Kauft sich die Elite in Ethereum ein?

Danny de Boer

von Danny de Boer

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Danny de Boer

Als Informatiker schaut Danny de Boer kritisch auf die Blockchain-Entwicklung und Kryptographie. Zwischen Komplexität und Hype erklärt er allgemeinverständlich und anwendungsbezogen. Seit 2014 berichtet er für BTC-ECHO aus der Krypto-Szene.

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Quelle: GaudiLab via Shutterstock

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Anfang der Woche gaben einige Quellen an, dass die von John McAfee geleitete IT-Sicherheitsfirma MGT Capital begonnen hat neben Bitcoin auch Ethereum zu schürfen.

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 30. Juni 2019 05:06 Uhr von Sven Wagenknecht

Viele Mainstream-Medien, darunter auch der BusinessInsider, haben in der letzten Zeit Schlagzeilen, wie “Ethereum machte 4.000% dieses Jahr und die Elite der ganzen Welt kauft sich ein” publiziert. Allerdings war konkret nur von MGT Capital und ihren Ethereum-Minern die Rede, was entsprechende Aussagen etwas relativiert.

Der Start der Enterprise Ethereum Alliance (EEA) konnte erfolgreich das Interesse institutioneller Investoren, größerer Finanzinstitute und Technologie-Konglomerate auf sich ziehen.

“Die Startups, die in EEA involviert sind, arbeiten aktiv an der Entwicklung von Anwendungen mit. Was die größeren Unternehmen betrifft, gibt es zumindest einige, die ebenfalls aktiv an der Entwickelung teilnehmen. Die UBS hat bereits 2015 Experimente auf Ethereum durchgeführt. BNY Mellon ist ebenfalls ein Teil des Konsortiums. BHP Billiton nutzt Ethereum, um Rohstoffe nach zu verfolgen. Es gibt viele Unternehmen, die sich nun weiterentwickeln,” erklärte Buterin in einem Interview.


Doch bisher fehlt es den meisten Investmentfirmen, Tradern und Unternehmen an einem grundlegenden Verständnis von Ethereum, seinem Zweck und seiner Struktur. Durch das Mining von Ethereum haben die Unternehmen einen ersten technischen Einblick in die Besonderheiten von Ethereum, seinem Ökosystem, der Community und Industrie bekommen.

Im späten Mai hat die amerikanische Investmentfirma Fidelity Investments offen gelegt, bei denen schon seit längerer Zeit Ethereum geschürft und Anwendungen auf Ethereum entwickelt wurden. Fidelity Investments verwaltet Anlagen im Wert von 2,13 Billionen US-Dollar und erwirtschaftet einen Umsatz von 15,9 Milliarden US-Dollar.

Fidelity CEO Abigail Johnson sagte:

“Wir haben Proof-of-Concepts entwickelt, die Bitcoin-Mikrotransaktionen empfangen. Wir haben kleine Bitcoin und Ethereum Mining-Operationen begonnen, um unsere Kenntnisse ein wenig auszubauen.”

Die “Welt-Elite” fängt also durchaus damit an, sich langsam in Ethereum einzukaufen, um die Technologie und den Zweck hinter dem Ökosystem zu verstehen und zu nutzen. Denn eines Tages könnte sie den Grundstein für großangelegte dezentrale Apps darstellen. Dabei sollte nie vergessen werden, dass Bitcoin und Ethereum nicht in direkter Konkurrenz zueinander stehen. Es kann also durchaus sinnvoll sein Investments in beide Kryptowährungen zu tätigen.

BTC-ECHO

Englische Originalfassung via Cointelegraph


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