Krypto-Studie: Briten wollen keine zentralisierten Coins

Chiara Bachmann

von Chiara Bachmann

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Chiara Bachmann

Chiara Bachmann studiert im Master Wirtschaft & Recht mit Schwerpunkt Finance an der Hochschule Aschaffenburg. Sie interessiert sich nicht nur für Anwendungen in der Finanzbranche, sondern auch für den gesellschaftlichen Wandel, den die Blockchain mit sich bringen kann. Es ist ihr eine besondere Herzensangelegenheit auch Frauen für die Thematik zu begeistern.

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Das britische Marktbefragungsinstitut D-CYFOR hat in einer repräsentativen Krypto-Studie 1002 erwachsene Briten zu Bitcoin und Kryptowährungen befragt.

Der Befragung zufolge haben 93 Prozent zumindest schon einmal von Bitcoin gehört. Das ist eine Steigerung um 13 Prozent im Vergleich zum vergangenen November. Damit ist der Kenntnisstand über Bitcoin auf einem neuen Höchststand angelangt.

Briten wollen keinen Zentralbankcoin


Mehr als die Hälfte der Befragten (56 Prozent) gab an, dass sie trotz einer Regulierung von Kryptowährungen durch die Regierung nicht investieren würden. Ein Drittel dagegen würde „eher“ investieren, wenn der Markt reguliert werden würde.

Außerdem geht aus der Studie hervor, dass die Mehrheit (60 Prozent) einen durch die Bank of England (BoE) ausgegebenen Coin, welcher an Sterling gekoppelt wäre, nicht unterstützen würden. Millenials hingegen sind die einzige Altersgruppe, die eine Kryptowährung, ausgegeben durch die BoE, unterstützen würde.

Briten blicken laut der Krypto-Studie pessimistisch auf die Zukunft von Bitcoin

Am Optimismus gegenüber dem Wert von Bitcoin hat sich im Vergleich zu Januar 2018 nichts getan. Nach wie vor sind 39 Prozent der Befragten optimistisch. Dieser Wert hat jedoch gegenüber November 2018 um 15 Prozent abgenommen.

Sechs von zehn Briten (61 Prozent) blicken skeptisch auf die Bitcoin-Entwicklung für die kommenden sechs Monate: 32 Prozent glauben, dass Bitcoin im nächsten halben Jahr an Wert verlieren wird. Die anderen 29 Prozent sind der Meinung, dass die größte Kryptowährung nach Marktkapitalisierung kollabieren und wertlos werden wird. Auch hier hat sich keine Änderung zur Studie im Januar ergeben. Allerdings muss man betonen, dass sich ein Anstieg der Werte im Vergleich von 47 auf 61 Prozent ergeben hat.

Briten sind mit Bitcoin-Verkäufen noch nicht zufrieden

D-CYFOR hat darüber hinaus nach den Erfahrungen der Bitcoin-Investoren gefragt. Knapp jeder vierte (24 Prozent), der versucht hat, Bitcoin zu verkaufen, empfand die Gebühren als zu hoch. 10 Prozent sagte, dass es lange dauerte Bitcoin zu veräußern und in der Zwischenzeit der Wert stark schwankte. Ein Drittel hielten die Veräußerung für einen einfachen Prozess, während 16 Prozent noch nicht versuchte, Bitcoin zu verkaufen.

Die Hälfte der befragten Bitcoin-Investoren wollen ihr Investment kürzer als ein Jahr halten. Knapp ein Viertel (24 Prozent) wollen für mehr als fünf Jahre investiert bleiben und 28 Prozent der Teilnehmer gaben an, es noch nicht zu wissen.

Weitere Investments

50 Prozent der Bitcoin-Investoren würden nicht in eine andere Kryptowährung investieren. Die anderen 50 Prozent würden ihr Geld in Ethereum (20 Prozent), Bitcoin Cash (14 Prozent), Ripple (6 Prozent) und Litecoin (5 Prozent) anlegen.

Abschließend stellt die Studie heraus, dass eine Mehrheit nach wie vor Immobilien (45 Prozent) als bestes Investment für langfristige Geldanlage ansieht. Darauf folgen 20 Prozent, die ihr Geld bei einer Bank anlegen und 14 Prozent, die in Aktien und Anleihen investieren. Weitere 13 Prozent legen das Geld für die Rente zurück. Sechs Prozent investieren in Gold und nur zwei Prozent investieren in Kryptowährungen wie Bitcoin.

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