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Krypto-Bärenmarkt: Grund für Umsatzrückgang in Mikrochip-Industrie?

Brigitte Bernhardt

von Brigitte Bernhardt

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Brigitte Bernhardt

Brigitte Bernhardt hat Architektur studiert, PR und Redaktion gelernt und arbeitet als Fachautorin für verschiedene Medien. In die Kryptowelt ist sie 2017 eingetaucht und war vom ersten Moment fasziniert – von der Technik, von der Idee, den Menschen die Kontrolle über das eigene Geld zu geben und von den Möglichkeiten, die Kryptowährungen und Blockchain für unsere Welt bedeuten.

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Die anhaltende Talfahrt der Kryptowährungen bringt nicht nur Investoren und Trader ins Schwitzen. Bitcoin-Mining-Unternehmen und nun auch Mikrochip-Hersteller klagen über erhebliche Umsatzverluste.

Die United Microelectronics Corporation, ein führendes Unternehmen in der Halbleiterindustrie mit Sitz in Taiwan, musste Berichten zufolge 2018 Umsatzeinbußen von bis zu zehn Prozent hinnehmen. Auch TSMC, ebenfalls ein taiwanischer Chiphersteller und Lieferant des Mining-Geräteherstellers Bitmain, verzeichnete Verluste und führt dies unter anderem auf die schlechte Lage an den Krypto-Märkten zurück.

Das sinkende Interesse an Kryptowährungen führe zu einem geringeren Bedarf an Mining Hardware, so Co-Präsident Jason Wang. Das Unternehmen rechne daher auch 2019 mit einer geringeren Wafer-Nachfrage seiner Kunden. Als Hauptgründe nannte er außerdem Absatzprobleme im Mobilfunksektor und den Krypto-Bärenmarkt.

Bitcoin als Sündenbock

2017 hat der Krypto-Boom sicherlich zur positiven Geschäftsentwicklung bei den Elektronikunternehmen beigetragen. Bitcoin-Mining war lukrativ und viele neue Firmen drängten in den Markt. Dass nun immer wieder der andauernde „Krypto-Winter“ als Erklärung für Umsatzverluste herhalten muss, scheint eher ein vorgeschobenes Argument zu sein.

Für Investoren und Trader sind die schwachen Kurse an den Krypto-Märkten ein Problem. Ebenso für die Miner. Ihre Aufgabe ist es, die Transaktionen zu bestätigen und einen neuen Block zu erstellen. Als Belohnung für diese Rechenarbeit erhalten sie Transaktionsgebühren und neu erschaffene Bitcoin. Wenn in den Märkten alles auf Grün steht, profitieren auch die Miner davon. Anhaltend sinkende Kurse im Bärenmarkt schmälern die Gewinne der Miner erheblich. 2018 mussten zahlreiche Mining-Farmen abgeschaltet werden – die schrumpfenden Einnahmen wurden von den Unterhalt- und Stromkosten aufgefressen. Auch Unternehmen wie Bitmain, der weltweit größte Hersteller für Mining Hardware, sind unter Druck geraten.

Entwicklungen am Smartphone-Markt verschlafen

Die rückläufigen Zahlen bei den Mining-Anlagenherstellern haben eine geringere Nachfrage nach Mining Hardware zur Folge. Der Großteil des Halbleitergeschäfts fällt jedoch in andere Branchen wie Mobiltelefone und Computer. Vor allem die gesunkenen Verkaufszahlen neuer Smartphones wirken sich gravierend aus. Um fast 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr ist die Nachfrage in Europa im ersten Quartal 2018 gefallen. Im Vergleich zu diesen Verlusten dürften der Rückgang des Krypto-Minings für die Mikrochip-Industrie zweitrangig sein.


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