“Keine Angst vor Bitcoin” – Tschechische Zentralbank äußert sich

Danny de Boer

von Danny de Boer

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Danny de Boer

Als Informatiker schaut Danny de Boer kritisch auf die Blockchain-Entwicklung und Kryptographie. Zwischen Komplexität und Hype erklärt er allgemeinverständlich und anwendungsbezogen. Seit 2014 berichtet er für BTC-ECHO aus der Krypto-Szene.

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Quelle: Luciano Mortula - LGM via Shutterstock

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Am Montag äußerte der Vizegouverneur der Tschechischen Zentralbank, Mojmír Hampl, Bedenken gegenüber Bitcoin. So scheint sich die Zentralbank über die wachsende Beliebtheit von Bitcoin im Klaren zu sein, beunruhigt sei man hingegen nicht.
Bitcoin als Alternative

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 30. Juni 2019 05:06 Uhr von Sven Wagenknecht

Bitcoin als Alternative

So gab Hampl zu, dass Prag Heimat für viele Krypto-Unterstützer und -Enthusiasten ist. Die Stadt besitzt sogar ein Café in dem nur mit Bitcoin gezahlt werden kann (wir waren vor Ort). Doch laut seinen Aussagen gibt es wirklich “keine Gründe für die Banken beunruhigt zu sein”. So sollen die weltweiten Bitcoin-Transaktionen nur in etwa den gleichen Umfang haben wie 16% aller elektronischen Transaktionen mit Tschechischen Kronen, und die würden “nur” 10,5 Millionen Menschen verbinden.

Preisstabilität ist der größte Kritikpunkt des Vizegouverneurs:

“Ein fundamentales Problem ist Bitcoins ständig wechselnde Kaufkraft. Geld ist ein Mittel zur Zahlung und um Transaktionen zu tätigen. Schnelle Wechsel in der Kaufkraft sind der Feind jeder guten Währung. Wenn eine Währung an Wert verliert, wollen sie sie los werden. Im Gegenzug wollen sie sie behalten, wenn sie an Wert gewinnt.”

Der Autor des Bitcoin-Whitepaper, Satoshi Nakamoto, beschrieb die Festsetzung der Geldmenge jedoch als deflationäre Eigenschaft des Bitcoin-Systems, nicht als volatile. Demnach sollte Bitcoin langfristig immer mehr an Wert dazu gewinnen, was nicht dasselbe wie Volatilität ist.


Des Weiteren wird in der Stellungnahme von Hampl erklärt:

“Die Leute nehmen sie [die Preisstabilität Anm. d. Red.] als selbstverständlich hin, obwohl es die vorteilhafteste Eigenschaft unseres heutigen Geldes und des Geldsystems dahinter ist. Die Leute können eine Währung nutzen und müssen nicht einmal darüber nachdenken, warum sie ihr vertrauen.

Zentralbanker haben es bisher nicht geschafft zu erklären, dass einer der Hauptgründe für die Finanzkrise 2008, und danach, die Erhaltung der Preisstabilität war. Das erfordert manchmal unorthodoxe Eingriffe”

Während Preisstabilität sicherlich eine nötige Eigenschaft für den täglichen Zahlungsverkehr ist, ist die relativierende Aussage zur Finanzkrise 2008 ein Schlag in die Magengrube, für all jene die davon betroffen waren. Unorthodoxe Eingriffe sind vielleicht genau der Grund warum Kryptowährungen entstanden sind – und mit ihr ein gesamtes Marktkapital von aktuell 93 Milliarden US-Dollar.

BTC-ECHO


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