KPMG: DAO Pleite ist kein Hindernis für private Blockchains

KPMG: DAO Pleite ist kein Hindernis für private Blockchains

Als eine der größten Finanzinstitutionen, KPMG, zu Beginn des Jahres ihr Interesse an der Blockchain-Technologie kundgab, lobten viele die dezentrale Ethereum Blockchain-Plattform zur Entwicklung von unternehmerischen Anwendungen.

Durch einschlägige Ereignisse wie die Pleite des The DAO Projekts, bei dem mehr als 11,6 Mio Ether abhanden kamen und die daraus durch eine Hard Fork resultierende „Rettungsaktion“ haben Ethereum einen herben Dämpfer versetzt. Neben dem Interesse der weltweiten Unternehmenswelt an der Blockchain-Technologie, stehen jetzt noch ganz andere Fragen im Raum.

Eamonn Maguire von der KPMG USA glaubt jedoch nicht, dass das Ereignis einen Einfluss auf die Weiterentwicklung privater Blockchains von Seiten der Unternehmen haben wird.

Maguire sagt die kürzlichen Ereignisse haben allenfalls ein schlechtes Licht auf den Markt geworfen und es sei ein erstmaliger Vorfall, den er neben den negativen Effekten auch als wichtigen Lernerfolg sieht. Der DAO Kollaps sei ein gutes Beispiel dafür, dass dem Sicherheitsaspekt privater Blockchains noch mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden muss.

Maguire sagte in einem Interview mit CoinDesk:

„Wir sehen das Ereignis als einen Schritt innerhalb der Blockchain-Evolution der die Menschen daran erinnern soll, den Sicherheitsaspekt nicht außer Acht zu lassen.“

Genauer gesagt meint Maguire damit die Entwicklung besserer Standards für die Absicherung und Abfrage von Blocklchain-Daten. Dazu gehört auch die Anwendung von konventionellen oder bereits zuvor getesteten Protokollen in der Blockchain-Umgebung.

Maguire zufolge ist es eventuell auch noch zu früh um sagen zu können, welche Fragen hier eine Rolle gespielt haben und wie zukünftige Projekte von den Erfahrungen profitieren können.

„Ich sehe das eher als einen Schluckauf. Ein Schluckauf der von mir aus nicht unbedingt hätte passieren müssen, aber wir sehen hier keinen Grund dafür das Vertrauen in die Technologie zu verlieren.“

BTC-ECHO

Englische Originalfassung von Pete Rizzo via CoinDesk

Über Mark Preuss

Mark Preuss ist Gründer und Geschäftsführer von BTC-ECHO.
Nach seinem Wirtschaftsstudium in den Niederlanden und in China führten ihn verschiedene berufliche Stationen im Finanzwesen zunächst in die Schweiz und schließlich nach Düsseldorf. Schon früh begeisterte er sich für digitale Währungen und die Blockchain-Technologie. In Ermangelung einer Anlaufstelle im deutschsprachigen Raum entschied sich Mark schließlich Ende 2013 dazu, mit BTC-ECHO eine eigene Medienplattform zu digitalen Währungen und Blockchain ins Leben zu rufen. Seither hat er BTC-ECHO zur reichweitenstärksten deutschsprachigen Plattform für Kryptowährungen entwickelt.

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