Kanadische Regierung zeigt sich offen für Bitcoin-Investmentfonds

Die kanadische Regulierungsbehörde British Columbia Securities Commission (BCSC) hat der Registrierung einer Investmentfirma mit Kryptowährungsschwerpunkt zugestimmt.

Die Investmentfirma First Block Capital Inc. mit Sitz in Vancouver möchte sich voll und ganz auf Krypto-Investments konzentrieren und zeitnah einen Bitcoin-Investmentfonds emittieren. Natürlich stellt sich hierbei die Frage nach der Zulassung seitens der Regulierungsbehörden. In den vergangenen Monaten gab es schon viele Versuche seitens Banken bzw. Investmentfirmen, Finanzprodukte wie Bitcoin-ETFs an den weltweiten Börsen zu listen – oftmals mit negativem Ausgang.

Durch die scheinbare Offenheit der BCSC könnten in Kanada Rahmenbedingungen geschaffen werden, die ein investitionsfreundliches Klima für Krypto-Anlagen mit digitalen Währungen als Basiswert bieten.

So heißt es von Zach Masum, Manager bei der Behörde BCSC, zur Registrierung von First Block Capital Inc.:

“Diese erste Registrierung ermöglicht den Zugang zu Bitcoin-Investments bei gleichzeitiger Kontrolle durch die BCSC.”

Zach Masum betont zudem im Statement, dass andere Investmentfirmen dazu eingeladen sind, sich über die Regulierung von Kryptowährungen bei der BCSC zu informieren, um ebenfalls Krypto-Investmentprodukte aufzusetzen. Solche Aussagen bestärken den Eindruck, dass sich Kanada von der Blockchain-Technologie und den damit verbundenen Investments viel erhofft.

Mit Hinblick auf die restriktive Regulierung einiger Länder in den letzten Wochen, wie beispielsweise in China, könnte Kanada in Sachen Krypto-Investments in Zukunft an Bedeutung gewinnen. Wie wir berichtet haben, hat die kanadische Finanzmarktaufsicht der Region Quebec Autorité des marchés financiers (AMF) erstmals ein ICO-Projekt reguliert und dem Token den rechtlichen Status eines Wertpapieres zugestanden.

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Über Sven Wagenknecht

Sven WagenknechtSven Wagenknecht ist Chefredakteur von BTC-ECHO und verantwortet neben der redaktionellen Planung auch den Bereich Business Development. Nach seiner Ausbildung zum Bankkaufmann hat er Politik und Wirtschaft in Münster studiert und verschiedene berufliche Stationen, etwa in einer der führenden Unternehmensberatungen und im Bundeswirtschaftsministerium, absolviert. An der Blockchain-Technologie faszinieren ihn vor allem die langfristigen Implikationen auf Politik, Gesellschaft und Wirtschaft. Als Speaker, zuletzt etwa auf dem St. Petersburg International Economic Forum 2017, referiert er über das makroökonomische Potential der Blockchain.

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