Krypto-Hedgefonds-Gründer: Darum zögern institutionelle Investoren, in Krypto anzulegen

Tanja Giese

von Tanja Giese

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Tanja Giese

Tanja Giese hat Germanistik, Literaturwissenschaft und Philosophie in Potsdam studiert. Mit Leidenschaft lektoriert sie die BTC-ECHO-Artikel und konzentriert sich in ihren eigenen Artikeln vor allem auf die gesellschaftlichen Auswirkungen und den Umgang der Politik mit den Veränderungen, die der Vormarsch der Kryptowährungen fordert.

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Wie eine Studie der Postbank kürzlich herausfand, wollen fast 50 Prozent der unter 35-Jährigen in Deutschland in Kryptowährungen investieren. Institutionelle Investoren bleiben aber weiterhin in Abwartehaltung und wagen es noch nicht, ihr Geld in Bitcoin & Co. anzulegen. Der professionelle Investor Adam Grimsley gibt der fehlenden Regulierung sowie der hohen Volatilität die Schuld. Aber auch mangelndes Wissen sei ein Grund für diese Zurückhaltung.

Adam Grimsley arbeitete zehn Jahre bei der New Yorker Fondsgesellschaft BlackRock, bis er 2016 mit einigen ehemaligen Kollegen den Krypto-Hedgefonds Prime Factor gründete. Von der Blockchain sei er und sein Unternehmen überzeugt. So sei die Technologie in der Lage „Milliarden oder Billionen wertvoller Daten über viele verschiedene Protokolle hinweg zu erfassen“. Damit rühre sie die streng reglementierten Institutionen auf.


Seit er selbst seit 2014 in Bitcoin & Co. investiert, glaubt er zu wissen, warum die institutionellen Investoren den Kryptomarkt bislang nur aus der Ferne beobachten. Wie Newsbtc.com berichtete, gab er am 16. Juni auf der Konferenz „Zeroing In On Europe“ seine Überlegungen dazu zum Besten.

Das „intelligente Geld“ wird außen vor gelassen

Zwar bauen einige vermögende Privatkunden Portfolios auf. Die Mehrheit der institutionellen Investoren scheuen den Kryptomarkt jedoch aufgrund der fehlenden regulatorischen Sicherheit, meint Grimsley. Seiner Meinung nach wurden die großen Investoren durch die Aspekte, die ihnen sonst einen Vorteil verschafft haben, daran gehindert, ihr Geld in diesen Markt fließen zu lassen. So erklärte er auf der Konferenz:

„Banken, Institutionen und professionelle Investoren wurden an der ‚Startlinie‘ zurückgelassen. Die üblichen Vorteile wie Größe, Infrastruktur, Verbindungen und Reputation haben sich als Hindernisse erwiesen, um schnell in diesen Markt zu gelangen. Sorgen wegen Volatilität, mangelnder Liquidität und regulatorischer Ungewissheit waren mehr als genug, um zu verhindern, dass das sogenannte traditionelle intelligente Geld in die Arena eintritt.”

Er räumte ein, dass das UK Treasure Committee eine Taskforce gegründet habe, mit der man ein Verständnis für die neue Technologie erlangen will. Zeitgleich sind andere aber schon viel weiter. So haben sich nach Grimsley vermögende Privatpersonen, Family Offices und Privatbanken „in den letzten Jahren unauffällig Positionen in Kryptogütern“ aufgebaut.

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Aufgrund vergangener Hacks und Diebstähle auf Kryptobörsen erwecken diese bei professionellen Managern kein Vertrauen. Daher sind sie bei der Nutzung dieser Börsen skeptisch. Schließlich sind sie gesetzlich dazu verpflichtet, im besten Interesse ihrer Kunden zu handeln.

Anschließend erklärte James Radecki, Global Head Business Development bei Cumberland, in einer Podiumsdiskussion auf der gleichen Veranstaltung, dass sich längst institutionelles Geld auf dem Kryptomarkt befinde. Er ist der Meinung, dass der Rückgang der Volatilität dafür spräche.

BTC-ECHO


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