Krypto-Regulierung: SEC will an Richtlinien arbeiten und ICO-Hilfestellung anbieten

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Krypto-Regulierung: SEC will an Richtlinien arbeiten und ICO-Hilfestellung anbieten

Die US-amerikanische Börsenaufsichtsbehörde plant, an ihren Richtlinien zur Regulierung von Bitcoin & Co. zu arbeiten. Das teilte SEC-Kommissionarin Hester M. Peirce in einer Rede an der Universität von Missouri mit. Demnach erwäge die Behörde, ihre Vorschriften künftig anzupassen. Ferner will die SEC Hilfestellungen für Antragsteller neuer Projekte anbieten.

Um eine globale Adaption von Kryptowährungen wie Bitcoin, Ripple und Konsorten erreichen zu können, benötigt es vor allem angemessene Richtlinien. Die immer wieder abgelehnten Anträge zu Bitcoin ETFs und die damit zum Teil zerschlagenen Hoffnungen der Community auf einen etwaigen Bull Run sprechen in diesem Zusammenhang Bände. Abgesehen von fehlenden Sicherheitsmaßnahmen im Krypto-Ökosystem gibt es hier jedoch offenbar Probleme der Kompatibilität. Denn die neuen Finanztechnologien sind nicht unbedingt mit den Regelungen eines etablierten Finanzsystems vereinbar. Das könnte sich bald ändern.

So sprach SEC-Kommissionarin Hester M. Peirce in einer Rede davon, dass man die bestehenden Richtlinien in Zukunft ändern könnte. Dementsprechend sagte die Mitarbeiterin der US-amerikanischen Aufsichtsbehörde:

Die Gelegenheit der [Securities and Exchange Commission], ihren Innovationsansatz zu überdenken, ergibt sich aus einem Jahrzehnt der technologischen Entwicklung im Zusammenhang mit Blockchain und Kryptowährungen. Dieser Bereich hat viele Regulierungsbehörden auf der ganzen Welt herausgefordert. Die SEC ist hier sicherlich keine Ausnahme. Wir fragen uns gemeinsam mit anderen Regulierungsbehörden, wie die Vorschriften in diesem Bereich gelten oder ob ein neuer Rechtsrahmen besser wäre. Wenn wir angemessen handeln, können wir Innovationen an dieser neuen Grenze ermöglichen. Und zwar ohne die Ziele unserer Wertpapiergesetze zu gefährden […].

No Action Relief: Hilfeleistung für Antragsteller

Dementsprechend sei es auch die Aufgabe der Behörde, für Richtlinien zu sorgen, an denen sich Antragsteller orientieren können. Dazu arbeite die Securities and Exchange Commission an einer Beratungsmöglichkeit für ICO- und STO-Anträge:

Die Mitarbeiter arbeiten an einigen zusätzlichen Hinweisen, die den Menschen helfen sollen, darüber nachzudenken, ob ihre Krypto-Finanzierungsmaßnahmen unter die Wertpapiergesetze fallen. Es gibt auch ein Dauerangebot für Menschen, die im Zusammenhang mit einem bestimmten Token oder Projekt zum sogenannten No Action Relief kommen können. Antragsteller legen dabei ihr Vorhaben dar und die SEC-Mitarbeiter können gegebenenfalls reagieren, [indem sie einen Rückzug des Antrags empfehlen].

Damit schafft die Behörde letztlich Raum sowohl für sich selbst als auch für Antragsteller. Denn mit der No-Action-Relief-Regelung erspart sich die SEC im Voraus Arbeit, während sie den Antragstellern hilft, ihre Anträge besser auszuarbeiten.

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