Kraken: Ehemaliger Arbeitnehmer verklagt Krypto-Börse auf über 900.000 US-Dollar

Selim Baykara

von Selim Baykara

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Selim Baykara

Selim Baykara ist seit 2015 im Tech-Journalismus unterwegs. Davor hat er Englisch an der Universität Mainz studiert und war mehrere Jahre als freiberuflicher Autor und Übersetzer tätig.

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Quelle: Shutterstock

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Ein ehemaliger Angestellter der Krypto-Handelsbörse Kraken aus New York verklagt die Plattform. Angeblich habe sein früherer Arbeitgeber eine vereinbarte Abfindung unterschlagen und nicht ausgezahlt. Deshalb fordern seine Anwälte jetzt eine Entschädigung von über 900.000 US-Dollar.

Wie Bloomberg berichtet, handelt es sich bei dem Angestellten um Jonathan Silverman, der im April 2017 eingestellt wurde und den Trading Desk von Kraken in New York leitete. Silverman hatte eigenen Angaben zufolge, eine mündliche Vereinbarung mit Gründer Jesse Powell getroffen. Diese sicherte ihm ein Jahresgehalt von 150.000 US-Dollar sowie eine Provision von zehn Prozent auf die jährlichen Einnahmen aus dem Trading Desk zu.

Kraken: Ehemaliger Trading-Desk-Leiter fordert 900.000 US-Dollar Entschädigung

Laut Silverman habe der Trading Desk von September bis Dezember 2017 Umsätze in Höhe von 19 Millionen US-Dollar generiert. Nachdem er bei der Firma kündigte, sollte er deshalb eigentlich 907.631 US-Dollar als Abfindung erhalten. Allerdings habe er bis heute weder die Provision noch die zusätzlich versprochenen Anteile gesehen.

Kraken streitet die Vorwürfe bislang ab. Christina Vee, eine Sprecherin des Unternehmens, wird mit den folgenden Worten zitiert: „Silverman lügt nicht nur, sondern hat auch seine Verschwiegenheitspflicht verletzt.“

Hat Kraken die Börsenaufsicht von New York getäuscht?

In dem Rechtsstreit geht es aber um mehr als nur die nicht gezahlte Abfindung von Kraken. Im Raum steht auch die Frage, ob die Bitcoin Exchange möglicherweise die Börsenaufsicht des Staates New York getäuscht hat. Das Unternehmen hatte 2015 angekündigt, sich wegen der Einführung von BitLicense komplett aus dem Geschäft in New York zurückzuziehen. Dieses Regelwerk soll den Raum für Kryptowährungen besser überwachen – Kraken sah sich dadurch aber zu stark in seiner Tätigkeit eingeschränkt.

Laut den Anwälten von Silverman, habe Kraken seine Tätigkeiten in New York aber niemals wirklich eingestellt und „sowohl die Öffentlichkeit als auch staatliche Stellen getäuscht“. In Wahrheit habe der Großteil des außerbörslichen Handels über Kraken weiterhin „fast ausschließlich in New York stattgefunden.“

Kraken steht mit den jüngsten Vorwürfen nicht das erste Mal im Fokus der Öffentlichkeit. Zuletzt geriet das Unternehmen Ende 2018 in das Visier der US-Behörden, auch damals ging es um die Frage, ob Kraken nicht doch Geschäfte in New York tätigt. Kraken-Chef Jesse Powell verweigerte sich einer Zusammenarbeit und nannte die Anfrage des US-Justizministeriums in diesem Zusammenhang eine „Frechheit“.

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