Kenia: Trader wegen Diebstahls angeklagt

Phillip Horch

von Phillip Horch

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Phillip Horch

Phillip Horch ist Chef vom Dienst von BTC-ECHO und für die Strukturierung und Planung der redaktionellen Inhalte verantwortlich. Er ist Diplom-Journalist und hat einen Master-Abschluss in Literatur-Kunst-Medien.

Quelle: Kenya Flag Against City Blurred Background At Sunrise Backlight 3D Rendering via shutterstock

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In Kenia wurden drei Personen wegen versuchtem Diebstahl von Geld und anschließender Geldwäsche festgenommen. Unter dem Pseudonym BADASS20 hat sich ein Unbekannter von gestohlenem Geld Bitcoin gekauft.

Wie Kenyan Wall Street berichtet, wurden im letzten Monat drei Peer-to-Peer-Bitcoin-Trader vor dem Milimani Gericht in Nairobi angeklagt. Emma Kariuki, Stanley Mumo und Timothy Gachehe wird zur Last gelegt, kenianische Schilling im Wert von circa 83 Millionen Euro von einer Bank vor Ort gestohlen zu haben. Das Geld wurde von Konten der I&M Bank und dem Mobilfunkbetreiber Safaricom entwendet und anschließend an verschiedene Bankkonten verteilt. Drei davon gehörten den Angeklagten.


Sowohl Kariuki als auch Mumo beteuern, dass sie von dem Ursprung des Geldes nichts wussten. Das Geld, welches sie jeweils erhalten hatten, sollte für die Begleichung von Transaktionen sorgen. Beide sind seit über 5 Jahren im lokalen Bitcoin-Trading aktiv. Dass sich die Trader dabei nicht um die Herkunft des Geldes sorgen, liegt in der Natur der Sache. Dass dann am 17. November ein Trader mit dem Namen BADASS20 mit gestohlenem Geld bezahlte, wussten die Trader laut eigenen Aussagen nicht.

Indem sie Informationen von der Bank mit der Trading-History verglichen, konnten die Behörden die Herkunft des Geldes schließlich nachweisen. Die Bankkonten der Angeklagten wurden schließlich eingefroren und die Angeklagten gegen eine Kaution wieder freigelassen. Die erste Anhörung soll Anfang diesen Monats stattfinden, die Hauptverhandlung folgt dann Anfang nächsten Jahres.

Krypto-Lage in Kenia ungeklärt

Das Verhalten der Behörden zeigt, dass die Lage von Kryptowährungen in Kenia bisher nicht geklärt ist. Außer einer Warnung der Zentralbank aus dem Jahr 2015 gibt es nicht viele offizielle Statements zur Regulierung von Bitcoin & Co. Hätten sich die Offiziellen auch nur im Ansatz mit den Grundlagen von Kryptowährungen beschäftigt, wäre schnell klar gewesen, dass die Trader nicht für die Herkunft der finanziellen Mittel verantwortlich gemacht werden können. Solche Einschätzungen aus der Ferne sind freilich immer mit Vorsicht zu genießen – der Ausgang der Verhandlungen bleibt abzuwarten.

BTC-ECHO

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