Krypto-Investmentfonds: Wege aus der Krise
Manager, Krypto-Investmentfonds: Wege aus der Krise

Quelle: Shutterstock

Krypto-Investmentfonds: Wege aus der Krise

Auch die Krypto-Investmentfonds kommen im Bärenmarkt ins Straucheln. Nachdem die meisten Krypto-Unternehmen im Zuge des Bull Runs vom letzten Jahr hochskalierten, fallen sie jetzt unter die Erwartungen. Es gibt allerdings Strategien, mit denen sich auch bei sinkenden Kursen profitabel wirtschaften lässt.

Der Krypto-Winter macht dieser Tage auch Fondsmanagern von krypto-orientierten Investmentfonds das Leben schwer. Wie The Block berichtet, kämpfen viele der Hedgefonds ums Überleben. Denn der anhaltende Bärenmarkt veranlasst viele Investoren dazu, ihre Investments aus dem Fonds zu ziehen, um so weitere Verluste zu verhindern. Die Folge ist, dass die Krypto-Fonds weniger liquide Mittel haben, um Investitionsprojekte zu realisieren.

Um heile aus der Crash-Phase zu kommen, müssen sich Fondsmanager daher kreative Lösungen einfallen lassen. Wie Ari Paul, Manager bei BlockTower Capital, gegenüber The Block sagte, sei es jetzt an der Zeit, mit dem knappen Budget verantwortungsvoll umzugehen.

„Wir gehen mit dem Kapital umsichtig um und denken über den Return on Investment nach. Wenn wir zum Beispiel eine Reise nach Asien machen, dann werden wir sicherstellen, dass diese Reise viermal so wertvoll ist wie eine Reise nach Kalifornien.“

Des Weiteren gab Paul zu Protokoll, dass die Zeit der ICOs verstrichen sei. Für einen Großteil der Fondsmanager seien Token Sales nach Platzen der Blase Ende 2017 schlicht kein attraktives Investment mehr. Die anhaltenden Ermittlungen gegen eine Vielzahl an ICOs seitens der SEC sorgt sodann unter den Investoren nicht gerade für ein Aufatmen.

Was tun?


Krypto-Investmentfonds: Wege aus der Krise
[Anzeige]
Bitcoin, Ethereum, Ripple, IOTA und die bekanntesten Kryptowährungen auf Plus500 handeln. Warum Plus500? Kostenloses Demo-Konto; Mobile Trading-App; Einzahlungen per PayPal; große Auswahl an verschiedenen Finanzprodukten (Kryptowährungen, Aktien, Rohstoffe, ETFs, Devisen, Indizies).

Jetzt kostenloses Konto eröffnen

Welche Strategien können Investmentfonds also an den Tag legen, um durch den Bärenmarkt nicht in Existenznot zu geraten?

  • Short-Strategien: Mit Shorts auf Kryptowährungen lässt sich dieser Tage viel Geld verdienen. Tetras Capital beispielsweise shortet seit Mai 2018 leidenschaftlich Ethereum (ETH). Via Medium erklären die Fondsmanager, wieso. Für sie habe ETH nicht das Zeug, Bitcoin jemals das Wasser reichen zu können und so haben sich die Manager dazu entschlossen, gegen ETH zu wetten. Eine gute Entscheidung, wenn man bedenkt, dass ETH sogar für bearische Verhältnisse überaus schlecht performt.
  • Market-Making: Diejenigen Investmentfirmen, die den Krypto-Winter bisher ohne schwerwiegende Erfrierungen überstanden haben, haben sich in aller Regel als Market Maker verdingt. Dadurch ließ sich The Block zufolge ein kleiner aber verhältnismäßig stabiler Gewinn abschöpfen.
  • Risikokapital-Investments: Crashs bieten die Möglichkeit für junge Start-ups mit etwas mehr Ruhe an der Entwicklung ihrer Produkte zu arbeiten. Eine Chance für Kapitalgeber in Projekte zu investieren, welche die Grundlagen legen, um im nächsten Bull Run groß rauszukommen.

Fondsmanager werfen das Handtuch

Ein weiteres Problem, welches sich im Zuge der Abverkäufe von 2018 anbahnt, ist Folge einer dysfunktionalen Anreizstruktur für Manager. Denn die Gehälter vieler Fondsmanager sind an die Performance der Fonds gebunden. Dabei ergänzen die Fonds die Investmentverträge mit sogenannten Water Marks, das sind Vertragsklauseln, die die Auszahlung von Performance-Gebühren an das Erreichen vorher definierter Kursziele binden.

Wie Anthony Pompliano, „Off the chain“-Podcaster und Asset-Manager bei Morgan Creek Digital, in einem Blog-Beitrag schreibt, ist das Erreichen dieser Water Marks kaum noch möglich. Dies könnte viele Manager dazu veranlassen, die Schotten dicht zu machen, da sie schlicht zu wenig verdienen.

Pompliano zufolge wird es also erst schlimmer, bevor es besser wird.

