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Joint Chiefs of Global Tax Enforcement: Gemeinsam gegen Steuerkriminalität

Joint Chiefs of Global Tax Enforcement: Gemeinsam gegen Steuerkriminalität

Die Steuervollzugsbehörden aus fünf NATO-Staaten schließen sich zusammen, um gemeinsam effektiver gegen transnationale Steuerkriminalität vorzugehen. Sie formen die Joint Chiefs of Global Tax Enforcement, kurz auch J5 genannt. Die Zusammenarbeit soll darin bestehen, gemeinsam Informationen zu sammeln, Kenntnisse untereinander auszutauschen und zusammen Operationen durchzuführen.

Die Zeit der nationalen Alleingänge in der Bekämpfung internationaler Steuerverbrechen neigt sich dem Ende zu. Entsprechend haben sich nun Behörden aus fünf Ländern zu den Joint Chiefs of Global Tax Enforcement zusammengeschlossen, um gemeinsam Steuerrecht durchzusetzen. Die sogenannten J5 bestehen aus der Australian Criminal Intelligence Commission (ACIC) sowie dem Australian Taxation Office (ATO), der Canada Revenue Agency (CRA), dem hölländischen Fiscale Inlichtingen- en Opsporingsdienst (FIOD), der britischen HM Revenue and Customs (HMRC) und der US-amerikanischen Internal Revenue Service Criminal Investigation (IRS-CI).

Wie die amerikanische Behörde IRS in einer Pressemitteilung bekannt gab, sehe man die Formation der J5 als Antwort auf die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Die OECD hatte die Staaten dazu aufgefordert, mehr für den Kampf gegen Steuerverbrechen zu tun. Von den Erfolgen, neuen Ansätzen und Erkenntnissen der neu formierten Gruppe sollen zukünftig auch Steuerbehörden aus anderen Ländern profitieren können.

„Globale Verbrecher unter Druck setzen“

„Wir können nicht so weitermachen, wie wir es in der Vergangenheit getan haben. Während wir unsere Informationen vom Rest der Welt abschirmen, manipulieren organisierte Kriminelle und Steuerbetrüger das System und nutzen dessen Sicherheitslücken aus. Die J5 zielt darauf ab, die Mauern niederzureißen, auf individuellen Best Practices aufzubauen und zu einer operativen Gruppe zu werden. So wollen wir globale Verbrecher in einer Art und Weise unter Druck setzen, die wir alleine nicht erreichen könnten“,

so Don Fort von der amerikanischen Steuervollzugsbehörde IRS-CI.

Simon York, Direktor der britischen HMCR, ergänzt:

„Steuerkriminalität und Geldwäsche werden zunehmend global und anspruchsvoll. Deshalb ist es wichtig, dass wir weiterhin mit internationalen Partnern zusammenarbeiten und uns diesen Bedrohungen stellen.“

Bei ihrem ersten Treffen berieten die J5 über Taktiken und Möglichkeiten, gegen Cyberkriminelle vorzugehen. Ein besonderer Fokus liegt auch auf jenen, die durch ihre Aktionen Steuerkriminalität möglich machen. Dazu werden Daten und Technologien geteilt und auf die Vorteile kollektiver Ausstattung gesetzt.

BTC-ECHO

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