Kraken: Ehemaliger Arbeitnehmer verklagt Krypto-Börse auf über 900.000 US-Dollar

Quelle: Shutterstock

Kraken: Ehemaliger Arbeitnehmer verklagt Krypto-Börse auf über 900.000 US-Dollar

Ein ehemaliger Angestellter der Krypto-Handelsbörse Kraken aus New York verklagt die Plattform. Angeblich habe sein früherer Arbeitgeber eine vereinbarte Abfindung unterschlagen und nicht ausgezahlt. Deshalb fordern seine Anwälte jetzt eine Entschädigung von über 900.000 US-Dollar.

Wie Bloomberg berichtet, handelt es sich bei dem Angestellten um Jonathan Silverman, der im April 2017 eingestellt wurde und den Trading Desk von Kraken in New York leitete. Silverman hatte eigenen Angaben zufolge, eine mündliche Vereinbarung mit Gründer Jesse Powell getroffen. Diese sicherte ihm ein Jahresgehalt von 150.000 US-Dollar sowie eine Provision von zehn Prozent auf die jährlichen Einnahmen aus dem Trading Desk zu.

Kraken: Ehemaliger Trading-Desk-Leiter fordert 900.000 US-Dollar Entschädigung

Laut Silverman habe der Trading Desk von September bis Dezember 2017 Umsätze in Höhe von 19 Millionen US-Dollar generiert. Nachdem er bei der Firma kündigte, sollte er deshalb eigentlich 907.631 US-Dollar als Abfindung erhalten. Allerdings habe er bis heute weder die Provision noch die zusätzlich versprochenen Anteile gesehen.

Kraken streitet die Vorwürfe bislang ab. Christina Vee, eine Sprecherin des Unternehmens, wird mit den folgenden Worten zitiert: „Silverman lügt nicht nur, sondern hat auch seine Verschwiegenheitspflicht verletzt.“

Hat Kraken die Börsenaufsicht von New York getäuscht?

In dem Rechtsstreit geht es aber um mehr als nur die nicht gezahlte Abfindung von Kraken. Im Raum steht auch die Frage, ob die Bitcoin Exchange möglicherweise die Börsenaufsicht des Staates New York getäuscht hat. Das Unternehmen hatte 2015 angekündigt, sich wegen der Einführung von BitLicense komplett aus dem Geschäft in New York zurückzuziehen. Dieses Regelwerk soll den Raum für Kryptowährungen besser überwachen – Kraken sah sich dadurch aber zu stark in seiner Tätigkeit eingeschränkt.

Laut den Anwälten von Silverman, habe Kraken seine Tätigkeiten in New York aber niemals wirklich eingestellt und „sowohl die Öffentlichkeit als auch staatliche Stellen getäuscht“. In Wahrheit habe der Großteil des außerbörslichen Handels über Kraken weiterhin „fast ausschließlich in New York stattgefunden.“

Kraken steht mit den jüngsten Vorwürfen nicht das erste Mal im Fokus der Öffentlichkeit. Zuletzt geriet das Unternehmen Ende 2018 in das Visier der US-Behörden, auch damals ging es um die Frage, ob Kraken nicht doch Geschäfte in New York tätigt. Kraken-Chef Jesse Powell verweigerte sich einer Zusammenarbeit und nannte die Anfrage des US-Justizministeriums in diesem Zusammenhang eine „Frechheit“.

Aufgepasst: Der Kryptokompass ist das erste digitale Magazin für digitale Währungen und Blockchain-Assets. Er liefert dir monatlich exklusive Einschätzungen, spannende Insights und umfassende Analysen zur aktuellen Lage an den Blockchain- & Krypto-Märkten. Nur jetzt und nur solange der Vorrat reicht: Im Abo inkl. GRATIS Bitcoin-T-Shirt

 

Mehr zum Thema:

Ähnliche Artikel

Älteste Bank Koreas nutzt Blockchain
Älteste Bank Koreas nutzt Blockchain
Tech

Die älteste Bank Südkoreas entwickelt eine Sicherheitsstrategie auf Basis der Blockchain-Technologie. Die Shinhan Bank ging dazu eine Kooperation mit zwei weiteren Unternehmen ein. Mit Ground X beteiligt sich auch die Tochterfirma des Messenger-Marktführers in Korea daran. Im Zentrum der Zusammenarbeit steht die Entwicklung eines Private Key Management Systems für Kunden.