Ein Gutes hat es aber: Diejenigen Unternehmen, die den Bärenmarkt erfolgreich überwintern, sollten gestärkt daraus hervorgehen.

BTC-ECHO

Mehr zum Thema:

Krypto-Investmentfonds: Wege aus der Krise

Bereit für den nächsten Karrieresprung?

Sichere dir deinen Vorsprung durch Wissen und werde zum Blockchain & Krypto Experten

z.B. "Blockchain Basics Kurs"

Inklusive personalisiertes Teilnahmezertifikat
Zum Online Kurs

Ähnliche Artikel

Manager, Krypto-Investmentfonds: Wege aus der Krise
Bitcoin-SV-Kurs pumpt – Hard Fork angekündigt
Märkte

Der Bitcoin-SV-Kurs überzeugt weiterhin mit starken Zuwächsen. Zwar ist er von seinem kürzlich erreichten Allzeithoch wieder etwas abgekommen. In den letzten 24 Stunden legte er dennoch wieder im zweistelligen Prozentbereich zu. Darüber hinaus steht eine Hard Fork im Netzwerk an. Wie sind die Zukunftsaussichten?

Manager, Krypto-Investmentfonds: Wege aus der Krise
Performance von Bitcoin so hoch wie seit Monaten nicht mehr
Märkte

Die Korrelation Bitcoins mit den übrigen Assets ist leicht negativ. Die Volatilität bewegt sich weiterhin um die bekannten drei Prozent und die Performance ist so hoch wie seit einem halben Jahr nicht mehr.

Newsletter

Die aktuellsten News kostenlos per E-Mail

Aktuell

Manager, Krypto-Investmentfonds: Wege aus der Krise
Neues aus Davos: Ripple plant Börsengang in 2020
Ripple

Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos hat Ripple CEO Brad Garlinghouse aus dem Nähkästchen geplaudert und interessante Einblicke in zukünftige Projekte des FinTechs gewährt. Demnach hat sich Ripple in diesem Jahr noch hohe Ziele gesteckt.

Manager, Krypto-Investmentfonds: Wege aus der Krise
5 Fehler, die Bitcoin-Anfänger vermeiden sollten
Wissen

Für Anfänger halten Kryptowährungen wie Bitcoin zahlreiche Fallstricke bereit. Wie Beginner um die Stolperfallen herumnavigiert und was Einsteiger vermeiden sollten.

Manager, Krypto-Investmentfonds: Wege aus der Krise
Token Factory tokenisiert ersten regulierten Immobilienfonds
Unternehmen

Das Schweizer Blockchain Start-up Token Factory hat zum ersten Mal auf europäischem Boden einen regulierten Immobilienfonds tokenisiert. Die Finanzmarktaufsicht Liechtensteins hat bereits ihren Segen erteilt.

Manager, Krypto-Investmentfonds: Wege aus der Krise
Weitere Korrekturen beim Bitcoin-Kurs?
Kursanalyse

Der Bull Run, der Bitcoin und andere Kryptowährungen erfasst hat, kommt ins Straucheln. Nicht nur, weil die Kurse an eine wichtige Resistance stießen, aktuell macht auch eine sich bildende bearishe Divergenz Sorgen.

Angesagt

Das digitale Zentralbankengeld kommt
Regulierung

Spezialisten aus über 40 Ländern nähern sich dem Thema digitales Zentralbankengeld. Zur Entwicklung wurde auf dem Weltwirtschaftsforum jüngst ein Central Bank Digital Currency (CBDC) Toolkit für Entscheidungsträger herausgegeben.

Ethereum, Ripple und Iota – Luftholen oder Fehlausbruch?
Kursanalyse

Nach drei bullishen Wochen konsolidieren die Kurse von Ethereum (ETH), Ripple (XRP) und Iota (MIOTA) in dieser Woche. Die Entlastungsrallye pausiert somit vorerst und Retests der Ausbruchsniveaus werden zeitnah über den weiteren Kursverlauf entscheiden. Dabei halten sie sich weiterhin besser als Bitcoin (BTC), dessen Schwäche den Gesamtmarkt aktuell korrigieren lässt.

Bitcoin als soziales Konstrukt
Kolumne

In Sachen Transaktionsgeschwindigkeit schlagen Zahlungsnetzwerke wie PayPal oder Visa Bitcoin um Längen. Trotzdem – oder gerade deshalb – ist BTC das am schnellsten wachsende dezentrale Zahlungsnetzwerk der Welt. Woran liegt das?

So stehen deutsche Banken zur Kryptoverwahrung
Insights

Das Verwahrgeschäft für digitale Assets ist eines der Trendthemen 2020. Während manche FinTechs bereits Lösungen zur Token Custody entwickelt haben, scheint bei vielen Banken noch Misstrauen zu herrschen. Wir wollten es genauer wissen und haben direkt bei den deutschen Finanzinstituten nachgefragt. Wie sich deutsche Banken zum Kryptoverwahrgeschäft positionieren, erläutern wir anhand der ersten Reaktionen, die wir in unserer Banken-Umfrage erhalten haben.