Kasachstan: Erster Strafzettel in Bitcoin bezahlt

Der Bitcoin hält weiterhin Einzug in den Mainstream. Mit Hilfe einer mobilen App können Verkehrssünder in Kasachstan nun ihre Geldstrafen mit der Kryptowährung begleichen.

Das Start-up OKauto.kz hat eine mobile App entwickelt, die die Bezahlung der Strafzettel mit Bitcoin ermöglichen soll. Die App ist bereits seit Mai 2017 verfügbar und wurde schon 200.000 mal installiert. Laut der Release Notes auf den App Stores iTunes und Google Play wurde mit dem letzten Update am 24. Januar die Zahlungsweise mit Bitcoin vorbereitet. Die Bezahlung in Bitcoin Cash, Ethereum und Monero soll gemäß Coinidol auch bald möglich sein. Die erste Bitcoin-Zahlung in Höhe von umgerechnet derzeit gut 60 Euro ist bereits über die App von OKauto.kz eingegangen. Allerdings gibt ein Vertreter des Start-ups gegenüber Coinidol zu bedenken:



“Es ist jedoch anzumerken, dass Bitcoin in Kasachstan keinen offiziellen Status hat. Kryptowährungen werden weder als Geld noch als Finanzinstrument akzeptiert.”

Eine direkte Bezahlung in Kryptowährung ist ohne die App also noch nicht möglich. Kasachstan hat sich aber bereits im letzten Herbst krypto-affin gezeigt, als angekündigt wurde, eine eigene Kryptowährung ins Leben rufen zu wollen.

Die Idee, Strafzettel mit einer Kryptowährung zu zahlen, ist nicht neu: Ende letzten Jahres berichteten wir bereits von einem ähnlichen Vorhaben aus Südafrika. Das Unternehmen Fines4U ermöglicht es, Strafzettel mit Bitcoin zu zahlen, die das Unternehmen als Fiatwährung an die zuständige Behörde weiterreicht. Allerdings bleibt dort die erste Krypto-Zahlung noch aus. Das Unternehmen erhält zwar nach wie vor viele Anfragen bezüglich Bitcoin, aber nur aus Interesse an der Kryptowährung an sich.

BTC-ECHO

Über Tanja Giese

Tanja GieseTanja Giese ist seit August 2017 als Lektorin für BTC-ECHO tätig und schreibt seit Oktober 2017 auch eigene Artikel. In Potsdam hat sie Germanistik, Literaturwissenschaft und Philosophie studiert und mit dem Magister abgeschlossen. Berufliche Erfahrungen hat sie vor allem in Start-ups und einer Digitalagentur gesammelt. Im Fokus ihres Interesses an der Krypto-Welt steht der gesellschaftliche Nutzen und der Umgang der Politik mit den Veränderungen, die der Vormarsch der Kryptowährungen fordert.