Kopfhörer-Hersteller Monster will größten ICO aller Zeiten starten

Tanja Giese

von Tanja Giese

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Tanja Giese

Tanja Giese hat Germanistik, Literaturwissenschaft und Philosophie in Potsdam studiert. Mit Leidenschaft lektoriert sie die BTC-ECHO-Artikel und konzentriert sich in ihren eigenen Artikeln vor allem auf die gesellschaftlichen Auswirkungen und den Umgang der Politik mit den Veränderungen, die der Vormarsch der Kryptowährungen fordert.

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Quelle: Headphones on piggybank isolated on white via Shutterstock

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Bislang schien es, als wären ICOs als Kapitalquelle in erster Linie für junge Start-ups interessant. Um sein Geschäft wieder anzukurbeln, startet nun ein alteingesessenes Unternehmen, Monster Products Inc., einen ICO – den größten aller Zeiten.

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 30. Juni 2019 05:06 Uhr von Alex Roos

Das 1978 gegründete US-Unternehmen Monster Cable Products, Inc., hat sich spätestens mit seiner Kopfhörer-Reihe „Beats by Dr. Dre“ einen Namen gemacht. Hierfür hatte es 2008 mit dem US-amerikanischen Rapper Dr. Dre zusammengearbeitet. 2014 hat Apple die Produktserie übernommen. Danach ist es dem Hersteller von Audio-Equipment nicht gut ergangen. Bereits im ersten Quartal 2018 musste es Verluste von 19,6 Millionen US-Dollar verzeichnen. Um den Konkurs zu vermeiden, hat es bereits Mitarbeiter entlassen, das Marketingbudget gekürzt und eine Fabrik in Mexiko geschlossen.

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Diese Maßnahmen waren offenbar nicht ausreichend, sodass nun der Schritt in die Kryptowelt helfen soll.

Größter ICO aller Zeiten

Das Unternehmenskonzept von Monster bestand bislang darin, Einzelhändler mit dem Vertrieb ihrer Produkte zu beauftragen. In den letzten Jahren drohte dem Unternehmen jedoch die Insolvenz. Als letzter Strohhalm soll nun ein ICO dienen.

Das Konzept hinter dem ICO wirkt interessant: Im Antrag an die SEC kündigt das Unternehmen an, „Monster Money Tokens“, die auf Ethereum basieren sollen, verkaufen zu wollen. Damit will es das „Monster Money Network“ aufbauen, eine neue E-Commerce-Website für den Online-Verkauf seiner Produkte (und möglicherweise die anderer Unternehmen). Dazu wird Monster 500 Millionen Tokens erstellen und 300 Millionen davon mittels des ICOs verkaufen. Geplant ist eine Laufzeit von einem Jahr. Die Tokens sollen dann als Zahlungsmethode genutzt werden können, um die Produkte über das geplante Monster Money Network zu kaufen.

Große Ambitionen

Die Ambitionen sind groß, will sich das Unternehmen doch mit den erfolgreichsten Konkurrenten messen:

„Wir betrachten Amazon, Ebay und Alibaba als Beispiele für unsere Hauptkonkurrenten in Bezug auf das neue Monster Money Network und unsere bestehende E-Commerce-Plattform.“

In seinem Antrag bei der SEC hat Monster erstaunlich viele Details zum geplanten Projekt bekannt gegeben. So soll das Monster Money Network für Zahlungsabwicklung, Marktanalyse, Buchführung, Gehaltsabrechnungen, Bestandsverwaltung und Versand der online verkauften Produkte verwendet werden. Zudem hofft das Unternehmen, damit andere E-Commerce-Plattformen im Netzwerk rekrutieren zu können. Dieses soll in drei Stufen eingeführt werden. Im ersten Schritt handelt es sich einfach um ein Zahlungssystem mit einem ERC-20-Token. In der nächsten Phase werden Transaktionskosten gesenkt oder beseitigt, indem off-chain Mikro-Transaktionen aktiviert werden. In der letzten Phase wird Monster zu einer eigenen Blockchain übergehen. Das Unternehmen hat hohe Erwartungen:

„In Zukunft will Monster seine globalen Verbindungen und Markensichtbarkeit zusammen mit der Blockchain-Technologie nutzen, um mehr und mehr andere E-Commerce-Plattformen auf Monster Money Network zu bringen und die Benutzerbasis von MMNY-Tokens zu erweitern. Wir hoffen, den Blockchain-Standard für E-Commerce-Plattformen aufzustellen.“

Zweifelhafte Chancen

Für den Fall, dass der ICO misslingen sollte, werden zusätzlich 75 Millionen Stammaktien ausgegeben. Nach Scheitern des ICOs können dann vier gekaufte Tokens gegen eine Aktie getauscht werden. Eine „Geld-Zurück-Garantie“ gibt es also nicht. Diese „Notlösung“ gibt den Käufern der Tokens immerhin eine kleine Sicherheit. Der Erfolg des ICOs scheint zweifelhaft. Im SEC-Antrag gibt das Unternehmen zumindest ehrlich zu:

„Unsere unabhängigen Wirtschaftsprüfer haben […] angegeben, dass es erhebliche Zweifel an unserer Fähigkeit gibt, als Unternehmen fortzufahren.“

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