Katalonien & Blockchain – Hilfe aus Estland

Danny de Boer

von Danny de Boer

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Danny de Boer

Als Informatiker schaut Danny de Boer kritisch auf die Blockchain-Entwicklung und Kryptographie. Zwischen Komplexität und Hype erklärt er allgemeinverständlich und anwendungsbezogen. Seit 2014 berichtet er für BTC-ECHO aus der Krypto-Szene.

Quelle: JordiDelgado via Shutterstock

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Während in Katalonien Separatisten und Anti-Separatisten aufeinandertreffen, verfolgt der restliche Teil Europas dieses Spektakel mit etwas Unmut. Wäre eine Abspaltung überhaupt möglich? Müssten sie nicht auch die EU verlassen und wäre das nicht fatal für die Wirtschaft? Interessanterweise könnte hier Estland mit seiner fortschrittlichen Technologie aushelfen.
Unabhängigkeit

Unabhängigkeit

Die Situation Spaniens dürfte anhand der wiederaufkehrenden Unabhängigkeitsbestrebungen klar sein. Die Medien berichten besonders seit dem Referendum am 1. Oktober wieder mehr über die autonome Region Katalonien.


Gestern Abend rückte jedoch ein neues interessantes Thema in das Blickfeld tausender Spanier: die Blockchain.

Die Zeitung El País veröffentlichte gestern einen Artikel über die Zusammenarbeit katalonischer Politiker mit Blockchain-Experten aus Estland. Direkt im Anschluss wurde die Seite Ziel eines DDoS-Angriffes. Estland ist für seine hochmoderne Blockchain-Technologie bekannt, die in dem Land mit seinen 1,3 Millionen Einwohnern die Verwaltung schützt und einen schlanken, günstigen und effizienten Staat erlaubt.

Das eResidency-Programm aus Estland (zu sehen in unserer Bitcoin & Blockchain-Reportage) ermöglicht jedem eine Eröffnung einer digitalen Staatsbürgerschaft in Estland und damit Zugriff auf Dienstleistungen innerhalb der EU. Finnen, Russen, Ukrainer und Briten stellen die überwiegende Mehrheit unter den eResidency-Nutzern dar, aber auch viele Türken und Griechen meldeten sich in der letzten Zeit an, erklärte uns Kaspar Korjus, Managing Director bei der eResidency-Initiative.

Wie Not Staaten digitalisiert

Während Estland lediglich aufgrund seiner schweren Sowjet-Vergangenheit auf die digitalen Chancen angewiesen war, denkt man in Katalonien darüber nach, seine Unabhängigkeit durch den Machtentzug der Zentralbank durchzusetzen. Dani Marco, Direktor der SmartCatalonia-Initiative, ließ sich nach eigenen Aussagen mehrfach durch Besuche in Estland inspirieren. Eine eigene digitale Währung herauszubringen, das wäre für Marco der wahrscheinlich wichtigste Schritt zur Unabhängigkeit.

Estland selbst wollte einen sogenannten “estcoin” herausbringen, doch die Idee schien so gefährlich, dass sich selbst EZB-Präsident, Mario Draghi, persönlich zu einer Antwort hingezogen fühlte:

„Kein Mitgliedstaat kann seine eigene Währung einführen; die Währung der Euro-Zone ist der Euro.“

Sollte sich Katalonien erfolgreich abspalten, wäre die Region zunächst ein Mitglied der Euro-Zone, eine digitale Währung wäre damit nicht auszuschließen. Tatsächlich soll laut El País der Chefentwickler von Ethereum, Vitalik Buterin, angesprochen worden sein, um die Ostspanier bei ihrem Vorhaben zu unterstützen. Buterin soll auf der “Becon” in Barcelona einen ICO vorgeschlagen haben, der mit den Identitäten der eResidency-Plattform verknüpft werden könnte. Damit wären die Identitäten der Katalanen gesichert und ein digitales Zahlungssystem, unabhängig der spanischen Zentralbank, etabliert.

Im Zuge dieser rasenden Entwicklung werden einem langsam die Auswirkungen der Blockchain auf unsere Gesellschaft und Politik klar. In Griechenland sprach sich Eva Maili, damals Politikerin und heute FinTech-Beraterin, für einen “Plan B” in der griechischen Geldpolitik aus. Nach Aussagen der International Business Times soll damals in Griechenland der Umtausch aller Fiatwährungen in digitale Währungen erwogen worden sein. Auch wenn der Plan bei Weitem nicht so einfach umsetzbar gewesen wäre, so erklärte  Maili:

“Schauen Sie sich doch nur an, was in Zypern passiert ist; Sie sind manchmal nicht sicher vor ihrer eigenen Regierung.”

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