Japanische Bank möchte Versicherungsschutz für Nutzer von Kryptobörsen anbieten

Japanische Bank möchte Versicherungsschutz für Nutzer von Kryptobörsen anbieten

Das Finanzhaus Mitsubishi Trust and Banking arbeitet aktuell an einer Lösung, um Nutzern von Krypto-Börsen Versicherungen anzubieten, die bei einem Hack/Crash der Börse greifen.

Dass Krypto-Börsen beliebte Angriffsziele von Hackern sind, ist kein Geheimwissen, sodass die Angst, seine Einlagen auf den Krypto-Börsen zu verlieren, bei vielen Anlegern sehr groß ist. Auch wenn der Zusammenbruch der Mt. Gox-Börse schon über drei Jahre her ist und die Sicherheitsmaßnahmen der Krypto-Börsen seitdem besser geworden sind, gibt es keine Garantie dafür, dass sich ähnliche Zusammenbrüche nicht nochmal wiederholen könnten.

Entsprechend macht es daher Sinn, dass im Herzen des Krypto-Handels, also in Japan, wo rund 40 % des gesamten Bitcoin-Handelsvolumen abgewickelt werden, Lösungen entwickelt werden, die die Einlagen der Kunden vor etwaigen Cyberangriffen schützen sollen. Der Mitsubishi UFJ Trust möchte daher seinen Kunden anbieten, für verlorengegangene Kryptowährungen aufzukommen, falls es zur Schließung oder zum Hack der Börsenplattform kommt – gegen Gebühr versteht sich.

Dazu würden sämtliche Börsentransaktionen von der Bank mitaufgezeichnet werden, sodass immer genau nachvollzogen werden kann wie der korrekte Stand bei Börsenausfall ist. Eine solche Anbindung soll es für die ersten Börsen im April nächsten Jahres und vorerst nur für Bitcoin geben, wie die Nikkei Asian Review berichtet.

Die Tatsache nicht mehr auf ein Börsen-Start-up vertrauen zu müssen, sondern die Absicherung über eine große japanische Finanzgruppe zu genießen, sollte viele Anleger über die zusätzlichen Gebühren hinwegsehen lassen.

BTC-ECHO

Über Sven Wagenknecht

Sven WagenknechtSven Wagenknecht ist Chefredakteur von BTC-ECHO. An der Blockchain-Technologie faszinieren ihn vor allem die langfristigen Implikationen auf Politik, Gesellschaft und Wirtschaft.

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