Krypto-Investmentfonds: Wege aus der Krise

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Krypto-Investmentfonds: Wege aus der Krise

Auch die Krypto-Investmentfonds kommen im Bärenmarkt ins Straucheln. Nachdem die meisten Krypto-Unternehmen im Zuge des Bull Runs vom letzten Jahr hochskalierten, fallen sie jetzt unter die Erwartungen. Es gibt allerdings Strategien, mit denen sich auch bei sinkenden Kursen profitabel wirtschaften lässt.

Der Krypto-Winter macht dieser Tage auch Fondsmanagern von krypto-orientierten Investmentfonds das Leben schwer. Wie The Block berichtet, kämpfen viele der Hedgefonds ums Überleben. Denn der anhaltende Bärenmarkt veranlasst viele Investoren dazu, ihre Investments aus dem Fonds zu ziehen, um so weitere Verluste zu verhindern. Die Folge ist, dass die Krypto-Fonds weniger liquide Mittel haben, um Investitionsprojekte zu realisieren.

Um heile aus der Crash-Phase zu kommen, müssen sich Fondsmanager daher kreative Lösungen einfallen lassen. Wie Ari Paul, Manager bei BlockTower Capital, gegenüber The Block sagte, sei es jetzt an der Zeit, mit dem knappen Budget verantwortungsvoll umzugehen.

„Wir gehen mit dem Kapital umsichtig um und denken über den Return on Investment nach. Wenn wir zum Beispiel eine Reise nach Asien machen, dann werden wir sicherstellen, dass diese Reise viermal so wertvoll ist wie eine Reise nach Kalifornien.“

Des Weiteren gab Paul zu Protokoll, dass die Zeit der ICOs verstrichen sei. Für einen Großteil der Fondsmanager seien Token Sales nach Platzen der Blase Ende 2017 schlicht kein attraktives Investment mehr. Die anhaltenden Ermittlungen gegen eine Vielzahl an ICOs seitens der SEC sorgt sodann unter den Investoren nicht gerade für ein Aufatmen.

Was tun?

Welche Strategien können Investmentfonds also an den Tag legen, um durch den Bärenmarkt nicht in Existenznot zu geraten?

  • Short-Strategien: Mit Shorts auf Kryptowährungen lässt sich dieser Tage viel Geld verdienen. Tetras Capital beispielsweise shortet seit Mai 2018 leidenschaftlich Ethereum (ETH). Via Medium erklären die Fondsmanager, wieso. Für sie habe ETH nicht das Zeug, Bitcoin jemals das Wasser reichen zu können und so haben sich die Manager dazu entschlossen, gegen ETH zu wetten. Eine gute Entscheidung, wenn man bedenkt, dass ETH sogar für bearische Verhältnisse überaus schlecht performt.
  • Market-Making: Diejenigen Investmentfirmen, die den Krypto-Winter bisher ohne schwerwiegende Erfrierungen überstanden haben, haben sich in aller Regel als Market Maker verdingt. Dadurch ließ sich The Block zufolge ein kleiner aber verhältnismäßig stabiler Gewinn abschöpfen.
  • Risikokapital-Investments: Crashs bieten die Möglichkeit für junge Start-ups mit etwas mehr Ruhe an der Entwicklung ihrer Produkte zu arbeiten. Eine Chance für Kapitalgeber in Projekte zu investieren, welche die Grundlagen legen, um im nächsten Bull Run groß rauszukommen.

Fondsmanager werfen das Handtuch

Ein weiteres Problem, welches sich im Zuge der Abverkäufe von 2018 anbahnt, ist Folge einer dysfunktionalen Anreizstruktur für Manager. Denn die Gehälter vieler Fondsmanager sind an die Performance der Fonds gebunden. Dabei ergänzen die Fonds die Investmentverträge mit sogenannten Water Marks, das sind Vertragsklauseln, die die Auszahlung von Performance-Gebühren an das Erreichen vorher definierter Kursziele binden.

Wie Anthony Pompliano, „Off the chain“-Podcaster und Asset-Manager bei Morgan Creek Digital, in einem Blog-Beitrag schreibt, ist das Erreichen dieser Water Marks kaum noch möglich. Dies könnte viele Manager dazu veranlassen, die Schotten dicht zu machen, da sie schlicht zu wenig verdienen.

Pompliano zufolge wird es also erst schlimmer, bevor es besser wird.

Ein Gutes hat es aber: Diejenigen Unternehmen, die den Bärenmarkt erfolgreich überwintern, sollten gestärkt daraus hervorgehen.

BTC-ECHO

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