Kehrtwende auf dem Subkontinent: Kryptowährungen in Indien bald legal?

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Kehrtwende auf dem Subkontinent: Kryptowährungen in Indien bald legal?

Nachdem Indien in der Vergangenheit einen deutlich repressiven Kurs gegen Kryptowährungen wie Bitcoin gefahren ist, scheinen sich die Regulierungen allmählich zu lockern. Das indische Finanzministerium hat eine Expertenkommission eingesetzt, die über eine mögliche Legalisierung von Kryptowährungen berät.

Indiens Verhältnis zu Kryptowährungen kann man, gelinde ausgedrückt, als ambivalent beschreiben. Während die Zentralbank und oberste Finanzbehörde des Landes mit Bitcoin & Co. auf Kriegsfuß steht, tüfteln findige Start-ups bereis an der dezentralen Zukunft des Landes.

Die Zerwürfnisse zwischen Staat und Privatwirtschaft lässt sich wohl am deutlichsten anhand des ersten indischen Bitcoin-ATMs illustrieren: Ein Team rund um die Krypto-Börse Unocoin hatte am 14. Oktober 2018 den ersten Bitcoin-Geldautomaten auf dem Subkontinent installiert. Die Freude über den Erfolg hielt allerdings nicht lange. Da das Wechseln von Fiatwährungen in Krypto seit Juli dieses Jahres verboten ist, machten die Behörden kurzen Prozess und beschlagnahmten den Automaten am 24. Oktober. BTC-ECHO berichtete.

Die neuen Meldungen über einen Kurswechsel der indischen Regierung stehen dazu in direktem Widerspruch. Wie die Nachrichtenseite New India Express berichtet, haben die Behörden ein offizielles Komitee ins Leben gerufen, das sich mit einer gangbaren Legalisierung von Kryptowährungen auseinandersetzen soll. Bis Redaktionsschluss gab es bereits zwei Sitzungen des besagten Ausschusses. Ferner sei bis Februar mit Ergebnissen zu rechnen.

„Wir hatten bereits zwei Sitzungen. Es besteht allgemeiner Konsens darüber, dass Kryptowährungen nicht als völlig illegal abgetan werden können. Es muss mit starken Auflagen legalisiert werden. Die Beratungen laufen. Wir werden bald mehr Klarheit haben“,

lässt sich ein Teilnehmer der konstituierenden Sitzung des Komitees zitieren.

Indischer Zick-Zack-Kurs


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Zwar dürfte die neue Herangehensweise der indischen Finanzaufsicht Musik in den Ohren der Krypto-Gemeinde sein, allerdings ist fraglich, ob und inwiefern sich das Krypto-Ökosystem auf dem Subkontinent tatsächlich verbessert. Schließlich dürfen seit geraumer Zeit Geschäftsbanken in keinerlei Beziehung zu Krypto-Unternehmen treten. Diese von der indischen Notenbank veranlasste Sperre bestätigte das Verfassungsgericht des Landes abermals am 3. Juli.

Im Zuge dessen sah sich unter anderem die größte Krypto-Exchange des Landes, Zebpay, gezwungen, ihr operatives Geschäft in Indien aufzugeben.

Die nächste Sitzung des Ausschusses ist für Januar 2019 angesetzt.

BTC-ECHO

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