse starten an kalifornischen Universitäten
Blockchain-Kurse starten an kalifornischen Universitäten
Blockchain

Mouse Belt kooperiert mit drei kalifornischen Universitäten, um der hohen Nachfrage nach Blockchain-Kursen entgegenzuwirken. Neben einer Spende von 500.000 US-Dollar werden auch weitere Blockchain-Projekte finanziell gefördert. Die kalifornischen Unis streben danach, eine treibende Kraft in der Blockchain-Ausbildung zu werden.

Ruandas Zentralbank prüft Möglichkeit eigener Digitalwährung
Ruandas Zentralbank prüft Möglichkeit eigener Digitalwährung
Regierungen

Nach dem Vorbild zahlreicher weltweiter Zentralbanktests will auch Ruandas Notenbank in Zukunft eine eigene Digitalwährung herausgeben. Einer Vertreterin zufolge prüfe man derzeit entsprechende Möglichkeiten, nehme aber auch gleichzeitig bestehende Bedenken in den Blick. Derweil treibt China die Entwicklung seiner Zentralbankwährung weiter voran.  

Libra: Schweizer Bundesrat äußert sich zu Facebook-Währung
Libra: Schweizer Bundesrat äußert sich zu Facebook-Währung
Altcoins

Am 23. August besucht eine US-Delegation die Schweiz, um dort über die Zukunft der geplanten Facebook-Kryptowährung Libra zu sprechen. In einer Äußerung zeigte sich der Schweizer Bundesrat prinzipiell offen gegenüber der geplanten Währung. Einige Bedenken gibt es dennoch.

Angesagt

Zwischen Theorie und Praxis: Ist Bitcoin wirklich ein antizyklisches Investment?
Kommentar

Wer die Wirtschaftspresse in den letzten Wochen verfolgt hat, dem ist eines aufgefallen: Es wird besonders häufig das Risiko einer baldigen Rezession aufgeführt. Die makroökonomische Stimmung hat sich, nicht zuletzt durch den Handelsstreit zwischen USA und China sowie expansive Notenbankbekenntnisse, weiter eingetrübt. Aktueller denn je ist die Frage, inwiefern Bitcoin als antizyklisches Investment bei konjunkturellen Turbulenzen profitiert. Wie es um die Korrelation zwischen Bitcoin und anderen Vermögenswerten bestellt ist und ob Gold wirklich so viele Gemeinsamkeiten mit Bitcoin besitzt.

Bitcoin-Börse Cryptopia: Insolvenzverwalter stellen Kundendaten sicher
Tech

Die insolvente neuseeländische Bitcoin-Börse Cryptopia scheint doch nicht alle Kundendaten verloren zu haben. Nachdem es im Mai danach aussah, als würde eine dritte Partei alle Dateien löschen, konnten die Insolvenzverwalter nun einige Daten retten. Cryptopia musste ihren Dienst nach einem massiven Hack in Januar 2019 im Mai einstellen.

Blockchain-Plattform für Kleinkredite in Sierra Leone
Blockchain

Das Nonprofit-Unternehmen Kiva startet nun eine Blockchain-Plattform für die Kredit-Bonitätsprüfungen in dem afrikanischen Sierra Leone. Kiva, das in San Francisco ansässige gemeinnützige Unternehmen, könnte so die Kreditvergabe in Sierra Leone nachhaltig effektiver gestalten. Die Regierung des Landes arbeitet bei diesem Projekt eng mit Kiva zusammen.

Bitcoin Mining im Atomkraftwerk: Ukrainische Ermittler beschlagnahmen Equipment
Mining

Ukrainische Ermittler haben in einem staatlich geführten Atomkraftwerk Bitcoin-Mining-Equipment sichergestellt. Angestellte und Sicherheitskräfte sollen den Strom ihrer Büros genutzt haben, um Kryptowährungen zu schürfen. Dabei sollen geheime Informationen nach außen gelangt sein.

Warte mal kurz ... !

Kennst du schon unseren Newsletter? Wir versorgen dich kostenlos mit den spannendsten News der Krypto- und Blockchainszene: