Japanische Finanzaufsicht verschärft Regulierung

Tanja Giese

von Tanja Giese

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Tanja Giese

Tanja Giese hat Germanistik, Literaturwissenschaft und Philosophie in Potsdam studiert. Mit Leidenschaft lektoriert sie die BTC-ECHO-Artikel und konzentriert sich in ihren eigenen Artikeln vor allem auf die gesellschaftlichen Auswirkungen und den Umgang der Politik mit den Veränderungen, die der Vormarsch der Kryptowährungen fordert.

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Im Januar dieses Jahres wurden NEM-Token im Wert von etwa 430 Millionen Euro von der Kryptobörse Coincheck gestohlen. Daraufhin hatte die japanische Finanzaufsicht (FSA) angekündigt, Coincheck stärker ins Visier zu nehmen. In diesem Zuge haben viele allgemeine strengere Regulierungsmaßnahmen befürchtet. Nun ist es soweit.

Die FSA hat weitere regulatorische Bestimmungen für in Japan ansässige Kryptobörsen festgelegt. Damit will die Behörde verhindern, dass sich der Coincheck-Hack vom Jahresanfang wiederholen kann. Aufgrund der enorm großen Summe, die die Hacker dabei erbeuteten, gilt der Vorfall als der größte einzelne Exchange-Hack in der Geschichte des Krypto-Ökosystems. Die FSA machte das nachlässige Management der Kryptobörse für den Hack verantwortlich.

FSA tappte im Dunkeln


Bevor die Finanzaufsicht über entsprechende Regulierungsmaßnahmen entscheiden konnte, musste sie zunächst die potenziellen Risiken identifizieren. Laut der lokalen Nachrichtenagentur Nikkei Asian Review gab eine FSA-Quelle zu, dass die Vorabrecherche eine Herausforderung für die Behörde darstellte:

„Ohne das notwendige Know-how haben wir durch die Dunkelheit erfühlt, wie gründlich wir die unterschiedlichen Aspekte überprüfen müssen.“

Strenge Kontrollen zum Schutz der Anleger

Der neue Rechtsrahmen zielt auf den Schutz der Anleger ab. Darunter fällt auch die Forderung nach einem funktionierenden internen Managementsystem der Kryptobörsen. Mehrmals täglich sollen sie nun Kundenkonten auf verdächtige Schwankungen beobachten. Zusätzlich müssen sie das Vermögen der Kunden von dem der Kryptobörse getrennt verwalten, wobei sie Kryptobestände nur auf Offline-Systemen speichern dürfen. Zudem hat die FSA strengere Anti-Geldwäsche-Richtlinien (AML) erarbeitet. Diese erfordern Know-Your-Customer-Vorkehrungen (KYC), also die Überprüfung der Identität, sowie den Einsatz mehrerer Passwörter bei größeren Transaktionen. Daraus folgt zwangsläufig ein Verbot für die auf Anonymität orientierten Altcoins Dash (DASH) und Monero (XMR).

Ob diese neuen Regelungen eingehalten werden, wird die FSA genau überprüfen. Dazu werden Inspektoren die japanischen Niederlassungen der Kryptobörsen überwachen. Dass die FSA nicht nur leere Drohungen ausspricht, sondern ihren Ankündigungen entschiedene Konsequenzen folgen lässt, mussten erst im März dieses Jahres fünf Kryptobörsen erfahren. Wie BTC-ECHO berichtete wurden sie aufgrund einer fehlenden Lizenz von der Behörde geschlossen.

BTC-ECHO

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