„Satoshi“ offenbart sich – Was ist von „The Reveal“ zu halten?
„Satoshi“ offenbart sich – Was ist von „The Reveal“ zu halten?
Szene

Laut Ivy McLemore tritt Satoshi nun an die Öffentlichkeit. In drei Artikeln soll der Erfinder von Bitcoin sich offenbaren. Wirklich glaubhaft wirkt das alles jedoch nicht, sodass man eher von einem seltsamen PR-Gag ausgehen kann.

Newsletter

Die aktuellsten News kostenlos per E-Mail

Aktuell

Älteste Bank Koreas nutzt Blockchain
Älteste Bank Koreas nutzt Blockchain
Tech

Die älteste Bank Südkoreas entwickelt eine Sicherheitsstrategie auf Basis der Blockchain-Technologie. Die Shinhan Bank ging dazu eine Kooperation mit zwei weiteren Unternehmen ein. Mit Ground X beteiligt sich auch die Tochterfirma des Messenger-Marktführers in Korea daran. Im Zentrum der Zusammenarbeit steht die Entwicklung eines Private Key Management Systems für Kunden.

„Satoshi“ offenbart sich – Was ist von „The Reveal“ zu halten?
„Satoshi“ offenbart sich – Was ist von „The Reveal“ zu halten?
Szene

Laut Ivy McLemore tritt Satoshi nun an die Öffentlichkeit. In drei Artikeln soll der Erfinder von Bitcoin sich offenbaren. Wirklich glaubhaft wirkt das alles jedoch nicht, sodass man eher von einem seltsamen PR-Gag ausgehen kann.

Alibaba reicht Patent für Blockchain-Domains ein
Alibaba reicht Patent für Blockchain-Domains ein
Krypto

Alibaba reicht ein US-Patent für das Blockchain-System UBCDN ein. Das System soll Informationen vertrauensvoll kennzeichnen und verteilen. Ferner soll UBCDN übergreifend mit anderen Blockchain-Systemen funktionieren.

Pfizer: Pharma-Riese startet Blockchain-Projekt
Pfizer: Pharma-Riese startet Blockchain-Projekt
Blockchain

Der Pharma-Riese Pfizer und Biogen leiten eine gemeinsame Organisation: die Clinical Supply Blockchain Working Group (CSBWG). Die gemeinsame Arbeitsgruppe startet nun ein Proof-of-Concept-Projekt für die Optimierung der pharmazeutischen Lieferkette.

Angesagt

Das Regulierungs-ECHO – USA will Bitcoin-Steuersündern an den Kragen
Regierungen

Während das Klima in Neuseeland zunehmend krypto-freundlicher wird, schauen die Behörden in den USA künftig genauer hin. Es ist wieder viel passiert in Sachen Krypto-Regulierung.

Jenseits der 51-Prozent-Attacke: Angriffe auf Bitcoin & Co.
Wissen

Spricht man über Angriffe auf Bitcoin und andere Kryptowährungen, fällt schnell der Begriff 51-Prozent-Attacke. Sicherlich ist diese besonders schlimm, da damit unter anderem Double-Spending-Attacken möglich sind. Doch auch ohne das Neuschreiben von Blöcken kann man Bitcoin & Co. schaden.

Bitcoin und traditionelle Märkte: Im Gleichschritt mit Gold
Märkte

Bitcoins Performance steht aktuell über der von Gold. Die Volatilität ist wieder unter 4 Prozent gefallen. Diese positiven Entwicklungen werden von einer geringen Korrelation zu den übrigen Märkten begleitet.

Die Top Bitcoin- und Blockchain-News der Woche
Kolumne

Der Bitcoin-Kurs rutscht nervös zwischen verschiedenen Markern hin und her und alle fragen sich: Warum? Der BTC-ECHO-Newsflash. Alles, was du letzte Woche verpasst hast.

Warte mal kurz ... !

Kennst du schon unseren Newsletter? Wir versorgen dich kostenlos mit den spannendsten News der Krypto- und Blockchainszene:

Neue Ausgabe: Das Kryptokompass Magazin inkl. Bitcoin-T-Shirt GRATIS!