Josh Brown: „ICOs bieten eine Plattform für Betrügereien“

Alina Ley

von Alina Ley

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Alina Ley

Alina Ley ist seit März 2017 als Autorin bei BTC-ECHO tätig. Nach ihrem BWL-Studium (Bachelor) an der Universität Trier konnte sie berufliche Erfahrungen im Controlling und Business Development sammeln. Anschließend absolvierte sie ihr Masterstudium (Business Administration) in Köln. Im Rahmen ihrer Masterthesis („Erfolgsfaktoren von Kryptowährungen“) erlangte sie umfangreiche Kenntnisse auf dem Gebiet der Krytowährungen und Blockchain-Technologie. Von besonderem Interesse sind die zahlreichen Anwendungsmöglichkeiten sowie der gesellschaftliche Nutzen.

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Quelle: shutterstock.com-ICO

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Josh Brown, Vermögensverwalter und sogenannter Bitcoin-Stier, hat in seinem neuen Blog-Post einige harte Worte zu Initial Coin Offerings (ICOs) geäußert: Seiner Meinung nach ist das Finanzierungsmodell ein Punkt “wo die Betrügereien stattfinden werden”.

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 30. Juni 2019 05:06 Uhr von Sven Wagenknecht

In seinem Reformed Broker Blog wiederholt Brown seine Position, dass ICOs „allen um die Ohren fliegen werden“. Des Weiteren bezieht er Stellung zu den Aussagen von West Loop Partners Jeff Carter.

Er schreibt:

„Jeff ist ein Freund von mir, aber er betrachtet diesen Themenbereich aus der Perspektive eines Chicagoer Floor Traders mit der Mentalität eines Angels Investors. Ich betrachte dieses Thema aus der Perspektive eines reformierten Börsenmaklers. Wir sind uns nicht immer einig, aber in diesem Fall sind wir genau zu derselben Meinung gekommen. ICOs bieten Nährboden für Betrügereien.“

Er begründet dies folgendermaßen: ICO abgeleitete Token bieten nicht mehr als nicht registrierte Wertpapiere, da sie im Gegensatz zu einigen Kryptowährungen nur in Verbindung mit einer bestimmten App oder Plattform verwendet werden können.

Josh Brown sehr kritisch


Die Aussagen werden noch radikaler:

„Im Gegensatz zu herkömmlichen Wertpapierverkäufen gibt es hier keine Regulierung. Dies ermöglicht es mir beispielsweise zu sagen, dass ich eine Walross-Sex-Ranch eröffne und dass das digitale Token, das ich verwende, um das Startkapital zu erhalten, für zwei Stunden Sex mit einem meiner Walrosse genutzt wird”.

Durch dieses provokante Statement möchte er verdeutlichen, wie einfach es ist ICOs für verbotene Zwecke zu nutzen und wie wichtig es ist als Investor kritisch zu bleiben. Es sollten genug Informationen eingeholt werden, um sich auf dieser Grundlage eine Meinung zu dem jeweiligen ICO zu bilden.

Wertpapierregulatoren auf der ganzen Welt untersuchen derzeit das ICO-Modell näher oder entwickeln neue Regeln um sie herum, sodass sich auch Brown dem nicht entziehen konnte. Es werden immer mehr Warnungen von Regierungen laut, dass die Tokenverkäufe Wertpapieremissionen darstellen können. Dennoch haben sich die institutionellen Anleger in den letzten Monaten bemüht, die Kapitalisierung zu unterstützen, indem sie spezielle Hedgefonds unterstützen oder direkt an ICOs teilnehmen.
Brown schloss seinen Post mit der Aussage ab, dass aus seiner Perspektive, trotz der Gesamtbegeisterung für die Technologie oder Kryptowährungen ein Grad an Skepsis gegenüber ICOs nicht außer Acht zu lassen ist.

„Es ist okay, begeistert und neugierig auf Blockchain und Bitcoin zu sein, ohne dabei ein leichtgläubiger, fanatischer Idiot von ICOs zu sein. Das ist, wie ich das Thema sehe“, schrieb er.

BTC-ECHO


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