Kann die Blockchain einen Copyright-Schutz bieten?

Max Kops

von Max Kops

Am · Lesezeit: 3 Minuten

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Quelle: © Yury Zap - Fotolia.com

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Der Copyright Schutz über die Blockchain ist einer der zukunftsträchtigen Technologien, von dem man sich mit einer dezentralen Ausrichtung bessere Schutzmechanismen eröffnet. Damit würde die Blockchain das Konzept der Smart Contracts unterstützen. Der Verkauf bzw. die Vermietung digitaler Produkte funktioniert nur dann, wenn es als Gegenspieler einen entsprechenden Copyright Schutz gibt.
Copyrightschutz: Die Idee der Urheberrechtsblockchain

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 30. Juni 2019 05:06 Uhr von Mark Preuss

Copyrightschutz: Die Idee der Urheberrechtsblockchain

Die Idee hinter dem Prinzip der dezentralen Copyrightverwaltung basiert auf der Verwaltung der Originaldaten in der Blockchain. Damit wäre es möglich, über die Blockchain herauszufinden, ob es sich bei einer Datei um die Originalversion des digitalen Werks handelt, oder ob das Werk über eine unauthorisierte Partei erworben wurde.

Tatsächlich besteht bereits Interesse an der Speicherung von kreativen Werken über eine Blockchain. So haben sich beispielsweise Blockai, Pixsy, TinEye, Ascribe, Mediachain und Proof of Existence dafür ausgesprochen, eine entsprechende Technologie zu nutzen, weil sie der dezentralen Verwaltung vertrauen.

Wenn die Blockchain speichert, wer welchen Film schaut

Kern des Konzepts ist die Rechteverwaltung und die Registrierung von Nutzern der digitalen Werke. Addison Cameron-Huff, ein Anwalt aus Toronto, sieht darin eine große Herausforderung:

Eine Anwendungsmöglichkeit von Blockchains ist die Registrierung von Inhabern (eine Historie der Eigentümer). Es kann sehr schwierig werden, das Eigentum an Copyright geschützten Werke nachzuverfolgen, sodass Künstler verschiedener Werke als Urheber registriert werden. Eine Blockchain wäre eine gute Möglichkeit, dies umzusetzen.

Dazu würde gespeichert, wer (rechtmäßigen) Zugriff auf die jeweiligen Inhalte hat.

Die Ownership-Blockchain in der Praxis

Blockai benutzt die Blockchain für Schriftsteller und Künstler, um die Erstellung neuer Werke mit Zeitstempeln festzuhalten. Damit möchte man ein Auge auf Verletzungen der Urheberrechte werfen und sie automatisiert erkennen.

Jeder Nutzer besitzt ein Profil, in dem die jeweiligen Zertifikate verwaltet werden, die den Zugriff auf bestimmte Medien erlauben. Einmal hochgeladen, kann der Service die Nutzung der Inhalte nachverfolgen und den Inhaber bei unberechtigten Zugriffen informieren.

Wie Blockai sagt, sei das herkömmliche Copyright System längst überholt und müsse dringend weiterentwickelt werden:

Es ist offensichtlich, dass das aktuelle Copyright System in den vereinigten Staaten weit hinter der Zeit des digitalen Zeitalters liegt und nicht annähernd genug Ressourcen für Opfer von digitalem Diebstahl bietet, insbesondere wenn man sich selbst in einem Streit gegen eine größere und mächtige Organisation befindet.

Meinung des Autors(Max):

Copyrightschutz über die Blockchain ist sicher Zukunftsmusik – mit besonderem Fokus auf das Wort “Zukunft”. Wie einige Experten bekunden, ist der herkömmliche Copyrightschutz längst überholt und muss modernisiert werden. Bevor man sich mit der Durchsetzung von Copyrights beschäftigt, muss aber zunächst die Grundlage für digitalen Medienaustausch gegeben sein. Dazu bedarf es speziellen Entwicklungen, die sich von den bekannten Streamingdiensten unterscheiden. Faktisch existieren sie noch nicht. Aus diesem Grund darf man mit einer wirklich praktikablen Copyrightlösung über Blockchains erst in einigen Jahren rechnen. Weiterhin ist fraglich, ob sich ein solches System universell durchsetzen lässt. Anders als der Bitcoin würde ein Vorhaben dieser Art nur dann funktionieren, wenn alle am System teilnehmen. Sobald es eine nur minimale Lücke gibt, ist das System nutzlos, weil sich dann gewisse Alternativquellen für die Mediennutzung herausbilden, auch Filesharer genannt.

BTC-ECHO

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