Kampf gegen Steuerbetrug: Thailändische Regierung erwägt Nutzung von Blockchain

Phillip Horch

von Phillip Horch

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Phillip Horch

Phillip Horch ist Chef vom Dienst von BTC-ECHO und für die Strukturierung und Planung der redaktionellen Inhalte verantwortlich. Er ist Diplom-Journalist und hat einen Master-Abschluss in Literatur-Kunst-Medien.

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Bei der Bekämpfung von Steuerverbrechen erwägt die thailändische Regierung, zur Blockchain zu greifen. Um gefälschte Steuerrückforderungen zu verhindern, plant das Finanzministerium Tests mit der Distributed-Ledger-Technologie (DLT). Dies würde Thailand zum ersten Land der Welt machen, welches die Krypto-Technologie in seine Steuerverwaltung integriert.

Laut eines Reports der Bangkok Post soll Blockchain zur Verifizierung von Mehrwertsteuerrückforderungen (sog. „VAT-Refund“) genutzt werden. Dabei plane man laut Finanzamts-Chef Ekniti Nitithanprapas auch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz und Big Data zur Erkennung von Mustern im Steuerbetrug. Das soll der kriminellen Praxis unrechtmäßiger Rückforderungen von Steuern im Land den Garaus machen.

Blockchain in Thailand auf dem Vormarsch

Die Chancen dafür stehen gut, verfolgt das Land doch jüngst eine vorsichtige, aber fortschrittliche Blockchain-Politik. So macht sich Thailand die Blockchain zum Beispiel in der Finanzindustrie zunutze. Nachdem die thailändische Zentralbank „Bank of Thailand“ (BOT) bereits im August Investitionen in den Kryptos-Sektor freigegeben hat, will sie zum ersten Quartal 2019 die Entwicklung einer eigenen Kryptowährung abgeschlossen haben. Acht nationale Geschäftsbanken wurden aufgefordert, sich daran zu beteiligen.

Auch im Bereich Geldwäsche zeigt sich das südostasiatische Königreich progressiv. Statt auf Regulierungen und Verbote setzt die Antigeldwäsche-Behörde auf Innovation: Künftig soll die Krypto-Polizei über eine digitale Wallet für konfiszierte Währungen verfügen.

Blockchain gegen Steuerbetrug bereits in China erprobt

Erste Erfahrungen mit DLT als Mittel gegen Steuerhinterziehung gibt es bereits in China: In Shenzhen wurde der Internet-Konzern Tencent von der Stadtverwaltung mit der Entwicklung einer „Intelligent Tax“ („intelligente Steuer“) beauftragt. Diese soll dazu dienen, Steuerbetrug zu erkennen. Weiterhin ist geplant, Zahlungsprozesse durch die Einführung digitaler Bezahltechnologien transparenter zu gestalten.

Es bleibt zu hoffen, dass Thailand weiter krypto-freundliche Gesetze verabschiedet. Damit würde es einen kontrollierten, aber offenen Zwischenweg verfolgen. Bei diesem profitiert der Staat von Blockchain und passt seine Sicherheitsarchitektur gleichzeitig offensiv an.

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